Interview Autorin Catherine Lloyd im Interview

Worum geht es in deinem Roman Mord in Kurland St. Mary?
Er spielt in der Regency-Zeit in England. Es geht um einen bettlägerigen Kavallerie-Offizier, der in einem kleinen Dorf lebt. Er sieht etwas Mysteriöses von seinem Schlafzimmerfenster aus und muss sich aufgrund seiner Verletzungen auf die ziemlich geschickte älteste Tochter des örtlichen Pfarrers verlassen, um einen Mord aufzuklären.

Was hat dich dazu inspiriert, diese Serie zu schreiben?
Ich wurde durch den Film Das Fenster zum Hof inspiriert und mochte die Idee, dass die Heldin der aktive Teil des Amateurdetektivteams ist, während ihr mürrischer, schlecht gelaunter Partner hauptsächlich an das Bett gefesselt ist.

Kannst du Lucy und Robert jeweils in drei Worten beschreiben?
Lucy: Fähig, überbelastet und ehrlich.
Robert: Schlecht gelaunt, herrisch und ungeduldig

 

Quelle: Cathrine Lloyd

Wie bist du auf das Setting gekommen?
Ich habe mich von den Miss-Marple-Büchern von Agatha Christie inspirieren lassen, wo in einem sehr kleinen Dorf sehr viel passiert. Kurland St. Mary ist St. Mary's Mead sehr ähnlich, spielt aber in einer früheren Zeitspanne.

Was fasziniert dich an der Regency-Ära?
Es ist so eine Zeit des massiven Wandels, des Krieges, der sozialen Unzufriedenheit und einer grundlegenden Neuordnung von Klasse, Landnutzung und Industrie.

Würdest du gerne in der Regency-Zeit leben wollen? Warum/warum nicht?
Wenn ich superreich wäre, glaube ich, würde ich es lieben! Stell dir nur all diese Bälle, schönen Kleider und Diener vor, die all die harte Arbeit erledigen. Wenn ich arm wäre, würde es vermutlich überhaupt keinen Spaß machen.

Liest du selbst Krimis? Hast du einen Lieblingsautor?
Ich bin ein großer Fan von Agatha Christie. Ich mag auch Elizabeth George. Die wirklich gruseligen lese ich nicht, weil ich dann Albträume habe. LOL

Was wolltest du als Kind werden, wenn du erwachsen bist?
Zuerst wollte ich Balletttänzerin werden und dann Krankenschwester, aber ich habe es immer geliebt, Dinge zu erfinden und bekam oft Ärger, weil ich ein bisschen tagträumte.

Woher wusstest du, dass du Schriftstellerin werden wolltest?
Ich war schon immer eine unersättliche Leserin, und nach ein paar gescheiterten Schreibversuchen in England zogen wir in die USA, und da ich kein Arbeitsvisum hatte, hatte ich endlich die Zeit, mich konsequent dem Schreiben zu widmen. Ich schreibe auch Liebesromane unter einem anderen Namen und bin damit auch sehr erfolgreich.

Wie recherchierets du für deine Romane?
Ich habe ein gutes Grundverständnis für die Regency-Epoche und einen Abschluss in Geschichte, was bedeutet, dass ich, wenn ich etwas nachforschen muss, ganz gut weiß, wie ich es machen kann. Meine absolute Lieblingsrecherche war es, zwei Wochen in Bath zu verbringen und die Wege abzulaufen, die meine Figuren in Der Tod kommt nach Bath nehmen sollten.

Hast du eine spezielle Schreibroutine?
Ich setze mich gegen neun Uhr zum Schreiben hin, mache Mittagspause, bin gegen vier Uhr fertig und halte mir die Wochenenden frei. Wie ich bereits erwähnt habe, schreibe ich auch Liebesromane, das sind also 3-4 Bücher pro Jahr, verglichen mit meinem 1-Buch-Krimi-Plan, ich bin also sehr beschäftigt.

Was machst du gerne, wenn du nicht gerade schreibst?
Ich bin mein ganzes Leben lang schon Fan der Fußballmannschaft von West Ham Utd., also versuche ich immer, ihre Spiele zu sehen. Ich bin eine begeisterte Strickerin mit immer mindestens 3 Projekten gleichzeitig auf meinen Nadeln. Ich liebe es, mit meinen zwei kleinen Hunden spazieren zu gehen, und das kann ich das ganze Jahr über auf der wunderschönen Big Island von Hawaii tun.

Quelle: Cathrine Lloyd