Jana Schikorra über ihren neuen humorvollen Liebesroman

Worum geht es in deinem humorvollen Liebesroman Ich glaub, mich küsst ein Zwerg?

Um eine Autorin moderner Märchen, deren Welt ganz und gar auf den Kopf gestellt wird. Das fasst es ganz gut zusammen, oder? Ich glaub, mich küsst ein Zwerg ist kein Liebesroman, wie man ihn sich vorstellt. Er ist… verrückt. So wie ich.

 

Im Roman taucht die Schriftstellerin Magdalena unverhofft in eine wilde Märchenwelt ein. Wie bist du auf die Idee für diese ungewöhnliche Geschichte gekommen?

Puh. Das kann ich gar nicht so genau sagen. Manchmal kommt es vor, dass meine Träume mich zu bestimmten Geschichten inspirieren. Die meisten Ideen aber sind irgendwann einfach da. Ganz ungefragt. Und wenn sie nicht wieder verschwinden wollen, mache ich Bücher aus ihnen.

 

Was gefällt dir an Märchen? Und welches ist dein Lieblingsmärchen?   

Ich habe mich als Kind so gern in Märchen hineingeträumt. Dabei war ich in meinen Vorstellungen längst nicht immer die Prinzessin. Ich war auch die böse Stiefmutter, der feuerspeiende Drachen, der sprechende Spiegel.  Ich habe die Geschichten, die Schicksale der Figuren nicht nur gehört – ich habe sie gefühlt. Jedes Märchen, das ich im Laufe meines Lebens gelesen habe, hat meine Fantasie gefüttert und so zu ihrem Wachstum beigetragen. Es gibt nicht das eine Lieblingsmärchen; sie sind alle auf ihre Art faszinierend.  Früher hätte ich auf diese Frage aber ganz klar mit „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ geantwortet!

 

Du selbst stammst aus Lübeck. Die Geschichte spielt im nicht weit entfernten Dorf Elmenhorst? Warum gerade dort?

Eigentlich spielt die Geschichte ja an vielen Orten: Hamburg, Lübeck, Rostock, Hannover, Berlin, Kassel, Göttingen, Düsseldorf, Füssen, Schwangau… Magda kommt ganz schön rum! Sie verlässt ihre gewohnte Umgebung und erlebt fernab ihrer Komfortzone ein richtiges Abenteuer.

 

Was hat dich dazu inspiriert, die Figur des bärbeißigen Bikerzwergs, zu erschaffen?

Ich wollte einen Helden haben, der nicht der gängigen Vorstellungen einer männlichen Hauptfigur in einem Liebesroman entspricht. Vor allem, da sich in meiner Geschichte alles um das Thema „Märchen“ dreht. Ein hoffnungslos romantischer Prinz mit goldgelocktem Haar hätte nicht zu Magdalena gepasst. Ein charakterstarker Zwerg auf einem Motorrad hingegen schon.

 

Was ist dein Lieblingszitat des Bikerzwegs?

„Gib es doch einfach zu: Du stehst auf mich.“
Es ist nicht so, dass es nicht vielleicht gehaltvollere Aussagen des frechen Zwerges geben würde, aber genau DAS liebe ich so. Vielleicht gerade wegen seiner Einfachheit. Siegfried ist das genaue Gegenteil von Magda: Locker, selbstsicher, geradlinig. Während Magda mit sich und ihren Gefühlen hadert und dazu neigt, alles zu verkomplizieren, ist Siegfried herrlich pragmatisch.  Ich mag das.

 

Hast du schriftstellerische Vorbilder?

Natürlich! Es gibt einige Schriftsteller, zu denen ich aufsehe und die ich für ihr Schaffen aus tiefstem Herzen bewundere. Dazu zählen sowohl die bekannten Größen der Gegenwart wie Joanne K. Rowling als auch die Literaturgenies der Vergangenheit wie Kafka. Es gibt aber natürlich auch weniger bekannte oder gänzlich unbekannte Schriftsteller, die für mich eine Vorbildfunktion erfüllen.

 

Was liest du selbst gerne?

Psychothriller und Fantasy. Auch humorvolle Bücher empfinde ich als ansprechend. Ab und an lese ich auch gern mal historische Romane. Oder Science Fiction. Okay, Hand aufs Herz: Eigentlich lese ich alles. Sogar die Rückseiten von Verpackungen.

 

Woran arbeitest du zur Zeit?

Am ersten Teil meiner Urban-Fantasy-Reihe. In diesem Genre habe ich zuvor noch nie etwas geschrieben, fühle mich dort aber sehr wohl. In diesen Büchern zeige ich dem Leser eine neue, ernstere Seite von mir.

Jana Schikorra – Ich glaub, mich küsst ein Zwerg

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Noch bevor sie lesen und schreiben konnte, entdeckte Jana Schikorra ihre Liebe zum Geschichtenerzählen. Kaum hatte sie aber gelernt, einen Stift in der Hand zu halten und Worte zu Papier zu bringen, geriet der Bestand an Notizbüchern weltweit in ernsthafte Gefahr. Seitdem entstanden zahlreiche Kurzgeschichten, Gedichte und Romane, die nun darauf warten, in die Welt entlassen zu werden.

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