Ljuba und der Reiter der Steppe

Stuttgart, Dezember 2017. „Ich wollte unbedingt eine Geschichte schreiben, in der ein Hauptcharakter tätowiert ist.“ Julia Lalena Stöcken gefiel die Idee, mit Stammesverbänden, Fehden und vor allen Dingen Schwarzen Kriegern zu arbeiten. Für die Recherche zu einer Kurzgeschichte besuchte Stöcken Hügelgräber und das Archäologische Museum in Oldendorf/Luhe. Dort gab es auch ein Foto von der Höhlenmalerei der Grotte Les Trois Frères in der Dordogne. Das darauf dargestellte Wesen wird unter anderem als „gehörnter Gott“ gedeutet. Ein Impuls wie er im Buche steht, denn über eine solche Hirschgottheit wollte Stöcken unbedingt schreiben und Ljuba passte perfekt in die Kupferzeit. „Es gab all die Dinge, die ich dafür brauchte: Pferde, Stammesverbände, Krieger, eine tiefe religiöse Einstellung. Und Tätowierungen.“ Es musste nur zeitlich alles in Einklang gebracht werden, da Ljuba und der Reiter der Steppe in Osteuropa spielen sollte und die Kupferzeit dort früher einsetzte als hierzulande.

Die Geschichte um Ljuba handelt von einer jungen Frau, die behütet aufwächst und zu Gehorsamkeit und Loyalität gegenüber ihrer Familie und ihrem Stamm erzogen wird. Die Menschen der Ebene leben friedlich in Stammesverbänden zusammen, betreiben Ackerbau und Pferdezucht, doch immer wieder kommt es zwischen den Clans zu blutigen Kämpfen. Bei einem solchen Überfall geraten die junge Ljuba und ihre Schwester in die Gefangenschaft des Schwarzen Fürsten Karan, der mithilfe seines Hauptmanns Cuska und dessen gefürchteten Kriegern die anderen Stämme in Angst und Schrecken versetzt. Um ihre Schwester zu schützen, geht Ljuba notgedrungen einen Handel mit Karan ein. Demütigung und Schmerz erwarten sie daraufhin beim Schwarzen Clan – bis sie plötzlich Hilfe von dem schweigsamen Hauptmann erhält.

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Hin und hergerissen zwischen dem eigenen Clan und einer verbotenen Liebe – die Protagonisten des neuen Romans von Julia Lalena Stöcken sind bereit, sich für die Liebe zu opfern, in einer lang vergangenen Zeit. Durch das historische Setting und die Fantasy-Elemente eröffnet der Roman ein neues Genre im Literaturmarkt.

Julia Lalena Stöcken über ihren historischen Abenteuerroman

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Worum geht es in deinem Buch Ljuba und der Reiter der Steppe?

3000 v. Chr. – Die Kupferzeit in Osteuropa
Die Menschen der Ebene leben friedlich in Stammesverbänden zusammen und betreiben Ackerbau und Pferdezucht, doch immer wieder kommt es zwischen den Clans zu blutigen Kämpfen.
Bei einem solchen Überfall auf den Graslandclan geraten die junge Ljuba und ihre Schwester in die Gefangenschaft des Schwarzen Fürsten Karan, der mithilfe seines Hauptmanns Cuska und dessen gefürchteten Kriegern die anderen Stämme in Angst und Schrecken versetzt. Um ihre Schwester zu schützen, geht Ljuba notgedrungen einen Handel mit Karan ein. Demütigung und Schmerz erwarten sie daraufhin beim Schwarzen Clan – bis sie plötzlich Hilfe von dem schweigsamen Hauptmann erhält. Und die Distanz zwischen den beiden reißt bald ein …

Der Roman besitzt ein historisches Setting und enthält Fantasy-Elemente.

 

Wie lange hast du daran gearbeitet?

Es gab eine sehr alte unfertige Version, von der später bloß die Grundpfeiler übriggeblieben sind. Wenn ich von dem Zeitpunkt ausgehe, an dem ich mich ernsthaft an die Recherche- und Schreibarbeit gemacht habe, waren es bis zur Beendigung inklusive Überarbeitung acht Monate. Das ist ziemlich schnell für mich.

 

Wie kamst du auf die Idee für deine Geschichte?

