Ein Earl im Unterrock-Autorinnen im Interview

Worum geht es in eurem Buch Ein Earl im Unterrock?

Um einen rechtmäßigen und einen falschen Erben, gestohlene Dokumente, Verkleidungen, verwirrende Gefühle, die ganz große Liebe, einen Tollpatsch und eine gewitzte Großmama.

 

Wie seid ihr auf die Idee für die Geschichte gekommen?

Marie Caroline Bonnet und ich, Katherine Collins, besuchen gerne ländliche Messen und haben während der Unicon in Kiel die Zeit genutzt, um über unsere Arbeit und Ideen zu sprechen. Von dort aus war es nicht mehr weit, zu einem gemeinsamen Versuch. Da wir Teil der Romance Alliance sind, dachten wir uns, es wäre nett, auch andere Kolleginnen zu involvieren. Die Anfrage brachte uns sogleich alle nötigen Parts der Geschichte zusammen.

 

Ihr habt zusammen an der Geschichte geschrieben. Wie können wir uns diesen Prozess vorstellen? 

Fünf Autorinnen und ihren Arbeitsfluss zu organisieren, ist eine Herausforderung. Marie Caroline und ich. Katherine Collins, hatten den Vorteil, dass wir stundenlang an der Geschichte gefeilt hatten und uns mit jedem Aspekt bereits vor Schreibbeginn auskannten. Da es leichter war, den Plot vorzuplanen, haben wir genau aufgeschrieben, was in den jeweiligen Kapiteln geschehen musste und die Kolleginnen haben es dann hervorragend umgesetzt. Marie machte sich die Mühe zu sammeln und zusammenzufügen und voilà unser erster gemeinschaftlicher Roman war fertig. Es hat mir und allen anderen Beteiligten wahnsinnigen Spaß gemacht, dieser Geschichte Leben einzuhauchen!

 

Wie habt ihr euch die Protagonisten ausgesucht?

Die Rollenverteilung passierte schon beim Plotten, und wir finden, dass wir jeder Autorin den passenden Charakter „auf den Leib geschrieben“ haben. Mein George ist zum Beispiel ein Tollpatsch – was ich sehr gut nachvollziehen kann!

  

Ein typisches Zitat eures Charakters aus Ein Earl im Unterrock?

„Ich bin Schauspieler, kein Earl!“ – George

»Margaret, das kann nicht dein Ernst sein. Wir haben nichts gemeinsam, er ist – nun ja, er ist reizend, aber doch ein wenig – einfältig, findest du nicht?« – Charlotte

„Er zupfte an dem Oberteil. Bestimmt gab es einen vernünftigen Grund, weshalb man Frauen zwang, sich in Unmengen von Stoffschichten zu hüllen, bis sie sich nicht mehr bewegen konnten. Louis erschloss sich die Logik nicht. Das Kleid saß viel zu eng um seinen Körper. Die Schuhe, die man für ihn aufgetrieben hatte, waren zu klein. Und das Orange des Ensembles – kopfschüttelnd blickte er an sich hinunter – passte nicht zu seiner Augenfarbe.“ – Luis

„Mein lieber Junge …“ – Harriet

 

Hattet ihr selbst schon einmal ein chaotisches Weihnachtsfest?

Marie: Ist nicht jedes Weihnachtsfest irgendwie chaotisch?

Ester: Das Weihnachten in unserer Familie läuft sehr geordnet ab. Im Laufe der Jahre haben sich die Rituale etwas geändert, aber die Feiertage sind sehr durchstrukturiert, um alle Familienbesuche unterzubringen. Dank meiner beiden Kinder wird Weihnachten aber noch eine Weile spannend und aufregend bleiben.

Katherine: Gewisser Weise ist jedes Weihnachtsfest chaotisch. Wir verbringen die Feiertage bei der Familie in England und treffen auf so viele Menschen, dass mir danach immer der Kopf schwirrt.
Zudem reisen wir meist am 24.12 an und meine Schwiegereltern möchten den Kindern ein schönes Weihnachten ermöglichen, in der Annahme, dass wir generell am 24. feiern. Also ein anstrengender Reisetag mit festlichem Dinner … alle Jahre wieder.

Dolores: Eher nicht. Wir sind eine überschaubare Familie geworden, weshalb sich das Chaos in Grenzen hält. Allerdings würde mir das auch nichts ausmachen. Hauptsache wir haben eine gute Stimmung. Ein bisschen Chaos stört mich nicht. Dann ist wenigstens Leben in der Bude.

Dorothea: Eins? Bei uns ist jedes Weihnachten chaotisch. Vor allem kommt Weihnachten ja immer so plötzlich. Ich weiß oft bis kurz vor dem Fest nicht, wer überhaupt kommt und für wie viele Personen ich einkaufen muss, zumal da auch noch Personen bei sind, die ernährungstechnisch nicht so unkompliziert sind. Und die Geschenke kauf ich trotz guter Vorsätze dann meistens auch noch kurz vor knapp.

