Liv Larson im Interview

Worum geht es in deinem Buch WER ZULETZT LIEBT … LIEBT AM BESTEN?

Darum, zu sich zu stehen: Von innen zu leuchten, statt nach außen zu glänzen

 

 

Churros wie in Barcelona

Wie bist du auf die Idee für diese lustige Liebesgeschichte gekommen?

Durch einen Artikel über die Aron-Studie: Liebe durch 36 Fragen. Der Bericht über Arthur Arons Slow-Dating-Methode war die Geburtsstunde der Churrería-Szene in Barcelona.

 

Mit welchen drei Sätzen würdest du dein Buch beschreiben?

Wer zuletzt liebt … macht Spaß

… ist etwas für Querdenker*innen

… feiert die Kraft von Freundschaft und Liebe

 

Die Geschichte handelt von der 39-jährigen Bea, die von ihrer Freundin Emily heimlich bei einer Partnerbörse angemeldet wird. Was passiert dann?

Bea ist völlig genervt, geht aber dennoch zu drei Dates, eins skurriler als das andere. Und dann, irgendwann im Tropenhaus … mehr wird nicht verraten.

 

Wie würdest du die Protagonistin Bea beschreiben?

Anfangs ist Bea Juliette Binoche in langweilig. Doch dann verlässt sie ihre Komfortzone, erlebt Witziges und Widerwärtiges und findet heraus, was und wen sie wirklich will.

 

Welche Beziehung hat Bea zu ihrer Freundin Emily und wieso wird diese im Laufe der Geschichte auf eine harte Probe gestellt?

Bea und Em kennen sich seit der Grundschule, sind die dicksten Freundinnen. Dadurch merkt Bea lange Zeit nicht, wie übergriffig Emily Beas Liebesleben zu „optimieren“ versucht: Das fängt mit einem dubiosen Liebesratgeber an und geht über eine Falsch-Anmeldung bei besagter Partnerböse bis hin zu einem aus dem Ruder laufenden Barcelona-Urlaub. Dass Bea ebenfalls nicht mit offenen Karten spielt, macht die Sache nicht gerade einfacher.

Ella Fitzgerald

 

Welche typischen Erfahrungen macht Bea und wie viel Liv Larson steckt in ihr?

 Eine typische Erfahrung ist der Gesangsunterricht. Bea nimmt Musik-Stunden bei einer Frau namens Judith und lernt dabei, immer mehr ihrer eigenen Stimme zu vertrauen. Die Jazzstücke im Stil von Ella Fitzgerald, die Judith Bea beibringt, lösen viel in ihr aus: Durch die Musik verarbeitet Bea vergangene Erlebnisse und gewinnt Kraft und Zuversicht für die Zukunft. Das geht mir genauso. Auch in meinem Leben spielt Musik eine sehr wichtige Rolle.

 

 

Hast du noch eine Buchempfehlung für uns?

 Ja. Mir gefallen die Bücher von Marian Keyes und auch ihren neusten Roman „The Break“ finde ich toll. Es geht um Amy und Hugh, beide in ihren Vierzigern. Hugh teilt Amy eines Tages mit, dass er unbedingt eine Ehe-Pause benötige und verschwindet in null Komma nix für sechs Monate auf einen Asientrip. Keyes schreibt sehr witzig über durchaus ernste Themen, wirklich empfehlenswert.

Liv Larson – Wer zuletzt liebt ... liebt am besten

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Liv Larson ist das Pseudonym der Autorin Sigrun Dahmer. Sigrun Dahmer, Jahrgang 1966, stammt ursprünglich aus Bochum. Doch sie war schon immer ein Zugvogel: In den Schulferien Au-Pair in Paris, nach dem Abi ein Jahr „Nanny“ in den U.S.A., später ein Auslandssemester in Spanien. Eine Zeit lang schien sie als Lehrerin an einem Kölner Gymnasium endlich sesshaft geworden zu sein. Zumindest solange, bis sie erneut, diesmal zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern, vom Reisefieber gepackt wurde: 2013 verabschiedete sich die ganze Familie aus Deutschland, um ein Sabbatical in Las Palmas zu verbringen.

Dort entstand das landeskundliche Buch Fit für Spanien, dem ein Jahr später der Ferienroman Flamenco zum Frühstück folgte. Außerdem schrieb die Autorin Songtexte für eine Latin Combo und veröffentlichte Reiseberichte – unter anderem im Globetrotter-Magazin und im spanischsprachigen Ecos. Letztendlich darf jedoch bezweifelt werden, ob all diese Maßnahmen ihr hartnäckiges Zugvogelsyndrom auch tatsächlich zu kurieren vermögen …