Was von uns bleibt – Eliza & Nick

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1. Abschied

Noch viele Jahre später sollte ich mich jedes Mal, wenn meine Füße vor Nässe in meinen Schuhen quietschten, an den Tag der Beerdigung meiner Mutter erinnern. Genauer gesagt, war es keine Beerdigung, sondern nur das seltsame Spiel eines Trauergottesdienstes ohne Sarg und Totengräber, bei dem der Pfarrer in Ermangelung einer echten Leiche symbolisch ein karges Holzkreuz auf einem Grabhügel segnete. Ich glaube, er tat das mir und meinem Vater zuliebe, weil wir, fassungslos vom plötzlichen Unfalltod meiner Mutter, vor allem zutiefst verstört von ihrer fehlenden Hülle waren. Die Leiche meiner Mutter wurde bis heute nicht gefunden, ich weiß nicht, wo sie ist, in welcher Form sie vielleicht auf dem Meeresgrund verwest, ob die Strömung sie in die Tiefen des Ozeans getragen hat oder sie ganz simpel einem Hai zum Frühstück reichte. Manchmal stelle ich mir vor, wie ihr zierlicher Körper damals bei der Explosion des Flugzeugs in zehn Kilometer Höhe einfach in hunderttausend Stücke zerfetzt wurde und sich meine Mutter wie ein segnender Konfettiregen auf die Erde verteilt hat, vielleicht als winziges Staubkorn auf meinem Nachttisch gelandet ist. Manchmal bin ich überzeugt davon, dass meine Mutter durch den Überdruck in die Weiten des Himmels gesaugt und von einer Wolke weich aufgefangen wurde, wo sie jetzt gemütlich sitzt, ihren heiß geliebten Yogi-Tee trinkt und die entspannteste Zeit der Welt genießt. Dann wieder hoffe ich, dass sie damals gar nicht erst in diese Unglücksmaschine eingestiegen ist, weil sie einen heimlichen Lover hatte und mit ihm jetzt irgendwo auf einer Insel glücklich im Paradies lebt.

An jenem Tag regnete es pausenlos, wie es schon den ganzen Februar über geregnet hatte. Die Wege auf dem Friedhof waren schlammig und durchweicht, meine Füße waren binnen kürzester Zeit regenfeucht. Es war keine allzu große Trauergesellschaft, die hier zusammengekommen war, ein paar Kolleginnen, Omi, die nun keine Tochter mehr hatte. Meine Mutter war in der Nachbarschaft nicht sonderlich beliebt gewesen und hatte wenige Freundinnen. Also keine von denen, die sich auf einen Latte macchiato trafen und erstens über ihre Männer, zweitens über ihre Männer und drittens über Männer ablästerten, bevor sie mit sorgenvoller Miene die Neuigkeiten über ihre Töchter austauschten, die sich in jüngster Zeit so seltsam verhielten, rauchten, tranken und ständig neue Freunde hatten. Meine Mutter rauchte selbst, hatte nichts gegen Prosecco und erst recht nicht gegen andere Männer, sie hatte ihre eigenen Vorstellungen vom Frausein und wenig Lust auf Tupperpartys, zu denen sie irgendwann nicht mehr eingeladen wurde. So zart sie auch wirkte, umso energischer konnte sie sein. Ungerechtigkeiten konnte sie nicht leiden und wenn ihr jemand blöd kam, wie es nun mal in Wohnsiedlungen wie unserer passierte, wo manche nichts Besseres zu tun hatten, als sich tagelang über die neue Haarfarbe der Nachbarin zu wundern oder die schlechten Zeugnisnoten der Kinder zu diskutieren, konnte sie richtig biestig werden.

Ihre Leidenschaft galt ihrem Garten, in dem sie in jeder freien Minute werkelte, die ihr der Beruf als Stewardess ließ, nur selten traf sie sich mit ihren einzigen Freundinnen Helen und Marie, um ins Kino oder Theater zu gehen. „Irgendjemand muss ja zu Hause sein, wenn ich mal zu Hause bin“, sagte sie immer lächelnd und meinte damit ganz klar meine ältere Schwester und mich, weil wir ständig auf Achse waren, Schule, Partys, Jungs. Zoé antwortete dann immer ganz cool „Irgendjemand muss hier ja mal Spaß haben!“ und meinte damit ganz eindeutig die schlechte Stimmung zwischen unseren Eltern, die in den letzten Monaten unerträglich geworden war.

