Interview Joe Black im Autoreninterview zu Babylons Vermächtnis

Worum geht es in deinem Buch Babylons Vermächtnis?

In erster Linie geht es in dem Roman um eine uralte geheime Botschaft. Der Unterwasserarchäologe Konstantin und die Schriftexpertin Ilana sind durch den Fund einer Münzprägung einem uralten Mysterium auf der Spur. Doch dann passiert Schreckliches. Während einer Forschungsreise gerät Ilana in Aleppo in die Wirren des ausbrechenden Bürgerkrieges. Ihr Leben steht auf dem Spiel. Konstantin setzt alle Hebel in Bewegung, um sie aus den Klauen des Krieges zu befreien.

Zugleich folgt Konstantin den versteckten Hinweisen auf den Münzen und bringt sich somit selbst in Gefahr. Antiquitätenschmuggler und Gralsforscher sind ebenfalls an der Lösung des Rätsels interessiert und schrecken auch vor Gräueltaten nicht zurück. Babylons Vermächtnis ist ein Thriller, in dem es um Entdeckungsgeist und Abenteuer, Verzweiflung und Hoffnung, Leid und Glück, Gier und Selbstlosigkeit Liebe und menschliche Abgründe geht.

Dein Abenteuerthriller spielt in Alexandria, Ägypten. Welchen Bezug hast du zu diesem Ort?

Alexandria war in der Spätantike ein wichtiges kosmopolitisches Zentrum für Religion, Kultur und Wissenschaft. Die Stadt beherbergte die größte Bibliothek der Antike und war ein Symbol für Toleranz. Hierhin kamen Gelehrte, um die Naturwissenschaften zu studieren. Alexandria war sozusagen das Silicon Valley der damaligen Zeit. Das hat mich schon seit meiner Kindheit inspiriert.

Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Paläografin und einen Unterwasserarchäologen als Protagonisten zu wählen.

Der Roman verbindet Mysterien der Vergangenheit mit Ereignissen der Gegenwart. Ein Teil dieser Geheimnisse ist bereits in den Fluten des Mittelmeeres versunken. Wer sonst kann diese Rätsel besser lösen als ein Unterwasserarchäologe und eine Paläografin, die die alten Sprachen versteht?

Wie viel von deiner eigenen Erfahrung ist in den Roman eingeflossen?

Ich habe mich immer schon sehr intensiv mit der Geschichte, der Religion und der Kultur des Mittelmeerraumes befasst. Viele der gewonnenen Erkenntnisse bilden das Fundament dieses Romans.

Kannst du Ilana Shaik und Konstantin Nikolaidis in jeweils einem Satz beschreiben?

Die Paläografin Ilana aus Jerusalem ist eine starke Persönlichkeit und eine Kämpferin, die kein Risiko scheut, um ihre Ziele zu erreichen.

Der Unterwasserarchäologe Konstantin ist charmant, selbstbewusst und abenteuerlustig.

Wie würdest du die Dynamik zwischen den beiden beschreiben?

Es ist eine gegenseitige Bewunderung, die in Liebe mit Hindernissen umschlägt.

Konstantin Nikolaidis findet in einer versunkenen Ruine Münzen aus der Templerzeit. Musstest du hierfür viel recherchieren?

Die Recherche für den Roman erstreckte sich über insgesamt drei Jahre.

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Ich gehe einem Beruf nach. In der restlichen Zeit bin ich gerne im Freien, gehe spazieren und treibe Sport.

Liest du selbst gern Abenteuerthriller? Hast du eine Buchempfehlung für uns?

Ja sehr gerne. Zuletzt habe ich Pharaoh Key - Tödliche Wüste von Douglas Preston und Lincoln Child gelesen; sehr spannend.