Heather Redmond im Autoreninterview zu Die Morde von Kensington

Autorin Heather Redmond im Interview zu ihrem neuen Cosy Crime Die Morde von Kensington

Worum geht es in deiner Ein Charles Dickens-Krimi-Reihe?

Meiner Reihe liegt folgende Überlegung zugrunde: „Was, wenn der junge Charles Dickens Kriminalfälle gelöst hat, die ihm im Laufe seines wirklichen Lebens, wie es dokumentiert ist, begegnet sind?“

 

Charles Dickens
Quelle: Heather Redmond

Warum hast du dich für die real existierende historische Person Charles Dickens als Detektiv für deine Krimireihe entschieden?

Bevor Charles Dickens Bestsellerautor und gefeierter Literat wurde, war ein Reporter für Londoner Zeitungen. Sein Wissen über London hätte ein Lexikon füllen können und er passt damit gut in das Profil eines Amateurdetektivs in modernen Detektivromanen.

Welche Talente machen deinen Charles Dickens zu einem guten Detektiv?

Ein Autor namens James Frey hat eine Liste von Attributen für Detektive herausgegeben. Ich kannte diese Liste zwar nicht, als ich zu schreiben begann, aber sie passt perfekt auf Dickens. In meinen eigenen Worten lautet die Liste wie folgt:

Er sollte …

  • Mut haben
  • gut sein in dem, womit er seinen Lebensunterhalt verdient
  • ein besonderes Talent haben
  • clever und erfinderisch sein
  • verletzlich sein
  • ein Geächteter sein
  • aufopferungsvoll sein
  • ein Einzelgänger sein, der alten Freunden gegenüber loyal ist und sich vergessener Fälle annimmt 

In deinen Büchern findet sich eine Fülle von historischen Details. Wie sieht deine Recherche aus?

Ich lese nun seit vierzig Jahren Romane, die im neunzehnten Jahrhundert spielen. Meine erste Geschichte, die in dieser Zeit spielt, habe ich vor fünfzehn Jahren geschrieben. Demzufolge habe ich über die Jahre hinweg einen Haufen Wissen und Referenzmaterial angehäuft. Allerdings weiß ich nicht, wie ich ohne die moderne Möglichkeit einer schnellen Suche im Internet schreiben könnte. 

Kate Hogarth
Quelle: Heather Redmond

In deinen Büchern findet sich eine Fülle von historischen Details. Wie sieht deine Recherche aus?

Ich lese nun seit vierzig Jahren Romane, die im neunzehnten Jahrhundert spielen. Meine erste Geschichte, die in dieser Zeit spielt, habe ich vor fünfzehn Jahren geschrieben. Demzufolge habe ich über die Jahre hinweg einen Haufen Wissen und Referenzmaterial angehäuft. Allerdings weiß ich nicht, wie ich ohne die moderne Möglichkeit einer schnellen Suche im Internet schreiben könnte. 

In deinen Büchern tauchst du ins viktorianische Zeitalter ein. Wünschst du dir manchmal, du könntest diese Zeit tatsächlich besuchen? 

Ganz ehrlich? Nicht wirklich, weil die Umweltverschmutzung in diesen Jahren so schlimm wurde. Vielleicht würde ich ganz am Anfang vorbeischauen, während der weniger schmutzigen Monate des Jahres.

Wie entwickelst du die Handlung einer Geschichte? Kennst du das Ende, bereits im Voraus?

Definitiv plane ich alles durch. Ich schreibe nun seit fünfundzwanzig Jahren Romane und habe mein eigenen System entwickelt, dem eine aus fünftausend Wörtern bestehende Zusammenfassung besteht, die ich erstelle, bevor ich das erste Wort des eigentlichen Romans schreibe. Da ein Buch um die neunzigtausend Wörter hat, lassen meine Entwürfe noch immer viel Spielraum für Kreativität. Ich bin der Meinung, dass meine Zusammenfassungen gute Pläne für die Bücher sind.

Heather Redmonds Wasserfarben-Kunst
Quelle: Heather Redmond

Hast du neben dem Schreiben eine Leidenschaft? 

Sie verändern sich mit den Jahren. Aktuell sind es Kunst und Ahnenforschung. 

Kannst du deine Arbeitsroutine für uns beschreiben? Wie motivierst du dich selbst?

Meine Motivation war immer das Geräusch des abfahrenden Schulbusses. Bis der Bus wieder zurückkam, hatte ich Zeit zu arbeiten. Während dieser Pandemie und dem Homeschooling arbeite ich entweder, wenn alle noch schlafen, oder während der Mittagspause, die die Kinder haben. Wie so viele Eltern bin ich seit Beginn der Pandemie unter Haushaltspflichten begraben.

Wolltest du schon immer Autorin werden? Hattest du einen Plan B?

Seit ich sieben Jahre alt war, wollte ich Schriftstellerin werden. Ich habe einen Universitätsabschluss im Schreiben von Romanen und ein Zertifikat zum Schreiben kommerzieller Texte. Doch ich verließ das College während einer Rezession und war froh eine Stelle in der Informationstechnik zu bekommen. Ich habe mehrere Jobs gemacht und war sogar zeitweise selbstständig, bevor es durch meine Familie erforderlich wurde, dass ich zu Hause bleibe. 

Hast du Buchempfehlungen für uns?

Ich kann die Romane und Kurzgeschichten von Charles Dickens nur empfehlen. Ich mag besonders die Hörbücher. Hört euch die Versionen seiner Romane an, die von Gerald Dickens, seinem Ururenkel, gelesen werden. Sie sind wunderbar. Wenn ihr lieber lest, empfehle ich meine anderen Krimireihen, zum Beispiel Journaled to Death. Zwei weitere Reihen sind die Charles Dickens Investigations-Serie von J.C. Briggs und die Countess of Harleigh-Reihe von Dianne Freeman.

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