Interview Liebesroman-Autorin Katie M. Bennett im Gespräch

Worum geht es in deinem Buch Lavendelblaue Sehnsucht?

Nach der Trennung von ihrem Verlobten und Verlust ihres Jobs als Immobilienmaklerin steht Nilas Leben Kopf. Zum Trennungsschmerz kommen finanzielle Sorgen und die Gedanken, wie es beruflich weiter gehen soll. Da scheint das Angebot der exzentrischen Renée Durand ein Geschenk des Himmels zu sein: Nila soll die alte Dame zum Familienbesitz in die Provence begleiten und dessen Verkauf regeln. In Frankreich angekommen verliebt Nila sich auf der Stelle in das charmante alte Landhaus und es klopft zart ein längst vergessener Traum an. Das eigene Hotel am Meer, für den sich das Objekt bestens eignen würde … Als dann noch Vincent, Madame Durands charismatischer Sohn, auftaucht und sich strikt gegen den Verkauf des Hauses stellt, ist Nila nicht mehr sicher, ob der Auftrag tatsächlich ein Geschenk des Himmels bedeutet oder pures Chaos. Zwischen tragischen Familiengeheimnissen, duftenden Lavendelfeldern und dem zauberhaften Blick aufs Meer wächst Nilas Wunsch nach dem für sie richtigen Leben.

Welchen Bezug hast du zu Frankreich? Wieso hast du dir die Provence als Kulisse ausgesucht?

Ich liebe Frankreich und war schon viele Male dort. Gerade in der momentan schwierigen Zeit war ich froh, zumindest gedanklich dorthin reisen zu dürfen.

Beschreibe Nila und Vincent in jeweils einem Satz:

Nila ist eine eher zarte Seele, die sich durchaus verunsichern lässt, aber wenn es darauf ankommt, entschlossen ihren Weg geht.
Vincent ist charismatisch, als Star-Pianist erfolgreich und eine gewisse Melancholie versteckt er gerne hinter Arroganz.

Wenn dein Liebesroman verfilmt werden würde, wen würdest du für die beiden Rollen besetzen?

Der junge Alain Delon wäre die absolut perfekte Besetzung für Vincent. Ich müsste mich also auf die Suche nach einem Schauspieler machen, der ihm sehr ähnlich sieht …
Emma Stone könnte ich mir gut als Nila vorstellen.

Nilas Traum ist ein kleines Hotel am Meer. Könntest du dir auch vorstellen, in Südfrankreich zu leben?

Ja, absolut!

Was inspiriert dich? Wo sammelst du die Ideen für deine Romane?

Tja, das kann ich gar nicht so genau sagen … Die Geschichten tauchen meist 'aus dem Nichts' auf und fordern vehement, geschrieben zu werden. Manchmal entscheide ich vorab bewusst, wie zum Beispiel bei Lavendelblaue Sehnsucht, dass ich Lust habe, einen Südfrankfreich-Roman zu schreiben. Meist brauche ich dann nicht lange warten, bis die passende Geschichte Gestalt annimmt. Das tut sie dann bei allen möglichen Alltagssituationen wie Kochen, Haareföhnen oder beim Spazierengehen.

Wie sieht deine Schreibroutine aus? Und welche Projekte planst du für die Zukunft?

Beim Wort Schreibroutine muss ich direkt lachen, weil ich mir bei jedem neuen Projekt fest vornehme, eine zu entwickeln. Was soll ich sagen, ich scheitere jedes Mal grandios. Aber irgendwie schaffe ich es dann doch rechtzeitig vor Abgabetermin das Wort ENDE zu schreiben.

Das nächste Projekt, das bereits ein Zuhause bei einem Verlag gefunden hat, ist ein Hundekrimi.
Zwei weitere Projekte sind bereits als fertige Idee vorhanden und werden in naher Zukunft sicher umgesetzt werden. Auf das erste freue ich mich besonders, da die Geschichte wieder in der Provence angesiedelt ist. Der andere Roman spielt an der südenglischen Küste und ich verrate nur, dass ein altes Familiengeheimnis und die Liebe eine tragende Rolle einnehmen werden.

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Ich bin gerne mit meinen Hunden in der Natur unterwegs, lese sehr gerne – auch wenn mir inzwischen oft die Zeit dafür fehlt – und genieße Treffen mit Freunden und unserer großen Familie.

Liest du selbst gerne Liebesromane? Hast du einen Buchtipp für uns?

Ich lese vieles querbeet, aber gerne auch zwischendurch Liebesromane. Bücher von Jojo Moyes und Nora Roberts lohnen sich immer, finde ich.