Interview Autorin Sophie L. Gellar im Interview

Worum geht es in deinem Buch Der kleine Buchladen zum Verlieben?

Die alleinerziehende Grace verlässt mit ihrer Tochter das hektische London, da sie überraschend den Buchladen ihres Onkels erbt und landet so in dem verschlafenen Städtchen Glenessie in Schottland. Dort angekommen, muss sie sich einigen Herausforderungen stellen – unter anderem auch dem wortkargen, mürrischen Schotten Keir. Die beiden sind sich zu Beginn nicht unbedingt sympathisch, aber wie sagt man so schön? Gegensätze ziehen sich an. Und so verliert Grace immer mehr ihr Herz in Schottland – und an Keir …

Wie kamst du auf die Idee für deinen Liebesroman?

Ich wollte schon immer mal eine Geschichte schreiben, die in Schottland spielt und was gibt es Schöneres, als das mit Büchern zu verbinden?

Die Protagonistin sucht einen Neuanfang in den Highlands – welchen Bezug hast du selbst zu Schottland?

Als ich vor einigen Jahren das erste Mal Outlander geschaut habe, entfachte meine Liebe zu diesem Land und hält bis heute an. Seitdem träume ich von einem Roadtrip durch die schottischen Highlands und kann nicht genug davon bekommen, in Tagträumen zu schwelgen.

Wie würdest du Grace und Keir in je einem Satz beschreiben?

Grace ist ziemlich taff, nicht auf den Mund gefallen und redet manchmal schneller, als sie denken kann, aber auch in ihr steckt eine verletzliche Seite.
Dahingegen ist Keir eher verschlossen und ein kleiner Eigenbrötler, obwohl er auch ziemlich lustig sein kann – wenn er will.

Hast du auch selbst schon mit dem Gedanken gespielt, woanders neu zu beginnen? Wohin würde es dich ziehen?

Tatsächlich hatte ich schon als Jugendliche den Wunsch, irgendwann in die große weite Welt hinauszuziehen. Und wie es der Zufall so wollte, hat mich die Liebe knapp 600 km weit weg in die Hauptstadt gezogen. Für mich als Dorfkind ist Berlin nach wie vor ein großes Abenteuer.

Schreibst du gerade an einem neuen Buch? Möchtest du uns etwas darüber verraten?

Ich bin eigentlich ständig am Schreiben! Zurzeit arbeite ich – mal wieder, weil ich es nicht sein lassen kann – an mehreren Projekten. Wie immer geht es darin in allen um die Liebe: die erste große Liebe, eine verloren geglaubte Liebe und um all die verrückten Dinge, die sie mit uns anstellt.

Wie sieht dein Autorenalltag aus?

Da ich tagsüber mit der Uni beschäftigt bin, schreibe ich meistens abends und das oft bis in die Nacht hinein. Inspiration finde ich auf Pinterest und die wildesten Ideen überfallen mich, wenn ich schlaflos bin.

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Dann stecke meine Nase in Bücher, bingewatche eine Serie auf Netflix oder verliere mich in der virtuellen Welt von Sims 4.

Hast du eine Buchempfehlung für uns?

Nur eine? Puh, das wird schwer! Aber okay, wenn ich nur eines auswählen darf, dann Die Träne der Zauberschen von Ian Cushing. Ein, wie ich finde, begnadetes Werk eines begnadeten Autors, das sich keiner entgehen lassen sollte.