Allerdings war Zoés Bemerkung schlichtweg untertrieben. Ich hing jedes Wochenende auf Feten und in Klubs herum, fast immer blieb ich bis in die frühen Morgenstunden, nur selten ging ich alleine nach Hause. Und Zoé hatte in ihrem Leben sowieso permanent Spaß, und zwar von Kindesbeinen an. Zoé sah beneidenswert gut aus, konnte am Tag von einem Joghurt und fünf Erdbeeren leben, ohne magersüchtig zu wirken, und ihre einzige Sorge zu jener Zeit war morgens, welches ihrer hundert Party-Outfits sie abends in welcher Kombination tragen würde. Seit einem halben Jahr hatte sie einen festen Model-Vertrag mit einer Agentur, weshalb sie noch mehr Zeit in ihre Stylings steckte und natürlich noch mehr Partys zur Auswahl hatte. Zoé war einfach ein unbeschwertes, glückliches Menschenkind, auch auf dem Friedhof sah sie an diesem Tag wie auf einem Shooting aus, nur ich wusste, dass ihre Augen hinter der großen dunklen Sonnenbrille knallrot geweint waren. Lieber hätte sie weiterhin mit Mama gestritten, anstatt sie auf diese schmerzliche Art vermissen zu müssen.

Neben Zoé stand ihr aktueller Freund Cicero, ebenfalls ein Model. Immer wieder blickte er auf seine Uhr, offensichtlich hatten beide noch einen wichtigen Termin. Ich dagegen hatte mich bei meinem Daddy untergehakt und ließ meinen Tränen freien Lauf. Sie rollten mir unaufhörlich über die Wangen, wo sie Spuren wie von Schnecken gezogen hinterließen.

Es tat gut, Daddys kräftige Arme zu spüren, und wenn es an diesem Tag so etwas wie Wärme und Trost für mich gab, dann gingen sie von jenen Quadratzentimetern Haut unter seiner Winterjacke aus. Nur mühsam konnte ich den Worten des Pfarrers folgen, der irgendetwas von Engeln, Jesus und Auferstehung erzählte, bevor er ein abschließendes Vaterunser sprach, uns segnete und zum Abschied allen die Hand drückte. Ich mochte mir einfach nicht vorstellen, dass ich jetzt immer hierherkommen und meine Mutter an dieser Stelle betrauern sollte, wie es der Pfarrer uns glauben machen wollte, obwohl es ein tröstlicher Gedanke war. Ich wollte die Erinnerungen an meine Mutter nicht nur an einem Ort begraben, ich wollte sie lebendig und für immer in meinem Herzen behalten. Wie konnte ich sie loslassen, für immer verabschieden?!

Offensichtlich ging es meinem Daddy da ganz ähnlich. Still und gefasst war er, aber ich wusste genau, dass das Leben von nun an für ihn nicht mehr das gleiche sein sollte. Er hatte meine Mutter abgöttisch geliebt, hatte all die Jahre ihren Eigensinn ertragen, ihre wankenden Stimmungen, ihren Hang zu Depressionen, ihre unterdrückten Aggressionen, die sich lautstark im Streit über eine Kleinigkeit entladen konnten, wenn ihre Stimme überschnappte, sie nicht wusste, wohin mit ihren überbordenden Gefühlen, die nicht nur der Familie galten. Hilflos mussten wir mit anhören, wie er beschwichtigend auf sie einredete, sie zu beruhigen versuchte, was sie erst recht provozierte und fast immer mit Türschlagen endete. Verstört von dieser Form der Auseinandersetzung, flüchtete ich mich oft in die Sicherheit meines Zimmers, wo mich später Daddy besuchte und um Verständnis bat, meine Mutter meine es nicht so.

