Emma Finch über ihren spannenden neuen Roman


Worum geht es in deinem Buch
Die Spur der Kristalle?

In meinem Roman geht es um die junge Lehrerin Caitlyn Brown, deren Leben genauso normal erscheint wie ihr Nachname: Sie lebt in einer Kleinstadt im südenglischen Surrey zusammen mit ihrem Vater Richard, ihrem Bruder Henry und dessen Frau. Ihre Mutter starb zehn Jahre zuvor an Krebs.

Autorin Emma FinchObwohl es eine seltsame Häufung sonderbarer Ereignisse in den Sommerferien ist, erkennt sie zunächst keinen Zusammenhang zwischen der denkwürdigen Begegnung mit einem Mann im schwarzen Anzug, dem plötzlichen Todesfall mitten im Londoner Hyde Park und dem  Päckchen ohne Absender, das ihr während eines Kurztrips zugestellt wird.

Das ist natürlich nur der Anfang einer Reihe von Begebenheiten, die sie auf die walisische Insel Anglesey, ins Britische Museum, in den Snowdonia Nationalpark und ins Back Country führen. Außerdem hat nicht nur ihr neuer Chef Leichen im Keller, sondern auch ihr Pate, der Duke of Anglesey, hütet brisante Geheimnisse.
So dauert es eine Weile, bis sie die Teile wie Puzzlestücke zusammensetzt, und erkennt, dass nicht der Zufall und erst recht nicht sie selbst die Spielregeln bestimmen. Erst, als sie durch alte, in Sütterlin geschriebene Briefe mehr über das Schicksal ihrer deutschen Großmutter und deren Familie erfährt, begreift sie, dass sie Teil eines größeren Plans ist, der es in sich hat …

 

Was brachte dich auf die Idee zur Geschichte?

Als erstes gab es den „Mann im schwarzen Anzug“ in meinem Kopf, der auf einer belebten Straße mit einer Frau zusammenstößt. Irgendwie war mir klar, dass diese Begegnung kein Zufall ist, und da man als Autorin notorisch neugierig ist, habe ich die zwei sehr gründlich im Auge behalten.

 

Woher kommt deine Faszination für geheimnisvolle Geschichten?

Brief Konrad an Karo vergilbt - pingErbgut, nehme ich an. Meine Oma hat mir früher jedes Mal, wenn ich bei ihr übernachten durfte, spannende und manchmal auch unheimliche oder mysteriöse Geschichten erzählt. Sie wohnte im Wald und wenn wir abends in ihrem riesigen Bett mitten zwischen den dicken Federbetten lagen und draußen die Bäume rauschten, rutschte ich immer tiefer zwischen die Kissen. Aber wehe, sie hörte auf zu erzählen oder vertröstete mich, ich musste doch wissen, wie es weitergeht!

Irgendwann habe ich angefangen, mir selbst Geschichten zu den Geschichten auszudenken oder Geschichten weiterzuspinnen, die ich gelesen hatte. Bis ich begonnen habe, die dann auch aufzuschreiben hat es aber sehr lange gedauert, denn irgendwie war ich immer der Meinung, das machen nur andere.

Bis heute liebe ich Geschichten mit vielschichtigen Geheimnissen und Verwicklungen und interessanten Figuren.

 

Was war für dich die größte Herausforderung beim Schreiben?

Die größte Herausforderung war und ist jedes Mal aufs Neue, die Ideen zu der Geschichte, die sich ja wie im echten Leben mehrdimensional in Raum und Zeit abspielt, in eine sinnvolle Erzählreihenfolge zu bringen, die zwischen zwei Buchdeckel passt. Ideen neigen ja auch häufig dazu, nicht in passender Reihenfolge aufzutauchen, sodass man nicht nur ständig ein Auge auf die logischen Zusammenhänge haben, sondern den Plot auch flexibel anpassen muss. Meine LeserInnen möchten ja verstehen, worum es geht und nicht mit Fragezeichen im Gesicht dasitzen.

Außerdem finde ich manchmal schwierig zu entscheiden, was wirklich wichtig für die Geschichte ist und was man auslassen kann. Manche Szenen, die ich mir ausdenke, passen leider nicht wirklich zum Plot. Manchmal kann man sie umschreiben und trotzdem verwenden, andere sollten dann doch besser ausgelassen werden. Diese Entscheidung zu treffen ist gar nicht so leicht.

 

Hast du eine Fortsetzung geplant?

