Saskia Louis über ihren neuen Baseball-Love-Roman Home Run zu dir

Worum geht es in deinem Buch Home Run zu dir?

Baseball und Frauen: Das sind die Dinge, die Jake Braker liebt und versteht.
Kinder gehören definitiv nicht zu seinem Feld der Expertise. Als er gerichtlich zu Sozialstunden im Kindergarten verurteilt wird, rechnet er mit einem katastrophalen Ausgang der Situation. Wie sich herausstellt, sind die Bazillenschleudern jedoch gar nicht das Problem. Die Erzieherin, die sich weder von seinem Aussehen noch von seinem Geld beeindrucken lässt, geht ihm viel mehr auf die Nerven. Sie hat nichts in seinem Leben und erst recht nichts in seinen Träumen zu suchen!
Geld und Zeit: Das sind die Dinge, die Olivia Green in ihrem Leben fehlen.
Der arrogante Baseballer, auf den sie plötzlich aufpassen muss, gehört definitiv nicht auf diese Liste. Beschäftigt mit Geld- und Familienproblemen hat sie wenig Geduld für den selbstgerechten Egomanen, der ihr Vertrauen mit seinem schmierigen Lächeln und blöden Muskeln erkaufen will. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr muss sie einsehen, dass sie ihn möglicherweise unterschätzt hat …

 

Die Protagonisten Jake und Olivia scheinen unglaublich unterschiedlich zu sein. Wie würdest du die beiden in wenigen Worten beschreiben?

Man kann Jake einfach nur als Teilzeit-Arschloch mit verblüffend großem Herzen beschreiben. Letzteres kann man auf dem ersten Blick jedoch noch nicht erkennen. Er tut nur die Dinge, die ihm Spaß machen, weil er den Erwartungen, die an ihn gestellt werden, seiner Meinung nach ohnehin nicht gerecht werden kann.
Olivia ist das komplette Gegenteil. Sie opfert ihr Leben für ihre Familie auf, hat überhaupt keine Freizeit mehr und ist die verantwortungsvollste Person, die man sich nur vorstellen kann. Allerdings ist ihr Geduldsfaden auch sehr kurz … und Jake ist ein Problem, das sie gerade überhaupt nicht gebrauchen kann!


Wie kamst du auf die Idee? Ist dir die Inspiration nach sechs Bänden nicht ausgegangen?

Tolle Charaktere im Kopf zu haben, ist für mich immer die halbe Miete bei einer Buchinspiration – und da ich seit sechs Bänden darauf gewartet habe, Jakes Geschichte zu erzählen, ist mir das Plotten eigentlich sehr leicht gefallen. Jakes Hintergrundgeschichte stand für mich schon immer fest, da konnte ich also gut anknüpfen. Ich habe mich einfach gefragt: An welchem Ort würde Jake sich am unwohlsten fühlen.
In einem Kindergarten war die Antwort und der Rest kam von selbst.
Olivia kennt man ja auch schon aus Liebe ist (k)ein Spiel, die Grundsteine waren also schon gelegt 😊

Klar denke ich mir ab und zu: Mist, hatte ich das nicht schon woanders so ähnlich stehen? Aber bis jetzt hat mich das noch nicht allzu lang aufgehalten😊

 

Mit welchem Charakter der Reihe kannst du dich am besten identifizieren?

Oh, das ist eine ganz fiese Frage, da jeder Charakter immer einen kleinen Teil von mir in sich trägt. Müsste ich mich entscheiden, würde ich wohl Emma oder Savannah nehmen. Weil beide starke, schlagfertige Frauen sind, die ihre ganz bestimmten Unsicherheiten haben, die sie mit Humor überspielen. Damit kann ich mich sehr gut identifizieren. Ich glaube, das mache ich genauso …

 

Was magst du an Reihen so gerne? Schreibst du sie lieber als Einzelbände?

Definitiv. Wenn man ein Buch schreibt, erschafft man jedes Mal eine neue Welt, die man zu lieben lernt. Und je schöner die Welt ist, desto schwerer fällt es einem, sie zu verlassen. Deswegen mag ich Reihen so unglaublich gerne, weil man die Möglichkeit hat, diese Welt mehr als einmal zu besuchen. Außerdem mag ich es, wenn Charaktere über Bücher hinweg auftauchen. Das gibt mir dann immer ein sehr familiäres, warmes Gefühl 😊

 

Du hast die Wahl: du darfst dir einen Charakter der Baseball Love-Reihe aussuchen, mit dem du auf ein Date gehst. Wen wählst du und warum?

Sam. Einfach, weil … es ist Sam!
Er ist der heißeste Eisblock, den ich je geschrieben habe. Davon bin ich überzeugt. Aber das Date können wir dann auch gerne überspringen. Er redet ja ohnehin nicht so viel.

 

Die Baseball Love Reihe geht in die letzte Runde. Bist du traurig darüber?

Ja, total. Ich werde die Delphies wirklich vermissen. Sie haben mir über Jahre hinweg ein Zuhause gegeben, zu dem ich immer zurückkehren konnte. Aber man soll ja dann aufhören, wenn es am schönsten ist.
Außerdem plane ich, die Panther-Familie in einer ganz eigenen Reihe zu verkuppeln und da werden meine Lieblingsbaseballer definitiv ein paar Gastauftritte haben.

 

Hast du bestimmte Schreibrituale?

Nein, eigentlich nicht. Manchmal stehe ich morgens auf, setze mich an den PC und fange einfach an zu schreiben. Ohne zu trinken, ohne zu essen, im Schlafanzug. Musik habe ich auch nicht immer laufen, Kerzen auch nicht immer brennen. Das kommt immer ganz auf den Tag und die Szene, die ich schreiben will, an. Meine Notizbücher fliegen allerdings immer auf meinem Schreibtisch herum und leisten mir Gesellschaft 😊

 

Du schreibst in verschiedenen Genres, gibt es etwas, das du unglaublich gerne mal ausprobieren würdest, dich aber nicht traust? (Zum Beispiel ein Erotik Roman …)

Ach, ich schließe das überhaupt nicht aus, dass ich irgendwann mal einen Erotikroman schreiben werde! So ein großer Sprung ist das gar nicht und ich bin immer für die nächste Herausforderung offen. Reizen würde mich aber auch mal ein richtig düsterer Thriller. Einfach, um zu wissen, ob ich es könnte … dafür fehlt mir im Moment jedoch leider die Zeit und vor allem die Geduld. Das Projekt würde mich nämlich etwas länger beschäftigen, fürchte ich.

 

An was schreibst du momentan?

An Mordsmäßig verkatert, Louisa Manus fünftem Fall.

 

Und zu guter Letzt: Hast du eine Buchempfehlung für uns?

Oh, auf jeden Fall. Das letzte Buch, das mich begeistert hat, war Rivers of London von Ben Aaronovitch. Ein unglaublich humorvolles Krimi-Fantasy-Buch. Kann ich wirklich nur jedem ans Herzen legen.

Saskia Louis – Home Run zu dir

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Saskia Louis lernte durch ihre älteren Brüder bereits früh, dass es sich gegen körperlich Stärkere meistens nur lohnt, mit Worten zu kämpfen. Auch wenn eine gut gesetzte Faust hier und da nicht zu unterschätzen ist … Seit der vierten Klasse nutzt sie jedoch ihre Bücher, um sich Freiräume zu schaffen, Tagträumen nachzuhängen und den Alltag ihres Medienmanagementstudiums in Köln einfach mal zu vergessen.