„Aus einem Streit muss man immer als Paar hervorgehen“, betonte er dann jedes Mal. „Und wenn der Rest stimmt, gibt es keinen Grund zu zweifeln.“

Ich war froh, dass er das so sah, denn es stimmte, was Zoé meinte: Die Ehe meiner Eltern war in den letzten Monaten alles andere als freundlich. Ständig lagen sie sich wegen Kleinigkeiten in den Haaren, die Stimmung zwischen ihnen war mies und eigentlich rechneten Zoé und ich jeden Moment mit der Nachricht, dass sie die Scheidung einreichen würden. Wer konnte denn ahnen, dass sich meine Mutter auf eine ganz andere Weise von ihm, von uns trennen würde?

Meinen Blick fest auf das kleine Holzkreuz gerichtet, das bald durch einen massiven Marmorstein ersetzt werden würde, ließ ich die üblichen Händedrücke und tröstenden Beileidsworte über mich ergehen. Mein Daddy nickte jedes Mal mechanisch, ich hatte einen unvorstellbar dicken Kloß im Hals und meinte, ich müsste jeden Moment daran ersticken.

Und dann waren plötzlich alle weg, Omi, die Nachbarn und Bekannten, Helen und Marie, Zoé und Cicero, alles ruhig und still, nur wir beide standen gemeinsam da, wie gelähmt, alleine im Regen. Als ein kühler Luftzug mein Gesicht streifte, und ich ihm nachspürte, fiel mein Blick schräg gegenüber auf eine alte, mit Efeu überwucherte Engelsstatue. Ihr Stein bröselte vor sich hin, dennoch strahlte sie auf mich eine beinahe überirdische Schönheit aus, machte, dass ich mit einem Mal die Enge aus meinem Hals wegatmen konnte, die Trauer aus meinem Herzen lassen. „Ruhe in Frieden!“, flüsterte ich leise und hatte jetzt die Kraft, mich vom Grab meiner Mutter abzuwenden. Ich zupfte meinen Daddy am Ärmel, er folgte mir willenlos, dann liefen wir Hand in Hand den Kiesweg Richtung Ausgang. Versunken in mir, in meiner Trauer, stieß ich gegen einen Stein, in den dünnen und durchgeweichten Schuhen spürte ich diesen typischen Stolperschmerz sofort. Ich weiß bis heute nicht, warum ich mich bückte, um ihn genauer zu untersuchen, es war ein Reflex. Irgendetwas an seiner Maserung weckte meine Neugier, dabei handelte es sich nur um einen eher mandarinengroßen, schwarzen Marmorkiesel, wie sie üblicherweise für Begrenzungen verwendet werden.

„Komm, gehen wir noch einen Café au Lait trinken!“ Daddys Stimme drang wie durch Watte zu mir.

„Gute Idee“, nickte ich, während ich den Stein gedankenverloren in meine Jackentasche steckte. „Du?“ Ich guckte meine Schwester an, die draußen vor der Friedhofsmauer auf mich wartete und eine Zigarette rauchte. Doch sie schüttelte nur den Kopf, nickte Richtung Cicero, der bereits Richtung Auto vorausgegangen war.

„Nee, keine Zeit, wir müssen zum Shooting, die anderen warten schon. The Show must go on, du weißt schon.“

Sie küsste mich, dann lief sie ihm nach. In diesem Moment beneidete ich sie um ihre Leichtigkeit. Zoé grübelte nie lange über etwas, das Wort Traurigkeit kannte sie nicht. Mit meiner Mutter hatte sie, solange ich denken konnte, ein temperamentvolles Verhältnis gehabt, ständig gab es Streit zwischen den beiden, anstrengend für mich.

Wenn meine Schwester in den letzten Monaten so gut wie nie zu Hause gewesen war, lag das nicht nur daran, dass sie als Model so viele Termine hatte.

„Na, dann gehen wir beide eben alleine.“ Daddy seufzte und zog mich Richtung Innenstadt, wo wir kurz darauf bei Kaffee und Streuselkuchen saßen und uns anschwiegen. Niemand von uns wollte reden, schon gar nicht über Mama.