Die ist in Arbeit und erscheint Ende des Jahres. Ich kann die arme Caitlyn ja nicht einfach an der Klippe hängen lassen …

  

Welche der Schauplätze hast du schon selbst bereist?

In Südengland und London bin ich bereits gewesen und habe dort viele Inspirationen gefunden. Wales und Anglesey stehen in jedem Fall auch noch auf meiner Liste, doch leider hat meine Zeit bisher noch nicht dafür gereicht.

Pottenstein kenne ich auch, da ich in Franken lebe und dann kenne ich natürlich meine Heimatstadt Dortmund wie meine Westentasche.

Ach ja und nicht zu vergessen die Ysgol Glasmaris – die gibt es zwar nicht wirklich, aber wem das Kloster Maulbronn ein Begriff ist, der wird viele Gemeinsamkeiten entdecken. Auf meiner Homepage gibt es auch ein paar Bilder dazu.

 

Wie sahen deine Recherchen zum Roman aus?

Wie immer, wenn ich recherchiere, surfe ich zunächst mit unterschiedlichen Ideen kreuz und quer durchs Internet, lasse mich inspirieren und lese dann gezielt nach, was ich für geeignet halte.

Zu verschiedenen Themen suche ich mir natürlich auch Experten, denn Lesen alleine bildet zwar, aber ein guter Rat oder Hinweis sind Gold wert. So hat mir eine Kunsthistorikerin den Grundriss des Internats auf Grundlage der Klosteranlage in Maulbronn entworfen und mir außerdem eine wunderbare Ausstellung im Britischen Museum konzipiert, die genau zum Plot passt. Es hat viel Spaß gemacht, mit ihr Ideen-Ping-Pong zu spielen.

Tatsächlich beschreibe ich auch ein paar Dinge im Roman, die echt sind. Liese, die Kuh, beispielsweise und Prinz, der Spitz, die gab es wirklich und ebenso den tragischen Unfall der kleinen Elisabeth, die nur drei Jahre alt wurde. Außerdem habe ich die Erlebnisse verschiedener mir bekannter Personen als Impulse für Ereignisse und Figuren des Romans genommen.

Gründliche Recherche ist schließlich das Salz in der Buchstabensuppe eines Romans.

 

Mit welcher Figur aus Spur der Kristalle würdest du gern mal für einen Tag tauschen?

Oh je, das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, ich würde mit allen Hauptfiguren gerne einmal für einen Tag tauschen. Beinahe jede(r) von ihnen hat nämlich Geheimnisse, die sie selbst mir noch nicht verraten haben und die würde ich doch ganz gerne mal kennen.

Aber wenn ich mich nur für eine entscheiden sollte, dann wäre es Emrys, der Duke of Anglesey. Selbstverständlich kennt er die Queen persönlich und wer würde der nicht mal gerne einen informellen Besuch zum Cream tea abstatten? Scones, clotted cream und Erdbeermarmelade inklusive. Milk in first or tea in first?

 

Und mit welcher Figur würdest du auf keinen Fall tauschen wollen?

Spoiler! Daher nur so viel: Mit dem/den Antagonisten. Auf keinen Fall! Nicht mal für eine Minute.

 

Was hast du bisher veröffentlicht?

Neben rund einem Dutzend krimineller Kurzgeschichten habe ich unter meinem richtigen Namen Sabine Fink drei Regionalkrimis um die Erlanger Kommissarin Maria Ammon und ihre kölsche „Azubine“ Michelle Schmitz geschrieben.

In „Kainszeichen“, in dem Maria allerdings noch nicht die Hauptfigur ist, geht es um Bausünden, die den Bauleiter das Leben kosten, als er ihnen auf die Spur kommt. Als seine Verlobte zufällig auf Ungereimtheiten im Zusammenhang mit seinem Tod stößt, und die Bauunternehmer, ein Brüderpaar, damit konfrontiert, gerät sie selbst in Lebensgefahr.

Der Feind deines Feindes ist dein Freund – das ist das Motto von „Judasbrut“, in dem nicht nur die Erlanger Bergkirchweih in Gefahr ist. Maria und Michelle haben bei dieser Geschichte alle Hände voll zu tun, herauszufinden wer Feind und wer Freund ist – und wer Verräter.

In „Dreikampf“ wird der Triathlon im fränkischen Roth von Todesfällen überschattet, bei deren Aufklärung Maria nicht nur ziemlich langen Atem beweisen muss, sondern selbst auf eine Weise involviert wird, die ihr ziemlich an die Substanz geht.