Ganz einfach. Ich wollte unbedingt eine Geschichte schreiben, in der ein Hauptcharakter tätowiert ist 😉

Die ausführlichere Antwort ist diese: Ursprünglich gab es eine Fassung, die ich irgendwann vor dem Erreichen der Volljährigkeit und bloß zu einem Drittel geschrieben habe – ein High Fantasy Roman, der in einer eigenen Welt spielen sollte. Als ich meinen Debütroman Bluthund beendet hatte, konnte ich nicht direkt an der Fortsetzung weiterschreiben. Ich brauchte Abwechslung. Deswegen durchforstete ich meine Schreibordner und stieß auf Ljuba (die damals noch ganz anders hieß). Erneut gefiel mir die Idee mit den Stammesverbänden, den Fehden und vor allen Dingen den Schwarzen Kriegern. Alles Weitere war dann eher Zufall. Für die Recherche zu einer Kurzgeschichte war ich in der Heide unterwegs und habe mir Hügelgräber und das Archäologische Museum in Oldendorf/Luhe angesehen. Dort gab es ein Foto von der Höhlenmalerei aus der Grotte Les Trois Fréres, Dordogne. Das dargestellte Wesen wird unter anderem als „gehörnter Gott“ gedeutet. Das war wie ein Impuls – über diese Hirschgottheit wollte ich schreiben und plötzlich wurde mir bewusst, wie gut Ljuba in die Kupferzeit passte. Es gab all die Dinge, die ich dafür brauchte: Pferde, Stammesverbände, Krieger, eine tiefe religiöse Einstellung. Und Tätowierungen 😉

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© Julia Lalena Stöcken

Wie kann man sich deine Recherchearbeit für Ljuba und der Reiter der Steppe vorstellen?

Ich habe das Glück, dass in der Lüneburger Heide (quasi vor meiner Haustür) viele Funde aus dieser Epoche gemacht worden sind. Dadurch konnte ich mir im Museum Schüsseln, Werkzeuge, Waffen genau ansehen, das hat die anschließende Beschreibung enorm erleichtert. Außerdem habe ich einige Hügelgräber besichtigt und auch einen kleinen Steinkreis. Solche Orte flößen mir immer einen Heidenrespekt ein, aber auch ein schaurig-schönes Gefühl.

Später musste ich dann zeitlich alles in Einklang bringen, da Ljuba und der Reiter der Steppe in Osteuropa spielen sollte und die Kupferzeit dort früher einsetzte als bei uns.

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© Julia Lalena Stöcken

Wie würdest du Ljuba in einem Satz beschreiben?

Ljuba ist eine junge Frau, die behütet aufwächst, aber auch zu Gehorsamkeit und Loyalität gegenüber ihrer Familie und ihrem Stamm erzogen wurde – obwohl sie beim Schwarzen Clan um ihr eigenes Leben fürchten muss, kommt das Wohl ihrer Schwester für sie an erster Stelle.

 

Welche anderen Bücher, Autoren, Filme oder Ideen haben dich für dein Buch inspiriert?

Früher habe ich viele prähistorischen Romane gelesen. Zum Beispiel die Ayla-Reihe von Jean M. Auel, die Romane von Joan Wolf und von William Sarabande. Leider gibt es in diesem Bereich momentan nicht so viele Neuerscheinungen. Deswegen war ich geradezu gezwungen, selbst darüber zu schreiben – ich hoffe, dass andere Leser diese Thematik auch so sehr vermisst haben wie ich.

 

Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Zurzeit schreibe ich parallel am dritten Teil meiner Hlew-Reihe und an der Fortsetzung von Ljuba und der Reiter der Steppe. Und dann warten da noch so in etwa 15 andere Schreibideen darauf, in Angriff genommen zu werden …

 

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Nachdenken. Über das Schreiben.

Aber wenn ich damit fertig bin, habe ich tatsächlich auch Hobbys. Ich zeichne (im Moment erschöpft sich das allerdings aufgrund von Zeitmangel in Skizzen von Charakteren), backe und koche sehr gerne und kümmere mich um meinen Garten. Gartenarbeit lässt sich übrigens super mit dem Über-das Schreiben-nachdenken kombinieren! Ich habe beim Beschneiden von Blutberberitzen schon ganze Plotlöcher gestopft …

 

Welches Buch liegt derzeit auf deinem Nachttisch?

Keins. Aber ich habe mir gerade sehr viele neue Bücher von befreundeten Autoren gekauft und ich habe vor, sie alle zeitnah zu lesen. *Klopft auf Holz*

 

Was erwartet uns im zweiten Band der Reiter der Steppe-Reihe?