„Hätten wir nicht Omi fragen müssen, ob sie mitkommt?“, bemerkte ich leise scherzend, als mich Daddy nach einer quälend langen halben Stunde zum Abschied fest in seine Arme nahm und an sich drückte, ich schluckte meine aufsteigenden Tränen hinunter. Er war auf dem Weg zur Uni, sein Doktorandenseminar für angehende Chemiker heute Nachmittag würde ihn ablenken, das hatte ich verstanden. Deswegen konnte ich ihm nicht böse sein, selbst wenn ich nicht wusste, wie ich gleich alleine das große, leere Haus ertragen sollte, das mich erwartete.

„Bloß nicht!“ Daddy verzog das Gesicht. Seit ich denken konnte, waren sich die beiden spinnefeind, niemand wusste genau, warum. Auch Mama hatte nicht das beste Verhältnis zu ihrer Mutter gehabt, angeblich, weil Omi so besitzergreifend und dominant war, und ihre Tochter keinen Hehl daraus machte, dass sie die Freiheit liebte, in jeder Beziehung. Deswegen flog sie ja als Stewardess um die Welt, hoch über den Wolken konnte sie so sein, wie sie wirklich war. Das hatte sie irgendwann so einmal erklärend formuliert, als sie sich wieder einmal für die nächsten vier Tage mit gepackten Koffern in der Hand bei Zoé und mir verabschiedete und ich heulend an ihrem Hals hing. Während meine große Schwester die Coole mimte, vergoss ich unzählige Tränen, ich wollte Mama nie gehen lassen, so, wie ich sie auch jetzt nicht gehen lassen konnte, ich brauchte ihre Nähe, ihre Streicheleinheiten, ihre Küsschen ins Haar, um mich ihr nahe zu fühlen, ich vermisste sie, immer. Später, als ich älter war und Mama wieder Vollzeit arbeitete, hatte ich mich schmerzhaft daran gewöhnen müssen, dass meine Mutter nicht zu denen gehörte, die sich von morgens bis abends um ihre Familie kümmerte, egal, ob sie in der Luft war oder auf der Erde. Mit vierzehn fand ich es dann auch nicht weiter schlimm, dass sie nicht ständig wissen wollte, wo ich steckte und mit wem ich meine Zeit verbrachte. Längst war ich erwachsen und unabhängig geworden. Niemandem Rechenschaft schuldig, wo und mit wem ich meine Zeit verbrachte, das hatte ich wohl von ihr geerbt.

„Bist du zu Hause, wenn ich komme?“, wollte Daddy wissen. Er strich mir sanft eine Strähne aus dem Gesicht, seinen Blick schmerzlich auf mich geheftet. Ich sah meiner Mutter zum Verwechseln ähnlich, je älter ich wurde, umso mehr. Und was er bisher wohlwollend registriert hatte, würde ihn in Zukunft daran erinnern, dass seine geliebte Frau nicht mehr an seiner Seite lebte.

„Ja, klar“, antwortete ich hastig. „Wo soll ich denn hin?“

„Schon gut“, meinte er besänftigend. „Ich kann mir vorstellen, dass du jetzt alleine sein willst.“ Sagte er, drückte mir noch einen Kuss auf die Wange und war dann im Regen verschwunden.