 

Was ist eure schlimmste Weihnachtstradition?

Marie: Die wurden bereits abgeschafft, wie z. B. tonnenweise Geschenke.

Dorothea: Blockflöte spielen! Ich habe acht Jahre Unterricht gehabt: Alt-Barockflöte. Das uncoolste Instrument, das man als Teenager nur erlernen kann. Weihnachten musste ich dann auch noch immer die Bassflöte übernehmen, weil ich auch Klavier spielen und somit Bassnoten lesen konnte. Also: das leicht pummelige Mädchen in der Kirche mit dem Riesenmoped von einer Flöte, die auch noch so ein Metallrohr mit »Spuckeklappe« dran hat … das war schon super sexy.

Katherine: Für mich? Geschenke zu verteilen und zu erhalten. Ich hasse Geschenke. Ich habe nie eine Idee, was ich verschenken soll, so sehr ich mir auch den Kopf zerbreche. So verbringe ich die Festtage immer in Sorge, dass die Beschenkten nicht mögen, was ich ihnen mitgebracht habe.

Dolores: Die haben wir allesamt abgeschafft. Wir feiern Weihnachten so, wie’s uns gefällt. Es muss keiner was essen, wenn er nicht will und eine Gans gab’s bei uns noch nie.

 

Wie peppt ihr Weihnachten dieses Jahr auf?

Marie: Wie jedes Jahr – wir raffen uns nach stundenlangem Herumsitzen und Schlemmen noch einmal auf und gehen um 23 Uhr zur Christnacht in unsere Kirche. Der Gottesdienst wird von der Kirchenjugend organisiert, mit rockiger Musik und Theaterstück. Das ist immer sehr schön.

Katherine: Ich hoffe, wie jedes Jahr, auf Weihnachten ohne Pepp. Ich mag es besinnlich, kann auch stundenlang mit einem Grog vor dem Kamin hocken und Weihnachtsmusik lauschen.

Dorothea: Vielleicht mal mit dem Curry-Nussbraten meiner englischen Gastmutter. Dann machen wir wieder ein Veggie-Weihnachten und lassen die Gänse leben. Für Pep und Trubel werden schon meine Kinder und die bucklige Verwandtschaft sorgen.

Ester: Für uns stehen die Kinder an Weihnachten im Mittelpunkt. Ich befürchte, dass meine Jüngste in diesem Jahr das letzte Mal daran glaubt, dass das Christkind die Geschenke vorbeibringt. Darum möchte ich, dass es für sie noch einmal etwas ganz Besonderes wird. Extravagante Unternehmungen werden daher nicht drin sein.

Dolores: So, wie jedes Jahr, schöne Deko und gutes Essen.

 

Was könnt ihr an Weihnachten nicht mehr sehen?

Marie: Matschiges Regenwetter.

Katherine: Geschenkpapier.

Dorothea: Ich mag diese hektischen Blinke-Lichterketten nicht, die viele haben oder diese Sterne, die dann so von innen nach außen aufleuchten. Sieht eher aus wie ein Casino in Las Vegas…

Ester: Ich finde es nervig, dass schon Monate vorher Weihnachtsgebäck in den Läden zu finden ist. Viel zu früh entdeckt man überall Weihnachtsdeko, obwohl es draußen noch warm und sonnig ist. Und ich bin immer wieder überrascht, wenn die ersten Weihnachtslieder im Radio zu hören sind. „Last Christmas“ hängt mir allerdings überraschenderweise noch nicht bei den Ohren hinaus.

 

Welcher Film versetzt euch am schnellsten in weihnachtliche Stimmung?

Marie: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Katherine: Keiner. Ich höre lieber Musik.

Dorothea: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel und Love, Actually (Tatsächlich Liebe)

Ester: Die Antwort wird jetzt überraschen. Am 23. wird bei uns der Christbaum gemeinsam mit meinen Kindern geschmückt. Am 24. dürfen wir das Wohnzimmer aber nicht mehr betreten, damit das Christkind auch wirklich die Geschenke bringen kann. Während der Wartezeit machen wir es uns in unserer Fernsehecke bequem uns schauen uns Barbiefilme an. Wann immer mir unter dem Jahr die Hülle einer Barbieverfilmung in die Hände fällt, muss ich an Weihnachten denken.

Dolores: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

 

Wollt ihr nochmal an so einem Gemeinschaftsprojekt arbeiten?

Tatsächlich war Ein Earl im Unterrock der Auftakt zu einigen weiteren Gemeinschaftsprojekten, die nun bearbeitet werden. Sowohl Ester D. Jones, als auch Marie Caroline Bonnet und ich, Katherine Collins, haben aus der Zusammenarbeit sehr viel Kraft gezogen und planen bereits Geschichte nach Geschichte!

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