Interview Sandra Binder im Interview

Worum geht es in deinem Buch Schatten über Whitechapel?

Jack the Ripper taucht im heutigen London auf und wiederholt sein grausiges Werk. Privatdetektivin Maxine Atwood, eine aus der Oberwelt verbannte Gefallene, war 1888 schon hinter dem Serienmörder her und versucht nun erneut, ihn zu schnappen. Eine mörderische Jagd durch London beginnt ...

Wenn du selbst eine berühmte Person der Vergangenheit treffen könntest, wer wäre es?

William Shakespeare. Ich würde zu gern wissen, was für ein Typ er war und wie er an seinen Stücken gearbeitet hat.

Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?

Die Idee kam mir bereits 2017, als ich eigentlich ein anderes Buch schreiben wollte, in dem es um eine Detektivin in London ging. Auf einmal hatte ich Jack the Ripper im Kopf.

Leider musste die Geschichte warten, daher machte ich nur ein paar kurze Notizen und arbeitete die Handlung später, Ende 2018, dann richtig aus.

Dein Roman verbindet Fantasy- und Krimi-Elemente. Warum hast du diesen Genre-Mix gewählt?

Bewusst gewählt habe ich diesen Mix nicht, die Geschichte hat das so verlangt. Für gewöhnlich versuche ich, mich an die Regeln der Genres zu halten und sie nicht wild zu mischen, aber die Handlung hat sich damals quasi von selbst in meinem Kopf gesponnen, ich konnte also nicht anders.

Beschreibe deine Protagonistin in drei Sätzen.

Maxine hat in ihrem langen Leben viel mitgemacht und dass sie den Ripper 1888 nicht fangen konnte, gab ihr den Rest. Es zerstörte sie und machte sie zu einer gleichgültigen Trinkerin. Nach dem Auftauchen ihres alten Gegenspielers rappelt sie sich allerdings wieder hoch und entwickelt neue Courage und Hoffnung.

Liest du selbst gerne Fantasy? Was ist dein Lieblingsroman?

Ich lese alles querbeet von Romance über Klassiker bis Thriller, je nach Lust und Laune. Lieblingsromane habe ich daher viele.

Hast du literarische Vorbilder? Wen und wieso?

Terry Pratchett. Der Mann war genial. Er hat einfach sein Ding durchgezogen und damit Millionen von Lesern begeistert. Und er hatte eine wahnsinnig gute Art zu schreiben – fantasievoll und bildgewaltig, stets mit intelligentem Humor und einer Prise Gesellschaftskritik.

Hast du eine bestimmte Schreibroutine?

Ich mache mir morgens eine Kanne Tee, danach setze ich mich an den Schreibtisch und schreibe. Das ist schon das ganze Mysterium.

Hast du einen Buchtipp für uns?

Ein für mich ziemlich perfektes Buch ist „Sie“ von Stephen King. Ich finde es genial und empfehle es jedem gerne weiter. Allerdings muss man dafür Kings manchmal ausufernden Schreibstil mögen.