Interview Daniel Tappeiner über seinen Psychothriller

Worum geht es in deinem Buch Mädchenseelen?

Nun es ist ein Psychothriller und es geht darin um eine Psychologin, Lorena. Zwanzig Jahre zuvor hat sich ihre Schwester das Leben genommen, nachdem sie in einem Waldstück von einem maskierten Mann vergewaltigt wurde und nur knapp entkam, bevor dieser sie töten konnte. Der Unbekannte hat noch ein weiteres Mädchen missbraucht und ermordet, wurde jedoch nie gefasst. Heute, Jahre später ist Lorena das Ebenbild ihrer verstorbenen Schwester und erhält plötzlich eine Botschaft – es ist der Mörder von damals. Zusammen mit einem ihrer Patienten, dem gutaussenden Polizisten Domenico, beginnt Lorena tief in ihrer Vergangenheit zu graben und merkt schon bald, dass der psychopathische Killer näher ist als sie denkt …

Wie kamst du auf die Idee für den Thriller?

Sowas ist immer schwer zu erklären. Meist habe ich urplötzlich eine lose Szene vor Augen und kreiere dann mit der Zeit eine Story drumherum.

Daniel Tappeiner und Landtagsabgeordnete Ulli Mair
Daniel Tappeiner und Landtagsabgeordnete Ulli Mair

Wie sahen deine Recherchearbeiten aus?

Da polizeiliche Ermittlungen usw. in dem Skript vorkommen, habe ich mich zu Recherchezwecken an eine angesehene, italienische Politikerin gewandt, Landtagsabgeordnete Ulli Mair. Ich habe sie zu mir eingeladen, wo sie mich dank ihrer Kenntnisse und Beziehungen zu Polizeibehörden über italienische Gesetzeslagen aufgeklärt hat. Frau Mair ist eine außergewöhnliche und bewundernswerte Persönlichkeit, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und Gemeinsamkeiten entdeckt – ich danke ihr vielmals für ihre Unterstützung!

Was ist Lorena für eine Protagonistin? Beschreibe sie in einem Satz:

Lorena ist eine intelligente, starke Frau, die sich jedoch auf gefährliches Terrain begibt, manchmal sogar den Mut verliert und somit im Laufe der Story immer weiter über sich hinauswachsen muss.

Recherchematerial
Recherchematerial

Lorenas Patient Thomas Hochkofler gibt es wirklich. Wie kam es dazu, dass der Schauspieler in deinem Roman auftaucht – und das sogar als Patient? ;-)

Kurzum habe ich Herrn Hochkofler einfach gefragt, ob er nicht mal Lust hätte auf eine komplett andere Art und Weise eine Rolle zu übernehmen, nämlich in einem Roman. Nach einem schriftlichen Kontakt haben wir uns schließlich persönlich zusammengesetzt und über das Projekt gesprochen. Wir haben uns sehr gut verstanden und waren plötzlich gemeinsam Feuer und Flamme. Entgegen aller klischeehaften Erwartungen, wenn man auf solch eine Persönlichkeit trifft, ist Thomas Hochkofler ein sehr bodenständiger, toller und liebenswerter Mensch – ich habe mich sehr über unser Zusammentreffen gefreut!

Welchen Bezug hast du zu Italien?

Nun ich bin in Italien geboren und lebe dort; es ist meine Heimat.

Woran schreibst du gerade?

Ich habe vor kurzem einen erotischen Psychothriller beendet, er liegt momentan meiner Agentur vor. Darin spielt ebenfalls eine weibliche Figur den Hauptcharakter. Sie ist überaus attraktiv und intelligent, leider ist sie aber auch eine eiskalte Psychopathin, die vor nichts zurückschreckt, um zu bekommen was sie will – selbst nicht vor Mord.
Ansonsten habe ich bereits eine Idee zu einem neuen, düsteren Thriller, den ich aber erst noch niederschreiben muss – daher will ich dazu auch noch nichts verraten.