  

Welches Buch liest du gerade?

Ich lese gerade den Thriller „City of endless night“ aus der Agent-Pendergast-Reihe des amerikanischen Autorenduos Douglas Preston und Lincoln Child.

Da ich mich nie mit dem Genre beschäftigen kann, in dem ich auch schreibe, halte ich mich wieder einmal im literarischen Ausland auf.

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Emma Finch wurde Ende der 60er am Rande des Ruhrgebiets geboren. Bereits in der Schule schlüpfte sie gern in andere Rollen, doch anstatt Theater spielt sie seit einigen Jahren mit den Figuren in ihrem Kopf. Während ausgedehnter Wanderungen vermischt sie Realität und Fiktion zu spannenden Plots und würzt sie mit einem Schuss Romantik. Beruf und Freizeit führten sie schon kreuz und quer durch die Weltgeschichte.
Besonders gern lässt sich sich von der wildromantischen Landschaft des Vereinigen Königreichs inspirieren. Wenn sie nicht auf Reisen ist, lebt sie mit Familie und Hund in Mittelfranken und schreibt unter ihrem richtigen Namen Sabine Fink Regionalkrimis um die Erlanger Kommissarin Maria Ammon und mörderische Kurzgeschichten.

Dorothea Stiller über ihren neuen Liebesroman

Dorothea Stiller AutorinWorum geht es in deinem Buch Lehrstunden des Herzens?

Es geht um eine junge Frau, die in einer Welt voll rigider sozialer Regeln und Zwänge ihren Weg geht und um ihr persönliches Glück und ihre Liebe kämpft.
Durch einen schweren Schicksalsschlag sehen Clara und ihre Schwester sich von der Mittellosigkeit bedroht und sollen möglichst schnell unter die Haube gebracht werden. Als eine Verwandte die beiden Mädchen den Brüdern Sir Nicholas und Captain Laurence Harding vorstellt, geraten die beiden Schwestern zwischen die Fronten in einem intriganten Spiel.

So kommt es, dass Clara zum wiederholten Male einen Heiratsantrag ablehnt und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen muss, indem sie auf Lynham Hall als Gouvernante für die Töchter des Earls of Wiltmore arbeitet. Doch ihr Leben verkompliziert sich noch weiter, als sie im Garten des Anwesens wortwörtlich über einen attraktiven Fremden stolpert.

Was hat dich zu dieser Liebesgeschichte bewegt?

Ich habe Anglistik und Germanistik studiert und schon im Studium haben die Romane von Jane Austen und die Zeit der Regentschaft im England des beginnenden neunzehnten Jahrhunderts einen großen Reiz auf mich ausgeübt. Sense and Sensibility (Sinn und Sinnlichkeit) habe ich gelesen, als ich ein Jahr als Assistant Teacher in England verbracht habe. Es war eines von vielen Büchern, das im Bücherschrank in meinem Zimmer im Haus der Gastfamilie stand. Die habe ich nach und nach alle verschlungen. Und dann noch der unvergessene Alan Rickman als Colonel Brandon in der Verfilmung von Ang Lee mit Emma Thompson, Kate Winslet und Hugh Grant … da war es um mich geschehen.
Mich fasziniert diese Zeit, da sie eine Zeit der schnellen Wandlung und Entwicklungen ist. Zwar geprägt durch strenge gesellschaftliche Normen und Zwänge, doch begriffen im Aufbruch in die Moderne. Eine Zeit, in der Frauen nicht viel zu lachen hatten, doch in der sich auch langsam die Frauenbewegung entwickelte. Und natürlich auf der anderen Seite auch eine Zeit der Galanterie, ohne moderne Technik und die Hektik, die wir heute kennen. Für mich – ebenso wie die viktorianische Ära – eine faszinierende geschichtliche Epoche. Schon lange wollte ich einen Roman schreiben, der in dieser Zeit spielt, und habe mich dann einfach mal getraut und mir etwas überlegt, wobei ich mich an klassischen Vorbildern orientiert habe.

Wie lange hat die Arbeit an dem Roman gedauert?

So etwa drei Monate. So genau kann ich das immer gar nicht sagen, weil ich oft an mehreren Projekten gleichzeitig arbeite.

AutorenkatzeHast du ein besonderes Schreib-Ritual?

