Isabel Renner im Autoreninterview zu It has to be you

Autorin Isabel Renner im Interview zu ihrem neuen New Adult-Roman It has to be you.

Worum geht es in deinem Buch It has to be you?

It hast to be you beschäftigt sich hauptsächlich um Vertrauen. Die Protagonisten haben beide schmerzhafte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht. Nun müssen beide für sich lernen, wieder Vertrauen zu fassen. Ein steiniger Weg.

Wie bist du auf die Idee zum gefühlvollen New Adult-Roman gekommen?

Für mich war der Roman quasi der Abschluss meines eigenen Studierendenlebens. In knapp zehn Jahren habe ich viel gesehen und erlebt. In der Informatik zum Beispiel habe ich selbst viel Zusammenhalt, Hilfe und Unterstützung erfahren. Auch solche Dinge sind mit eingeflossen. Das Thema wieder vertrauen zu lernen, schwirrte lange in meinem Kopf herum und fand in It hast to be you endlich seine Geschichte.

Kannst du deine Protagonistin Emma in drei Sätzen beschreiben?

Emma ist eine introvertierte, liebenswerte Person, die recht verkopft ist. Sie liebt ihre Naturwissenschaften, ist zielstrebig und diszipliniert. Darum ist sie ziemlich überfordert, als sie plötzlich diese ganz neue Gefühlswelt (positiv wie negativ) erlebt.

Wie würdest du die Dynamik zwischen Emma und Lio beschreiben?

Für beide beginnt die Liebesgeschichte auf den ersten Blick. Sie sind völlig vernarrt ineinander, doch wurden beide in der Vergangenheit von ihren damaligen Partner:innen verletzt, weswegen es nun zwischen ihnen zu einigen Missverständnissen kommt. Lio ist hier jedoch oft derjenige, der an ihre Beziehung glaubt und für sie kämpft, indem er Emmas Zweifel und Unsicherheiten beiseiteschiebt.

Wer sollte die Rollen bei einer Romanverfilmung besetzen?

Lio: ganz klar Luke Eisner. Als ich den zufällig gesehen habe, dachte ich „Moment, was macht mein Protagonist im Fernsehen?“ – ein echt schräges Gefühl. Klar, müsste das Haar dunkel und zusammengebunden sein, aber vom Gesicht her trifft er es ziemlich genau.
Emma: schon schwieriger. Wenn man das Alter mal außenvor lässt, könnte ich mir Rachel Leigh Cook gut vorstellen.

Was reizt dich daran, New Adult-Romane zu schreiben? Woher holst du dir deine Inspirationen?

Das Schöne am New Adult im Vergleich zu z.B. einem „normalen“ Romance ist, dass sie noch gefühlvoller sind. Die Protagonisten handeln wesentlich emotionaler. Sie fliegen höher und fallen tiefer. Außerdem kann man beim Schreiben sein inneres Girlie wieder auspacken, für das man sonst vorgibt, viel zu erwachsen zu sein. Im New Adult hat das Abenteuer des Lebens gerade erst begonnen, die Zukunft liegt noch vor den Protagonisten. Viele erste Erfahrungen werden gemacht und sie suchen ihren Platz in der Welt. Das finde ich spannend.
Meine Inspirationen hole ich mir zum einen aus meiner Umgebung. Ich beobachte gerne Menschen und ihre Interaktionen. Zum anderen arbeite ich viel mit „was wäre, wenn …“-Fragen. Wie in diesem Roman: Was wäre, wenn ein Mann Interesse an einer Frau hat, das er eigentlich nicht haben dürfte, weil er beliebt und sie unscheinbar ist? Wie kann sie ihm glauben, dass er es wirklich ernst meint? Und was wäre, wenn sie zusätzlich kurz zuvor betrogen und verlassen wurde? Wie sehr würde das die neue Liebe verkomplizieren?

Was liest du selbst gerne?

Am liebsten lese ich Liebesgeschichten. Egal, ob Romance, New Adult oder Romantasy. Fantasy mag ich auch gerne.

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Diesen Zustand gibt es kaum. Wenn ich nicht an Geschichten arbeite oder über Geschichten nachdenke, tue ich das, was meine beiden Kinder und mein Hund brauchen. Außerdem backe ich gerne Brot, mache Yoga und spiele Klavier.