Der Sektenthriller Redux – Das Erwachen der Kinder jetzt als Editor’s Edition

Stuttgart, Juli 2017. Ein Mörder, der seine Opfer bestattet, eine Sekte, die das Jüngste Gericht heraufbeschwört und eine Frau in Gefahr, der niemand glaubt – das sind die Zutaten, aus denen Autor Thomas Kowa den zweiten Fall für seinen Kommissar Erik Lindberg kreiert. Im Mittelpunkt von Redux – Das Erwachen der Kinder steht ein jahrhundertalter Taufritus, mit dem Tote angeblich wiedererweckt werden können. Mehrere Frauen werden ermordet, nach dem Ritus getauft und anschließend bestattet. Der Täter droht mit dem Jüngsten Gericht und versetzt seine Bekennerbriefe mit Anthrax. Eine Studentin kann ihm zwar entkommen, doch die ermittelnden Polizisten beschuldigen sie, alles nur inszeniert zu haben. Sie wendet sich an Kommissar Erik Lindberg, der alles auf eine Karte setzt …

Redux – Das Erwachen der Kinder erscheint nun als Editor’s Edition bei dp DIGITAL PUBLISHERS und beinhaltet umfangreiches Bonusmaterial: die Kurzgeschichte Räbeliechtli, Steckbriefe des Ermittlerteams um Erik Lindberg, Original-Recherche-Files, einen Lageplan des Geschehens und den Song „Blut“, gesungen von Purwien und Kowa.

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9783960872016

Der zweite Fall von Erik Lindberg jetzt als Editor’s Edition inklusive der Extra- Kurzgeschichte Räbeliechtli, die Einblicke in Lindbergs Privatleben gibt, Steckbriefen des Ermittlerteams, Original-Recherche-Files, einem Lageplan des Geschehens und dem Song Blut von Purwien und Kowa.

Pommes! Porno! Popstar!

Mit Kommentaren von Christian Purwien und Gott

Ich würde auch fünf Kilogramm Hackfleisch in die Charts kriegen.

Dieter Bohlen

1. Dalaas, Dienstag, 21.06., 03:01

Als Christian mich anrief, befand ich mich im Zustand fortgeschrittener Verwesung. Pardon, ich meine natürlich Verwirrung. Denn ich lag jenseits der zivilisierten Welt auf ein paar löchrigen Holzbrettern und träumte von endlosen Stränden, romantischen Sonnenuntergängen und explodierenden Atomkraftwerken.

»Lange nichts mehr von dir gehört«, sagte Cristian. »Wie geht’s dir so?«

»Hrmpf«, war alles, was ich von mir geben konnte, denn ich befand mich am anderen Ende der Welt, es war mitten in der Nacht und ich hatte schon seit Tagen nicht mehr mit einem Menschen gesprochen.

»Erinnerst du dich noch an die Bürgschaft für die Pommesbude, die du mir gegeben hast?« Christian klang so unschuldig wie ein Dreijähriger, der den Weihnachtsbaum abgefackelt hat, samt elterlichem Haus und dem als Weihnachtsgeschenk verpackten Hamster.

Schlagartig war ich hellwach. »Ja klar«, antwortete ich und richtete mich auf. »Toplage, fast keine Miete, super Kunden, die besten Pommes des Ruhrgebiets. Ein idiotensicheres Geschäft, bei dem nichts schiefgehen kann, selbst dann nicht, wenn die Welt untergeht.«

»Tja.« Christian räusperte sich umständlich. »Es ist schiefgegangen.«

»Was?!«

»Ich bin pleite und muss die Kredite zurückzahlen – in einer Woche.«

Ich zwickte mich in den Arm, ins Bein und dort, wo es besonders wehtut, doch ich war tatsächlich wach. »Was denn für Kredite? Ich hab doch nur für einen gebürgt.«

Wieder räusperte Christian sich umständlich. »Das ist ja das Problem«, sagte er. »Deinen Kredit kann ich nicht zahlen und den von den Hells Angels auch nicht.«

»Du hast dir Geld von den Hells Angels geliehen?« Ich war versucht, mich schon wieder zu zwicken. »Warum das denn?«

»Ich hatte mich an geldgeile Betrüger ohne Moral und Ethik ausgeliefert …«

»Ich kenne die Hells Angels«, unterbrach ich ihn.

»Aber offensichtlich nicht die Deutsche Bank«, widersprach Christian. »Die haben nämlich meine ganzen Einkünfte mit der Pommesbude an der Börse verzockt, und als ich am Jahresende von der Steuer überrascht wurde, haben sie mir, weil der DAX doch gerade so viele Chancen biete, doppelt so viel wie nötig geliehen. Und das haben sie dann auch verzockt. Anschließend bin ich zu den Hells Angels, weil ich dachte, schlimmer kann es nicht kommen.«

Ein erneutes umständliches Räuspern von Christian verriet mir, dass es sehr wohl schlimmer gekommen war. »Was passiert, wenn du den Kredit nicht zurückzahlst?«, fragte ich. »Pfänden sie dir dann die Pommesbude?«