Wenn ich diszipliniert bin, stehe ich morgens früh auf, mache Frühstück für die Kids, schmiere das Schulbrot für den Großen und schreibe dann ein wenig. Dann gehe ich laufen und wenn die Kinder aus dem Haus sind, setze ich mich mit dem Laptop an den Esstisch und schreibe.
Jetzt durfte ich längere Zeit keinen Sport machen und bin erstmal aus dem Tritt. Da muss ich mich mal wieder am Riemen reißen, um wieder in die Routine zu kommen. Da bekommt man nämlich mehr geschafft.
Was für mich dazugehört, ist immer ein schönes heißes Getränk, meistens Kaffee, aber auch gerne Tee aus einer meiner zahlreichen Tassen.

 Wie sieht dein Schreibtisch aus, wenn du gerade mitten in der Arbeit an einem Manuskript steckst?

 Ich schreibe am Laptop und sitze dann im Wohnzimmer an unserem Esstisch. Da ist es dann meistens eher chaotisch. Ich versuche, mich öfter dazu zu bringen, im eigentlichen Arbeitszimmer zu schreiben und dann auch auf den großen Bildschirm umzustellen, aber da ist der innere Schweinehund meistens stärker. Oft sitze ich auch auf dem Sofa mit dem Laptop auf den Knien.

 Gibt es reale Vorbilder für deine Figuren?

In diesem Falle nicht. Allerdings suche ich mir zu den Hauptfiguren meistens Fotos heraus, damit ich eine genauere Vorstellung von ihrem Aussehen habe.

Was ist die größte Stärke von Clara, deiner Hauptfigur?

 Ich denke, ihre Intelligenz und ihre Integrität. Sie ist gebildet und literarisch interessiert. Sie lässt sich nicht so schnell zu etwas bewegen, das gegen ihre Überzeugungen spricht. Lieber nimmt sie Schwierigkeiten und Umwege in Kauf.

Und was ist ihre größte Schwäche?

 Sie versucht, es allen recht zu machen und gerät dabei zwischen die Fronten. Und natürlich funkt ihr auch das dumme Herz immer wieder dazwischen und sie tut der Liebe willen Dinge, die vielleicht nicht gerade opportun oder vernünftig sind.

 Der Roman spielt im England des frühen 19. Jahrhunderts. Wie hast du dich beim Schreiben in diese Zeit versetzt?

Dorothea Stiller im InterviewIch habe viel aus der Zeit und über die Zeit gelesen und recherchiert. Und wie gesagt habe ich mich mit Regency und viktorianischer Zeit auch schon im Studium auseinandergesetzt. Ich muss immer aufpassen, dass ich mich bei der Recherche nicht verzettle, denn man kann so viel Interessantes lesen – zum Beispiel über die spannende Frage: „Was haben die gemacht, wenn sie bei einer Abendgesellschaft mal aufs Klo mussten?“ oder „Welche Spiele haben Kinder zu der Zeit gespielt?“ und so weiter.

Würdest du selbst gern einmal ins 19. Jahrhundert zurückreisen?

 Ja. Aber nur, wenn ich wieder in meine eigene Zeit zurückreisen könnte. Unter den gesellschaftlichen Bedingungen als Frau zu leben würde mich frustrieren.

Wie sehr haben die Klassiker von Jane Austen dich beim Schreiben geprägt?

 Ich habe alle gelesen und/oder als Verfilmung gesehen. Beim Schreiben habe ich mich daran orientiert, aber versucht, eine modernere Erzählweise zu verwenden. Jane Austens auktoriale Erzählweise, bei der sie die gesellschaftlichen Gepflogenheiten so herrlich ironisch kommentiert, kann ich natürlich nicht imitieren, also versuche ich es gar nicht erst. Beim Erzählen bin ich also näher an den Personen geblieben und habe alles aus Claras Perspektive betrachtet.

Ist eine Fortsetzung geplant?

 Jain. Derzeit arbeite ich an einem zweiten Regency-Roman (und ein dritter ist geplant), allerdings ist es nicht direkt eine Fortsetzung. Die neue Geschichte spielt drei Jahre nach Lehrstunden des Herzens. Die Leser werden Lady Beresford wiederbegegnen. Doch die muss in dieser Geschichte nicht nur ein junges Mädchen möglichst erfolgreich unter die Haube bringen, sondern wird dabei noch zur unfreiwilligen Ermittlerin in einem verzwickten Mordfall. Es ist also keine direkte Fortsetzung, sondern eher ein Spin-Off.