So lief ich alleine durch die kalten Straßen nach Hause, wo mich schwarz geränderte Umschläge und das blinkende Signal der Telefonanlage empfingen. Ich musste die Ansage nicht abhören, ich wusste, dass es Omi war, die mir ihre Hilfe und Unterstützung anbot, ich könne mich jederzeit bei ihr melden. Ich schob die Sachen achtlos zur Seite, kochte mir in der Küche einen Tee und setzte mich mit dem dampfenden Becher in der Hand nach draußen auf die Terrasse, die Klamotten immer noch regenfeucht. Mama war tot und ich hier alleine, sie war weg, wie in all den vergangenen Jahren und Monaten auch. Diesmal würde sie nicht wiederkommen. Diesmal würde es erst recht keinen Sinn machen, auf sie zu warten, auf ihre Fragen, ein anerkennendes Nicken, Streicheln. Lange saß ich dort, alles nass, bis mich eine Nachricht aus meinen Gedanken riss. Der Teebecher in meiner Hand war kalt geworden, ohne dass ich daraus getrunken hätte. Sie war von Paul. Seufzend las ich seine zögernde Frage, ob er mich anrufen oder noch lieber besuchen dürfe, er wolle mich ja nicht drängen, aber es täte mir ja sicher gut, jetzt nicht alleine zu sein …?! Ach, Paul, dachte ich, du weißt gar nicht, wie gut sich alleine sein anfühlt. Ich fühlte mich zu schwach, ihm das zu antworten, ich hatte es bisher noch nie getan. Dabei war er ein netter Kerl, schmeckte gut, wir hatten uns vor zwei Wochen auf der Fete von Solveig kennengelernt und ich hatte schon vermutet, dass er sich in mich verliebt hatte, natürlich. Sein Werben schmeichelte mir, ich fand es nett von ihm, dass er mich wiedersehen wollte, vielleicht würde ich ihm nachgeben. Er konnte ja nicht wissen, dass ich nirgends länger blieb und mich meist schon vor dem Frühstück zur Tür schlich, den Kopf noch voller Gin, den Körper satt. Wie so oft hatte ich mir am Ende der Nacht oder am Anfang des Morgens jemanden gesucht, der das Partyglück vollkommen macht, der den Rausch vollendet, gesichtslos, namenlos, atemlos. Manchmal blieb ich auch länger, bei Marlon oder Ricki zum Beispiel, aber es führte nur zu Komplikationen, wegen der vielen Gefühle, die Erwartungen in den Raum holten. Anrufen, verabreden, miteinander Zeit verbringen, immer das machen, was der andere toll fand.

Ich war bisher genau zweimal verliebt, mit dem einen war ich sogar ein halbes Jahr zusammen, aber diese komplizierte Treffbeziehung wurde mir irgendwann zu eng, ich meine, er hieß Johannes, hatte einen tollen Hintern und kam immer zu früh. Was ich weiß: Ich hatte weder Zeit für mich noch meine Querflöte gehabt, nur noch verliebt Händchen halten und ins Kino gehen, das gab mir nichts und wenn das Beziehung bedeutete, hätte ich lieber keinen Freund. Seine Küsse passten mir schon bald nicht mehr und so hatte ich irgendwann Schluss gemacht, bevor es zu langweilig wurde. Sehr zur Enttäuschung von meiner besten Freundin Charly, die der Meinung war, wir wären das perfekte Paar gewesen. Sie hielt mich für beziehungsunfähig, für eine, die nur mit den Männern spielte, und meinte, ich könne die armen Jungs doch nicht einfach so benutzen. Sie formulierte es so, benutzen, und ich verbot ihr daraufhin, so über Spaß zu sprechen, den ohne Zweifel alle Beteiligten hatten. Mit einem lag die gute Charly allerdings richtig: Es fiel mir schwer, mich auf andere einzulassen, irgendwann waren mir Küsse und Streicheleinheiten und Zuwendungen zu viel. Ich mochte das Gefühl nicht, mich in ihnen zu verlieren, mich an sie zu gewöhnen und süchtig zu werden, mir war es lieber, ich blieb frei. Paul würde noch eine Weile warten müssen, bis ich wieder tanzte, dachte ich, stellte mein Handy aus und kauerte mich auf dem Stuhl zusammen, die Arme wärmend um mich geschlungen. Auf Partys würde er mich in der nächsten Zeit nicht antreffen, wie konnte ich feiern mit dieser Leere in mir?!

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Ilona Einwohlt wollte eigentlich Ernährungswissenschaftlerin werden, aber dann las sie mitten in der Chemievorlesung Das andere Geschlecht von Simone de Beauvoir und widmete sich fortan der Literatur, insbesondere der von Mädchen und Frauen. Nach dem Studium der Germanistik und Hispanistik arbeitete sie in einem Verlag, bevor sie selbst mit dem Schreiben begann. Ilona Einwohlt, Jahrgang 1968, lebt mit ihrer Familie in Darmstadt.