Daniela Kappel im Interview

Worum geht es in deinem Buch Perfect Opposites?

Lynne übernimmt nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter deren schlecht laufenden Bar und das Haus, in dem sie aufgewachsen ist. Wieder zuhause sieht sie sich, neben unschönen Erinnerungen, mit einigen Problemen konfrontiert. Eines davon ist der Barkeeper Lex, der Lynne nicht nur bis aufs Blut reizt, sondern obendrein ungewohnte Gefühle in ihr weckt. Die beiden verfolgen unterschiedliche Pläne was die Bar anbelangt – Streit ist da vorprogrammiert. Aber auch die Vergangenheit macht Lynne und Lex zu schaffen und bringt sogar ihr Leben in Gefahr.

 

Wie bist du auf die sehr unterschiedlichen Charaktere gekommen?

Ich mag starke Charaktere und Reibereien. Die Vorstellung eine junge Frau, der Technik tausendmal lieber ist, als zwischenmenschliche Kontakte, und einen Mann, der seiner Vergangenheit wegen niemanden an sich heran lässt, aufeinandertreffen zu lassen, war reizvoll.

 

Wenn du selbst in Lynnes Situation wärst und plötzlich deinen Traum aufgeben müsstest, wie würdest du reagieren?

Es ist ja nicht nur so, dass Lynnes Leben eine andere Richtung einschlägt, als sie sich das vorgestellt bzw. gewünscht hat. Sie wird von ihrer Vergangenheit, vor der sie geflüchtet ist, eingeholt. Keine schöne Situation, wenn alles auf den Kopf gestellt wird. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man seiner Vergangenheit nie wirklich auskommt. Ich glaube, ich wäre im ersten Moment genauso wütend und haltlos, wie Lynne, in dieser Lage.

 

Beschreibe deine Protagonisten in drei Worten.

Lynne: eigensinnig – stur – kreativ

Lex: humorvoll – verbohrt – leidenschaftlich

 

Bekommen deine Charaktere manchmal auch Eigenschaften von dir selbst? Wenn ja, welche?

Ich würde schon sagen, dass Lynne etwas von mir mitbekommen hat. Zum Beispiel ihren Drang alles geregelt und geordnet zu halten, oder die Dinge zu hinterfragen. Und alles selbst machen zu wollen.

 

Wo schreibst du am liebsten? Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Am liebsten schreibe ich gemütlich auf der Couch oder im Bett mit dem Laptop auf der Schoß und Musik in den Ohren.

Mein Schreibtisch ist meist von Zetteln bevölkert, auf denen ich mir diverse Notizen mache.

 

Wenn du spontan auswandern könntest, in welchem Land würdest du stranden?

Kroatien, irgendwo am Meer.