 Was hast du bisher veröffentlicht?

Ich habe bisher drei zeitgenössische Liebesromane veröffentlicht, die wohl am ehesten unter den Begriff „Chicklit“ passen – also humorvolle und romatische Geschichten aus dem Alltagswahnsinn einer Frau.
(Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno, Einmal, keinmal, immer wieder und Love on Air – Verliebt in London – alle erschienen bei Forever by Ullstein). Außerdem habe ich einen Kurzroman geschrieben, der auf der Isle of Mull spielt und eine Mischung aus Mystery und Liebesgeschichte ist (Das Geheimnis der schottischen Insel – Kindle Singles).
Unter meinem offenen Pseudonym Katharina Stiller schreibe ich für Kinder und Jugendliche. Mein Roman Schicksal, Traumprinz und das große Glück ist im Frühjahr 2017 bei Kosmos erschienen. Meine England-Geschichte Herzschmerz und Pommes Frites mit Essig habe ich 2016 im Selfpublishing veröffentlicht und weitere Projekte sind in der Pipeline.

Was und wo ich unter meinem geschlossenen Pseudonym schreibe, das verrate ich natürlich nicht. 😉

 

Das E-Book kaufen.

Dorothea Stiller machte ihre ersten schriftstellerischen Gehversuche mit Kurzgeschichten und Fan-Fiction. Ihr Debütroman Conny und die Sache mit dem Hausfrauenporno, eine romantische Komödie erschien 2014 bei Forever by Ullstein. Es folgten weitere romantische Komödien sowie ein Jugendbuch für Mädchen im Kosmos-Verlag. Ihre große Liebe gilt der englischen Sprache und Literatur. Seit über 25 Jahren beschäftigt sich die Autorin auch mit Tarot und seinen vielfältigen Anwendungen, speziell für kreative Prozesse. Am liebsten schreibt die Westfälin bei einer schönen Tasse Kaffee. Deswegen hat sie einen kleinen Tassen-Tick und hat einige hübsche oder originelle Exemplare angesammelt.

Was ist Kindle Unlimited?

Ein Titel, der bei Kindle Unlimited (KU) gemeldet ist, wird 90 Tage bei Amazon exklusiv angeboten und ist dadurch in anderen Shops nicht als E-Book verfügbar. Weiterhin überall verfügbar bleibt jedoch die dazugehörige Taschenbuchausgabe.

Nach 90 Tagen kann der E-Book-Titel wieder regulär in allen Shops verfügbar gemacht werden oder für den gleichen Zeitraum erneut bei Kindle Unlimited gemeldet werden.

Warum nutzen wir KU?

Grundsätzlich bespielen wir alle wichtigen Verkaufskanäle für E-Books, nutzen Kindle Unlimited jedoch als wichtiges Marketinginstrument. Mit KU haben wir die Möglichkeit, Titel effektiv auf einen höheren Verkaufsrang zu heben und neue Leserzielgruppen zu erschließen.

Leser, die ein Abonnement für KU haben, können Titel, die dort gemeldet sind, als Teil ihres Abos lesen. Die Anzahl der gelesenen Seiten fließt dabei in das Ranking eines E-Books mit ein.

Ein bei KU gemeldeter Titel hat bei gleichem Absatz pro Tag einen um ca. Faktor vier höheren Rangplatz als ein Titel, der nicht bei KU verfügbar ist. Das bedeutet mehr Sichtbarkeit für das E-Book! Aus unserer Erfahrung wird der Absatz von gekauften Exemplaren eines Titels durch KU nicht kannibalisiert.

Wir wägen im Vorfeld ab, ob ein Titel auch ohne Kindle Unlimited eine hohe Sichtbarkeit erreichen wird und KU daher nicht benötigt, damit nur diejenigen Titel bei KU gemeldet werden, die tatsächlich davon profitieren. Auch ist entscheidend, ob ein Titel die meist weibliche, junge Zielgruppe der KU-Leser anspricht und so im Rangplatz erfolgreich nach oben klettern kann.

KU zeigt außerdem anhand der gelesenen Seiten je Titel relativ deutlich auf, wie intensiv das tatsächliche Leseverhalten bei einem Werk ist und ob die KU-Kunden beim Lesen „dran bleiben“.

