Interview Angelika Monkberg im Autoreninterview zu ihrem neuen Roman

Worum geht es in deinem Buch Die Rückkehr nach Eldridge Hall?

Die Heldin des Romans kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück und findet dort nach mancherlei Hindernissen das Glück.

Was war deine Inspiration für Julia McLeans Geschichte?

Es fing mit einer Weste an. Ich sah vor zwei Jahren bei einer Freundin, die meisterhaft webt, einen Stoff, den ich unbedingt haben musste. Da ich aber nicht nähen kann, führte mich die Suche nach einer Schneiderin zurück in meine Heimatstadt – in der ich schon lange nicht mehr war. Die Flut an Erinnerungen war die Hefe für Julias Geschichte. Aber die Ereignisse, die ich in Die Rückkehr nach Eldridge Hall schildete, haben natürlich nichts (oder nicht viel) mit meiner eigenen Familiengeschichte zu tun.

Welche Verbindung hast du zu Schottland?

Für mich ein Sehnsuchtsort. Ich habe es zwar bisher leider noch nicht dorthin geschafft. Aber es gibt ja zum Glück Bücher, Fernsehberichte … und Tante Google.

Du schreibst auch Fantasy-Romane. Was hat dich besonders an einer Familien-Saga gereizt?

Nun, das war eigentlich keine Neuerung. Tatsächlich habe ich mit einer Familien-Saga angefangen. Sie spielt in einem Science Fiction Setting und liegt seit Jahren in sanftem Schlummer auf meiner Festplatte.

Angelika Monkberg im Interview Grafik
Quelle: Angelika Monkberg

Wie kamst du zum Schreiben?

Ich schreibe seit meiner Kindheit. Es ging Hand in Hand mit dem Lesen lernen. Aber ich redete mir sehr lange ein, dass ich es nur zum eigenen Vergnügen machte.

Wie sieht dein Autoren-Alltag aus?

Ich arbeite fünf Tage die Woche, acht Stunden in einer Bibliothek. Schreiben findet deshalb abends und am Wochenende statt. Wann immer ich Zeit dafür finde. Zum Glück ist mein Mann ein noch größerer Lese-Junkie als ich und genießt es, mit einem Buch und einer Tasse Tee über Stunden allein im stillen Wohnzimmer sitzen zu dürfen.

Gibt es eine Autorin/einen Autor, die/der dich besonders geprägt hat? Und warum?

Das würde eine lange Liste. Aber nennen möchte ich zwei: Einmal Astrid Lindgren. Die Kinder aus Bullerbü waren das erste Buch, das ich las. Die einfache Welt, die sie beschreibt, berührt mich bis heute. Der andere Autor, dessen Werk mich jedes Mal aufs Neue fasziniert, ist Michail Bulgakow. Mich fasziniert die Mischung aus Phantastischem und Alltag in seinem Werk.

Welches Buch liegt momentan auf deinem Nachttisch?

Keines! Wenn ich ins Bett falle, bin ich so müde, dass ich nicht mehr zum Lesen imstande bin. Aber auf meinem Wohnzimmertisch liegt ein ganzer Stapel. Unter anderem ein Buch über die vielen Kriege in Afghanistan, eines über den Hof Queen Victorias, und How to marry an English Lord ... sehr informativ und aus heutiger Sicht auch ziemlich deprimierend. Diese Ehen waren ein Geschäft.

Möchtest du uns schon etwas über dein kommendes Projekt verraten?

Ich rede ungern über ungelegte Eier. Aber die Liste der Bücher, in denen ich gerade recherchiere, verrät bereits, dass es wieder, wie bei Julia McLean, um eine Erbin gehen wird. Nur wird es dieses Mal ein historischer Roman, der in Schottland um 1890 spielt.