Interview mit Hasso Lagerfield

 

Wir interviewen heute den bekannten Modemacher Hasso Lagerfield. Herr Lagerfield, würden Sie sich unseren Zuhörern kurz vorstellen?

»Wuff, Wuff, Grrr.«

 

Aha, Sie meinen, weil Eigenlob stinkt, sollte die Vorstellung besser ich übernehmen. Selbstvertrauen kann man Ihnen also schon einmal nicht absprechen. Sie behaupten von sich, der größte lebende Modemacher zu sein, sind zudem bekannter Herzensbrecher und neuerdings Retter unschuldiger Tiere.

»Wuff!«

 

Wie ich gerade sehe, sind Sie ein passionierter Schlabberer. Meinen Sie wirklich, das macht Sie unseren Zuhörern sympathisch?

»Wuff Wuff.«

 

Nun gut, Menschen und Möpse sind in dem Punkt wohl unterschiedlicher Auffassung, aber Schwamm drüber. Mir wurde zugetragen – und zwar von Ihnen – Sie würden neuerdings monogam leben. Das kann ich mir in Ihrem Fall ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen. Was hat Sie zu dem Schritt bewogen?

»Wuff.«

 

Die große Liebe? Für einen stattbekannten Casanova ein recht … äh großspuriges Wort, finden Sie nicht?

»Wuff?«

 

Aha, wer wie Sie schon über tausend Hündinnen nicht von der Bettkante gestoßen hat, der kann viel besser beurteilen, wer die große Liebe ist? Jedenfalls besser als ein jahrelanger Single. Nun, da haben Sie wohl Recht.

»Wuff.«

 

Ja natürlich sehen Sie das genauso. Dann kommen wir doch mal zum eigentlichen Thema des Interviews. Warum haben Sie nun auch noch ein Buch geschrieben, mit dem zugegebenermaßen passenden Titel Mode, Mops und Moneten Worum geht es denn da?

»Wuff, Wuff, Schlabber, Heul, Winsel, Miau, Grrr, Wuff.«

 

Aha, Sie retten also die Modewelt, begleitet von einem fresssüchtigen Hamster mit zweifelhafter sexueller Orientierung und einer kleptomanischen Elster mit Helfersyndrom. Und es geht um eine Klarstellung. Welche Klarstellung denn?

»Wuff, Kläff.«

 

Sie wollen also behaupten, Sie seien der legitime Nachfolger des kürzlich verstorbenen Modemachers Karl …?

»Grrr. Grrr.«

 

Man hat Sie übergangen? Also finden Sie das nicht ein wenig weit hergeholt … Aua, haben Sie mich etwa gerade gebissen? Ja gut, wenn ich es mir näher betrachte, könnten Sie auch hier wieder recht haben. Und im Übrigen ist das Buch ganz toll. Müssen Sie unbedingt lesen, liebe Leserinnen und Leser. Und nein, dass sage ich nicht, weil ich gerade von einem Mops bedroht werde, das wäre ja auch völlig absurd. Ein Mops, ich bitte Sie. Aua!

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Audrey Teddington entdeckte im Alter von 84 Jahren die Punkmusik und trägt seitdem mit Vorliebe Irokesenschnitt. Sie hasst Video 2000, Smartphones und schlecht aufreißbare Plastikverpackungen. Tiere hingegen liebt sie so sehr, dass sie auf ihrer alten Remington die Memoiren ihres Mopses Hasso Lagerfield tippt. Allerdings zerfetzt dieser mit Vorliebe jene Episoden, die ihn nicht in jenem Licht erscheinen lassen, das einem britischen Modezar gebührt.