Interview Autorin Ines Vitouladitis im Interview

Worum geht es in deinem Buch Mitbewohner küsst man nicht?

Mitbewohner küsst man nicht ist ein humorvoller Liebesroman, in dem zwei völlig unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen und sich (wohl oder übel) miteinander arrangieren müssen; während der attraktive, alleinerziehende Charmeur Leonard ein eher chaotisches und lässiges Leben mit seiner kleinen Tochter Maddie führt, ist Josephin sehr strukturiert und organisiert und hat bereits ihr ganzes restliches Leben durchgeplant. Die unerwartete Trennung von ihrem Langzeitverlobten Marten treibt sie und ihren Sohn Elliot durch ein Missverständnis geradewegs zu Leonard. Der wiederum sucht gerade einen neuen Mitbewohner. Doch da sie beide so unterschiedlich sind, gestaltet sich das Zusammenleben alles andere als einfach – da hilft es auch nicht, dass Maddie und Elliot sich anfreunden und ihre Eltern dadurch gezwungen sind, mehr Zeit miteinander zu verbringen. Während Josephin plant, ihren Verlobten zurückzubekommen, bemerkt sie, dass Leonard ein Geheimnis hütet.

Kannst du die Protagonisten Josephin Carter und Leonard McEvans in jeweils drei Worten beschreiben?

Josephin ist introvertiert, strukturiert und aufopfernd.
Leonard würde ich als chaotisch, charmant und grundentspannt beschreiben.

Wo liegen die größten Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden? Und wie würdest du die Dynamik zwischen Josephin und Leonard beschreiben?

Die größten Unterschiede kristallisieren sich schon beim ersten Aufeinandertreffen heraus. Sie erziehen ihre Kinder völlig anders, haben eine andere Ansicht von einem ordentlichen Haushalt, und während Leonard eher in den Tag hineinlebt, pflegt Josephin hingebungsvoll ihren Wochenplaner, in dem all die Termine stehen, die sie für Elliots Förderung wahrnimmt. Als Gemeinsamkeit sehe ich bei den beiden definitiv, dass sie ihre Kinder über alles lieben und nur das Beste für sie wollen. Zudem haben beide ein gutes Herz und schmerzhafte Erinnerungen an die Vergangenheit.
Doch die Mischung macht’s; Die Kombi der Unterschiede und der Gemeinsamkeiten der beiden macht die Dynamik zwischen ihnen aus. Während Josephin Leonard erdet und Ordnung in sein und Maddies Leben bringt, überträgt er etwas von seiner Leichtigkeit auf sie, kümmert sich wie selbstverständlich um Elliot und entpuppt sich als guter Zuhörer mit einer interessanten Sichtweise auf das Leben.

Wer sollte die Rollen bei einer Romanverfilmung besetzen?

Ich bin ein großer Fan von Rachel McAdams und könnte sie mir, da sie so wandlungsfähig und sympathisch ist, sehr gut als Josephin Carter vorstellen.
Die Rolle des Leonard McEvans würde ich an James Franco oder Ian Somerhalder vergeben.

Wie bist du auf die Idee zum humorvollen Liebesroman gekommen?

Leonard und Josephin spukten mir schon seit einer Weile durch den Kopf. Ich sah ihre Geschichte immer wieder und wieder wie eine Art Film vor meinem inneren Auge ablaufen. Zuerst zögerte ich, denn dieses Genre war mir neu. Bisher war ich ausschließlich leidenschaftliche Fantasyautorin. Irgendwann MUSSTE ich es einfach niederschreiben, und habe mich auf Anhieb Hals über Kopf in diese Geschichte und das Genre verliebt. Die nächsten Ideen für weitere humorvolle und außergewöhnliche Liebesromane stehen schon ungeduldig in den Startlöchern, und ich hoffe, auch diese veröffentlichen zu können.

Was macht für dich eine gute Lovestory aus?

Eine gute Lovestory braucht meiner Meinung nach in erster Linie sympathische Protagonisten, die nicht zu perfekt sind, und mit denen man sich gut identifizieren kann. Außerdem muss die Geschichte sich entwickeln und Spannungsbögen sowie Überraschungseffekte haben, die einen fesseln und immer weiterlesen lassen.

Wie sieht dein Autor:innenalltag aus? Hast du eine Schreibroutine?

Eine richtige Schreibroutine habe ich nicht, da sich das schwer mit meinem doch sehr turbulenten Alltag vereinbaren lässt. Ich schreibe, wann immer meine Zeit es zulässt, was hauptsächlich jedoch erst abends möglich ist, wenn meine Kinder im Bett sind. Glücklicherweise bin ich auch abends kreativer als tagsüber, sodass das eigentlich ganz gut passt. Ich kann beim abendlichen Schreiben super runterfahren, den Tag ausklingen und meiner Fantasie freien Lauf lassen.

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Ich bin glücklich verheiratet und Mama von drei großartigen Jungs, die eine Menge Energie haben. Außerdem gehören drei Katzen und zwei Hunde zu unserer Familie. Gerade habe ich meine Ausbildung zur staatlich anerkannten Kinderpflegerin abgeschlossen und ab August steht die Ausbildung zur Erzieherin an. Ich liebe es, mit Kindern zu arbeiten. Es gibt in meinem Alltag immer etwas zu tun. Wie Josephin plane ich gerne vor und organisiere den Alltag. Wenn ich also nicht schreibe, dann bin ich mit den Kindern und/oder den Hunden unterwegs, räume auf (und mit drei Jungs muss man viiieeel aufräumen) oder trinke Kaffee.

Welches Buch liegt aktuell auf deinem Nachttisch?

Aktuell liegen Schattenkind von Eva Lirot und Stay Pawsitive von Kirsten Mahne und Lisa Gunzenheimer auf meinem Nachttisch. Ich habe fest vor, beide zu lesen. Wirklich. Aber mein aktuelles Manuskript lässt mich nicht! Ich nutze jede freie Minute zum Schreiben. Ich bin aber auch generell jemand, der einfach sehr viel lieber schreibt als liest.

Welche Projekte planst du noch für die Zukunft?

Mein Kopf sprudelt über vor Ideen, mein Notizbuch ist schon fast wieder voll – aber leider habe ich viel weniger Zeit als Ideen. Ich arbeite aktuell an zwei Manuskripten und habe für sieben weitere einen groben Plot und einige Namen, Dialoge usw. notiert. Hätte der Tag mehr Stunden und könnte ich schneller schreiben, würde ich wohl alle zwei Wochen ein Buch beenden.