Ein neuer Stamm, neue Protagonisten und eine neue Gottheit. Ach und das Geheimnis um eine uralte Fehde. Mehr möchte ich lieber noch nicht verraten.

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Julia Lalena Stöcken, 1989 in Niedersachsen geboren, hat eine tiefe Leidenschaft für alles Vergangene und stöbert mit Vorliebe in Museen und alten Gemäuern. Die Begeisterung dafür hat sie ihrer Mutter zu verdanken, die ihr schon früh historische Romane nahegebracht hat – und der Wunsch, die Charaktere mögen nach ihrem Willen handeln, trieb sie dazu, selbst mit dem Schreiben anzufangen.

Die kleine Autorenfamilie über ihren weihnachtlichen Liebesroman

23112857_1519304104817465_1016295889_o[1]Worum geht es in eurem Buch Drei Dates mit Santa?

Die Übernahme des väterlichen Betriebs ist an sich schon eine große Sache, schließlich will man den Schlitten nicht im Schnee versenken. Wenn es sich dann jedoch um den Job von Santa Claus handelt und die Weihnachtsbriefe aus Deutschland unauffindbar sind, wird es wirklich kompliziert. Immerhin möchte CJ, als Weihnachtsmann auf Probe, keine Fehler machen. Da nützt es ihm auch nichts, dass Merry, die Oberelfe der Werkstatt, zum besorgten Kontrollfreak mutiert und Amor ihn als seinen nächsten Klienten ins Visier nimmt. Für die Liebe hat CJ im Vorweihnachtsstress wirklich keine Zeit … und Noelle, die Weihnachten mehr verabscheut als Schneematsch, ist ohnehin die vollkommen Falsche für ihn. Oder?

 

Wie kam es dazu, dass ihr vier zusammen ein Buch geschrieben habt?

Wir lieben uns schon sehr lange! Und als unsere Programmleiterin Steffi gefragt hat, ob wir Lust hätten, mal ein gemeinsames Projekt zu verfassen, waren wir vier so begeistert, dass wir innerhalb einer Skype-Sitzung das ganze Ding geplottet hatten. Damals lief es unter dem Titel HOT SANTA. Julia Lalena war am Anfang noch zurückhaltend, konnte sich dann jedoch super mit einem geflügelten Knaben in Windeln identifizieren. Sie sind quasi dieselbe Person.

Es hat schließlich auch überraschend gut geklappt, unsere verschiedenen Schreibstile aufeinander abzustimmen.

 

Wie kann man sich die Arbeitsaufteilung bei euch vorstellen?

Jeder von uns hat einen Charakter zugeteilt bekommen – und diesen geschrieben.  Bei Dialogen wurde live im Facebookchat geschrieben.

 

Wie würdet ihr CJ, Merry, Amor und Elly in jeweils 3 Wörtern beschreiben?

CJ: heiß-muskulös-attraktiv, spekulatiussüchtig, Autoritätsproblem

Merry: pflichtbewusst, rothaarig (oder auch teufelshaarig), nussknackervorfallgeschädigt

Amor: nicht-fett, Neuzeitkrieger, zielorientiert

Elly: weihnachts-hassend, spekulatiussüchtig, super-nett-zu-allen-die-sie-nerven(-nicht.)

 

Eure Lieblingszitate aus Drei Dates mit Santa?

Und Christy hasst euch dafür! – CJ

Ich bin kein Klischee, ich bin beständig! – Merry

Die Liebe ist ein knallhartes Geschäft, Püppchen.  – Amor

Ich fühle mich persönlich von Weihnachten angegriffen. – Elly

 

Wie versetzt ihr euch in weihnachtliche Stimmung?

Saskia: Mit Weihnachtssocken, mehr brauche ich gar nicht.

Julia Lalena: Ich bereite mich emotional schon ab meinem Geburtstag, der exakt sechs Monate vor Weihnachten liegt, auf Weihnachten vor. (Sie liebt Weihnachten sehr. Ihren Geburtstag übrigens auch.)

Marie: Mit Spekulatius … und Gin Tonic. (Marie wollte gegen diese Antwort vorgehen, wurde aber überstimmt. Da trinkt man einmal vor einer schwierigen Todesszene einen Gin und schon hat man den Ruf weg …)

Julia: Stollen backen Ende November.

