Interview Jana Schikorra im Autor:inneninterview zu Musentod

Worum geht es in Musentod?

Um einen Ermittler und eine Literaturprofessorin, die unabhängig voneinander eine grauenvolle Verbrechensserie aufzuklären versuchen. Und um einen Mörder, der erst Ruhe gibt, wenn er seine wahre Muse gefunden hat…

Wie kamst du auf die Idee Berlin, Mord und klassische Literatur in einem Krimi zu vereinen?

Wie die meisten meiner Ideen war auch diese plötzlich da – sie kommen wirklich aus dem Nichts. Ich wusste nur, ich will einen Krimi schreiben, und dann hatte ich den Plot auch schon vor Augen. Da ich meine Liebe zur klassischen Literatur gern in meine Bücher einfließen lasse, kam eins zum anderen. In Berlin habe ich übrigens mal gewohnt. Für ein Jahr nur, aber dennoch lang genug, um aus vollem Herzen sagen zu können, dass diese Stadt einfach großartig ist.

Wie sah die Recherchearbeit aus?

Ich habe mir Dokumentationen angesehen, wissenschaftliche Berichte gelesen und mich mit der Arbeit und Vorgehensweise von Polizist*innen und Rechtsmediziner*innen vertraut gemacht. Da ich mich sowieso sehr für wahre Verbrechen und ihre Hintergründe interessiere (ich möchte verstehen, was in den Köpfen der Täter*innen vorgeht), hat mir die Recherche großen Spaß gemacht.

Wie würdest du Rika Hohenstedt in drei Worten beschreiben?

Ernst, aufopfernd, wankelmütig.

Liest du selbst gerne Krimis? Welche Bücher kannst du uns empfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Ich würde sogar sagen, um die 90% aller Bücher in meinem Regal sind Krimis und Thriller. Am allerliebsten lese ich Charlotte Link, sie ist eine Koryphäe auf ihrem Gebiet. Simon Beckett und Sebastian Fitzek sind ebenfalls ganz vorn mit dabei. Oh, und ich liebe skandinavische Krimis! Gern auch mit historischer Komponente wie bei Niklas Natt och Dag.

 

Musentod Foto von Autorin

Was muss gegeben sein, damit du gut schreiben kannst?

Ich brauche absolute Ruhe, um mich konzentrieren zu können. Keine Musik, kein Fernsehen, keine Gespräche in meiner Nähe. Jedenfalls dann, wenn ich zu Hause bin. Unterwegs sieht das schon wieder anders aus, da darf man neben mir auch mal ungestraft atmen. Ach ja, und Kaffee darf natürlich nicht fehlen.

Womit beschäftigst du dich neben der Schriftstellerei?

Wenn es die Zeit hergibt, unternehme ich viel mit meinem Mann und meinem Hund. Außerdem lese ich gern und schaue mir Serien oder Horrorfilme an.

Welche Taste an deinem PC ist bei dir am meisten abgenutzt?
Ich scheine sehr sanft zu tippen – die sind alle noch top in Schuss.

Was war dein Traumberuf als Kind?

Da muss ich doch glatt mal das Klischee erfüllen: Ich wollte schon immer Schriftstellerin werden. Irgendwann auch mal Tierärztin und Schauspielerin, aber das war nur von sehr kurzer Dauer. Ansonsten hat schon immer der Wunsch dominiert, Geschichten zu erzählen.

Wie viele Notizbücher hast du (beschrieben und unbeschrieben) bei dir rumliegen?

Ha! Viel zu viele. Beschrieben vielleicht zwanzig, unbeschrieben sicher mehr. Ich liebe Notizbücher in allen Farben und Formen und habe immer eines bei mir.