Interview Marion Minks im Autoreninterview zu ihrem Cosy Krimi

Worum geht es in deinem Buch Eine Leiche zum Kaffee?

Neben der Aufklärung dieses unverhofften Todesfalles ist das Thema meines Romans der Konflikt zwischen Einzelinteressen und denen des Gemeinwohls und in welcher Weise diese unterschiedlichen Interessen vorgetragen werden.
Konkret geht es darum, dass mein Mordopfer Heribert Heimerle eine Bürgerinitiative gründet, um seine privaten Anliegen durchzusetzen.

Wie kamst du auf die Idee für den Krimi?

Die Idee zu diesem Roman gehört zu jenen, die mich manchmal während der morgendlichen Zeitungslektüre überkommen.

 

Karte von Sommerstorf
Karte von Sommerstorf

Was ist Sommerstorf für ein Ort? Kannst du etwas über seine Einwohner erzählen?

Sommerstorf ist ein fiktiver Ort zwischen Lüneburg und Elbe. Er gehört zur ebenfalls fiktiven Samtgemeinde Moorheide. Die meisten Menschen, die dort wohnen sind in dieser Region verwurzelt, einige sind auch miteinander verwandt und verschwägert. Man kennt sich und ist in verschiedenen Vereinen aktiv, im Dorfverein, der Feuerwehr, dem Angelverein und auch im Kirchenchor. Alles in allem ist Sommerstorf ein beschaulicher Ort, wo die Welt noch in Ordnung ist – abgesehen von dem einen oder anderen Mord.

Beschreibe deine Protagonistin Agnes Plietsch in drei Sätzen:

Ihr Name ist Programm! Agnes ist den Menschen zugewandt und mitfühlend. Außerdem ist sie sehr neugierig, charmant – wie Enno Fritjoff findet – und oftmals auch hartnäckig.

Ein typischer Spruch, den sie sagen würde:

„Ich koche uns jetzt erst mal einen Kaffee und dann reden wir.“

Wie entstehen deine Protagonisten? Gibt es reale Vorbilder, z.B. Menschen, die du kennst?

Es sind nie reale Personen, die ich beschreibe. Aber natürlich spiegeln meine Figuren Charakterzüge realer Menschen wider.

Was macht aus Agnes und Enno so gute Ermittler?

Agnes ist mit ihrer unkonventionellen Herangehensweise die perfekte Ergänzung zu Enno, dem erfahrenen Kriminalbeamten. Sie liebt es unter anderem, Suggestivfragen zu stellen.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wie alle Kinder liebte ich Abenteuer- und Gespenstergeschichten. Irgendwann begann ich, meine Ideen in ein Heft zu schreiben und Bilder dazu zu malen. Den Wunsch, Schriftstellerin zu werden hatte ich damals noch nicht.
Erst als ich Mutter wurde, entdeckte ich wieder, welches Vergnügen es mir bereitet, Geschichten zu erfinden. Immer wieder musste ich meinem Erstgeborenen Abenteuer erzählen die ich mir für ihn ausgedacht hatte – bis ich eines Tages von ihm den Auftrag bekam, die Geschichten aufzuschreiben.

Marion Minks Interview
Mein Arbeitsplatz

Hast du einen Tipp für Debütautoren?

Steht zu euren Ideen, doch nehmt auch Kritik und Ratschläge an. Niemand ist perfekt, doch jeder kann sich verbessern.

Hast du ein bestimmtes Schreibritual?

Ich koche mir Kaffe (morgens) oder Tee (nachmittags), breite meine handschriftlichen Notizen aus und schalte meinen Laptop an.

Zu guter Letzt: Hast du eine Buchempfehlung für uns?

Bei der Vielzahl an Büchern und auch Neuerscheinungen ist es schwierig, Empfehlungen auszusprechen. Es gibt so viele wunderbare, ergreifende und spannende Romane! Ich selber bin seit vielen Jahren eine große Bewunderin von Ruth Rendell, P.D. James, Dorothy Lee Sayers und auch Agatha Christie.
Außerdem habe ich eine Schwäche für Sherlock Holmes.