 

Was war das schrecklichste Weihnachtsgeschenk, das ihr jemals bekommen habt?

Julia Lalena: Einen Dampfkochtopf von der Ex-Schwiegermutter in Spe – trotz deutlicher Ansage, dass sie Dampfkochtöpfe verachtet.

Julia: Es war so schlimm, ich habe es aus meiner Erinnerung gelöscht.

Saskia: Ein Französisch-Vokabelkasten von meiner Mutter, mit den Worten: „Saskia, damit du Weihnachten mal nicht nur Ramsch bekommst.“

Marie: Ich verweigere die Aussage. Meine Familie liest alles, was irgendwo über mich steht.

 

Kommt bei euch das Christkind oder der Weihnachtsmann an Heilig Abend?

Bei uns allen kommt der Weihnachtsmann – und Christy hasst uns dafür.

 

Welcher Film ist ein Muss zur Weihnachtszeit?

Der Grinch und seine lebenden Socken, weil sie einfach geil sind. (Julia)

Tatsächlich Liebe, wegen der Liebe und weil er einfach geil ist. (Saskia)

Das letzte Einhorn, weil Julia Lalena jedes Mal weinen muss. (Weil es einfach geil ist)

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Weil es einfach so oft läuft, dass man ihm nicht entkommen kann. Und er einfach geil ist. (Marie)

 

Was kommt bei euch an Heilig Abend auf den Tisch?

Marie: Raclette. Außer vor zwei Jahren. Da kam meine Mama plötzlich auf die Idee, Würstchen mit Kartoffelsalat zu machen. Tja. Das gab es übrigens nie wieder.

Julia: Bei uns kommen Rinderrouladen auf den Tisch.

SaskiaBei uns eigentlich Raclette, aber die letzten zwei Jahre habe ich Taccos durchgesetzt … weil das Raclettegerät immer so heiß ist …

Julia LalenaKartoffelsalat und Würstchen, weil das Tradition ist.

 

Lametta auf dem Weihnachtsbaum – ja oder nein?

Julia Lalena: Neeeeeeein!!

Julia: Welcher Baum?

Marie: Niemals!

Saskia: Wer macht das weg?

 

Last Christmas oder All I want for Christmas is you?

Wir haben lange diskutiert und einstimmig beschlossen: weder noch! Das Lied für die Festtage ist ab diesem Jahr California Love von 2Pac.

 

Schlitten fahren oder Eislaufen?

Wir verweigern eine Antwort. Wir wollen niemanden unserer Anhänger erzürnen. Wir wissen, wie hitzig die Diskussion bei diesem Thema ist.

 

Lebkuchen oder Plätzchen?

Julia sagt voller Überzeugung: Lebkuchen!, während Julia Lalena schreit: Nein, beides! *komisches Geräusch einfügen*

Saskia kichert, weil sie beides inhaliert wie Frischluft und Marie verachtete Lebkuchen aus tiefstem Herzen.

 

Und zu guter Letzt: Können wir uns auf weitere gemeinsame Projekte von euch freuen?

Wir haben da schon mal drüber gesprochen … (so ein- bis zweitausend Mal)

Das E-Book kaufen oder als Adventskalender abonnieren.

Vor etwas mehr als einem Jahr hat die kleine Autorenfamilie sich lesen und lieben gelernt. Unterschwellig war ein Gemeinschaftsprojekt schon immer ihr Traum, nur hat es nie jemand ausgesprochen. Da Weihnachten das Fest der Liebe ist – und die vier sich sehr lieben – war das Thema auch zügig gefunden. Die Rollen wurden nach wissenschaftlich akkuraten Kriterien verteilt:

Saskia war die Einzige, die eine annehmbar hohe Anzahl an Weihnachtssocken besaß, weshalb sie für die Rolle des Weihnachtsmannes wie geschaffen war.
Aufgrund der Vorliebe für archaische Krieger aus vergangenen Zeiten hatte Julia Lalena gar keine andere Wahl, als Amor zu verkörpern.
Marie hat zwar einen totalen Weihnachtsfimmel, wollte sich aber schon immer mal so richtig mit Saskia streiten, weshalb die Rolle der weihnachtshassenden Noelle auf sie fiel.
Und Merry, die Julias Denken über den wohlverdienten Ruhestand eins zu eins widerspiegelt, war für diese dann doch eine Herausforderung. Denn sie beide unterscheiden sich total in der Organisation und dem Umsetzen von Plänen.