Schwarze Ritter küsst man nicht – oder doch? 17. Juli 2017

Stuttgart, Juli 2017. Es ist die Erfüllung eines Kindheitstraumes und hat viele Jahre gedauert – nicht zuletzt aufgrund des Umfangs: Schwarze Ritter küsst man nicht und Schwarze Ritter küsst man doch haben zusammen immerhin 540 Seiten. Im Vorfeld fielen auch umfangreiche Recherchearbeiten an, Susanne Keil ist sehr genau. Sie wollte Hadelindes Stimme finden, dem Lebensgefühl einer Frau in ihrer Zeit auf die Spur kommen und aus diesem so überhaupt nicht emanzipierten weiblichen Wesen eben das machen, was man heute eine liebenswerte Chaotin nennen würde.

Letzteres stellte die größte Herausforderung dar und bringt eine etwas andere Sicht auf das tatsächlich oft eher unromantische Mittelalter mit sich: Hadelinde, Susanne Keils Protagonistin in Schwarze Ritter küsst man nicht und Schwarze Ritter küsst man doch, erzählt ihre eigene Geschichte mit einem Augenzwinkern. Wie ist das so, als Knappe dem „schwarzen“ Ritter Jérôme de Montdragon zu dienen? Einerseits ist Hadelinde dabei ganz ein Kind ihrer Zeit: Die Männerrolle, in die sie hineinrutscht, ist ihr gar nicht geheuer und Jérômes angeblich so verdorbene Seele zu retten, sieht sie als ihre heilige Pflicht an. Andererseits ist sie vor allem eines: Bis über beide Ohren verliebt. Da Liebe bekanntlich blind macht – und zwar im zwölften Jahrhundert nicht weniger als in unserer heutigen Zeit – deutet sie die Zeichen von Jérômes Zuneigung gerne einmal falsch. Der Leser ist über dessen Gefühle oft besser im Bilde ist als sie selbst. Stattdessen glaubt Hadelinde seinen Beteuerungen. Er sagt doch selbst, dass er von Frauen ein für alle Mal genug hat …

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