Nach einer solchen 90-tägigen Exklusivität bei Kindle Unlimited kann man mit dem Titel dann auch bei den weiteren Vertriebskanälen wie iBooks, Thalia & Co. optimal durchstarten.

Der dp-Autorenfragebogen

Mit dem Autorenfragenbogen erfragen wir die wichtigsten übergreifenden Stichworte und Themen für die Metadaten beim Autor. Diese Metadaten sind essentiell, um ein E-Book in unserer Produktdatenbank anzulegen, damit es von dort den Handelskanälen angeboten werden kann, aber auch originäre Sichtbarkeit in den Digital-Shops erhält.

Kurzvita und eine ausführlichere Vita:
Beides ist auf unserer Hompage wiederzufinden. Auf der Produktseite eines E-Books wird rechts neben dem Buch auch immer kurz der Autor vorgestellt (die Kurzvita). Möchte man mehr über den Autor erfahren, gelangt man darüber oder auch über den Reiter Autoren zu der ausführlichen Vita des Autors.
Außerdem sind die Viten auch immer Bestandteil des E-Books und auch der Produktbeschreibung in den verschiedenen Shops.

Autorenfoto:
Damit die Leser zur Vita auch ein Gesicht bekommen, wird in dem Fragebogen darum gebeten, ein Autoren-Porträt mitzusenden. Wie dieses auf unserer Homepage eingebunden wird, kann man sich auf unserer dp-Autorenseite anschauen.
Das Foto sollte eine gute Auflösung haben. Um das Format und die Farbe kümmern wir uns dann.

Klappentext:
Jeder Autor ist für seine Geschichte der Experte und auch ein Experte im Schreiben. Auch wenn wir den Inhalt aus dem Exposé und über das An- und Querlesen des Manuskriptes kennen, kann der Autor die Kernbotschaft und die Inhalte am besten kurz in einem Klappentext oder auch Kurzexposé zusammenfassen.
Diese Zusammenfassung dient uns dann als Vorlage für den finalen Klappen- und auch Verkaufstext. Diese finden sich im Buch, aber auch in allen Shops und auf unserer Homepage wieder.

Wurde das Manuskript bereits veröffentlicht:
Die genauen Daten dazu müssen uns vorliegen, damit wir im Impressum darauf hinweisen können wann, wo und unter welchen Titel das E-Book bereits erschienen ist.

Vergleichstitel und Vergleichsautoren:
Hier geht es nicht darum, sich direkt mit einem Autor zu vergleichen. Vielmehr geht es darum, ein Gefühl dafür zu bekommen und herausfinden, welche bereits bestehende Leserzielgruppe man auf das neue Werk konzentrieren möchte. Denn nur so können wir ein Werk an die passenden Leser bringen und sichtbar machen. Aus diesem Grund ist dieses Feld mit das wichtigste für uns.
Auch hier ist uns das Wissen des Autors wieder enorm wichtig. Denn er kennt seinem Gesichte am besten und hat sich lange mit dem Thema und dem Genre auseinandergesetzt, ist vielleicht sogar selbst die Zielgruppe und liest sein eigenes Genre.

Um Vergleichstitel und -autoren zu finden, hilft es sich folgende Fragen zu stellen:
1. Neben welchen ähnlichen/passenden Büchern würde mein Buch in einem digitalen oder echten Bücherregal stehen?
2. Welchen Lesern oder Fans von einem Genre/Thema würde ich mein Buch empfehlen?
3. Mein Buch/Meine Genre würde auch Lesern gefallen, die xy (=Vergleichstitel) gerne lesen?

Online-Präsenz:
Hier möchten wir wissen, ob der Autor online aktiv ist, sich mit den Sozialen Medien und Plattformen auskennt und sich dort bewegt. Natürlich haben die Sozialen Medien sowohl gute als auch schlechte Seiten, aber in Bezug auf das Schreiben und Publizieren überwiegen eindeutig die Vorteile. Allein die Möglichkeit, Verbindung zu anderen Schriftstellern, Lesern, interessanten Menschen zu bekommen, zu halten und sich eine Leserschaft/Fans/eine Community aufzubauen, die alles über den Autor wissen und über alles Neue auf dem Laufenden gehalten werden möchte, ist eine wunderbare Form des digitalen Networkings.
Natürlich bespielen wir auch alle unserer Kontakte, wenn ein neues Werk erscheint. Aber der Effekt potenziert sich natürlich, wenn sich der Autor und der Verlag gegenseitig befruchten können.