»Das haben sie schon lange.« Er seufzte. »Am Ende hab ich noch alles versucht, sogar siebzehn Sorten Currywurst angeboten, aber es hat nichts genutzt. Die letzten sechs Monate hab ich gleichzeitig als Chauffeur, Bäcker und Musikjournalist gearbeitet, aber die drei Jobs haben gerade mal ausgereicht, um die Zinsen zu zahlen. Jetzt hat das Musikmagazin dicht gemacht und ich kann mich nicht arbeitslos melden, weil ich ja noch zwei Jobs hab. Und von meinem schlimmsten Nebenjob hab ich noch gar nichts erzählt.«

»Und jetzt?«

»Muss ich innerhalb einer Woche einhunderttausend Euro für die Hells Angels auftreiben.« Christian war eigentlich ein unkaputtbares Stehaufmännchen, doch jetzt gerade flatterte seine Stimme bedenklich, trotz der ganzen Räusperei. »Sonst bin ich erledigt. Und du auch.«

»Wieso ich?«

»Die Deutsche Bank will noch mal so viel Geld. Aber da die einen im Gegensatz zu den Hells Angels nicht umbringen, muss ich erst mal die Rocker zufriedenstellen. Und du als Bürge die Deutsche Bank. Das Geld bekommst du natürlich von mir wieder, sobald ich es irgendwann hab.«

»Und das sagst du mir jetzt? Mitten in der Nacht, eine Woche vor Ablauf der Frist?«

»Sorry, ich dachte, ich kann das Problem selbst lösen. Ich wollte dich da nicht mit reinziehen. Aber …« Christians Stimme hellte sich auf. »Ich hab mir seit Tagen den Kopf zerbrochen und einen Ausweg gefunden.«

»Was für einen Ausweg?«, fragte ich. »Banküberfall? Räuberische Erpressung? Drogenschmuggel?«

»Wir haben es schon mal gemacht«, sagte Christian. »Aber dieses Mal machen wir es richtig. Und kassieren ordentlich ab.«

 

Es gibt nicht Schlimmeres als einen brillanten Anfang.

Pablo Picasso

2. Dalaas, Dienstag, 21.06., 03:03 

Offensichtlich streben Mobilfunkbetreiber eine höhere Rendite an als Drogendealer. Jedenfalls kostet ein Telefonat ins Ausland mit dem Handy mehr als eine gepflegte Überdosis.

Besonders absurd ist allerdings, dass man selbst dann zahlen muss, wenn man angerufen wird. Und doppelt zu kassieren, das haben nicht einmal die Herren Energieversorger hinbekommen, die ja sonst keine Gelegenheit auslassen, ihre Kunden abzuzocken.

Und so war das Guthaben meines Prepaidhandys genau in dem Moment aufgebraucht, in dem Christian mir seinen Plan offenbaren wollte.

Wie sollte ich mein Guthaben an diesem Ort, mitten in der Wildnis, wieder aufladen?

Die lokale Bevölkerung, die man mit viel gutem Willen gerade noch so als Menschen bezeichnen konnte, sprach ein Idiom, welches sich auf eine abstruse Art nach Deutsch anhörte, aber damit in etwa so verwandt war, wie Mini-Me mit Arnold Schwarzenegger.

So konnte ich mich mit den Ureinwohnern ausschließlich per Handzeichen verständigen.

Davon abgesehen war dieses Volk so verschlagen, dass es einer von ihnen fertiggebracht hatte, sich eines fremden Landes zu bemächtigen, dieses Land flugs mit dem eigenen zu vereinen und dann einen Krieg mit der halben Welt anzuzetteln. Als der Krieg verloren ging, wusch unser kleines Volk seine Hände in Unschuld, denn sie hätten das Morden ja nicht angefangen, wären selbst auch überfallen worden und im Übrigen schon immer neutral gewesen.

Ich hatte meine Heimat nur deshalb verlassen, weil man mir ein Stipendium als Stadtschreiber von Dalaas in eben jenem Land angeboten hatte. Das war zwar schlechter bezahlt als ein Praktikum bei der Müllabfuhr, aber als Schriftsteller ist man dergleichen ja gewohnt.

Nur meiner Erbtante Walburga war es zu verdanken, dass ich bisher nicht verhungert war. Ihre Milz hatte sich vor zwei Jahren nämlich entschieden, die Radieschen lieber von unten zu betrachten. Und den Rest des Körpers mitgenommen.

Dank der Milz hatte ich bei sparsamstem Lebenswandel für die nächsten 5 Jahre, 3 Monate, 27 Tage, 8 Stunden, 14 Minuten und 23 Sekunden ausgesorgt. So verkündete es jedenfalls der Countdown auf meinem Laptop, der angab, wann meine Geldbestände das Zeitliche segnen würden. Ursprünglich hatte ich den Countdown als Motivationshilfe installiert, aber in letzter Zeit war mir der Verdacht gekommen, dass er der wahre Grund für meine seit zwei Jahren andauernde Schreibblockade war.

Ich tippte den neuen Stand meines durch die Bürgschaft erdrosselten Vermögens in meinen Laptop. Sofort sprang der Countdown auf eine neue Anzeige.

Und mir wurde schwarz vor Augen.

In nicht mal einer Woche war ich pleite!

Und wem hatte ich das zu verdanken?

Christian Purwien*, dem Mann, der sich nur von Pommes ernährte. Und auch wie eine aussah.

—–

*Das bin übrigens ich. Und weil Schriftsteller die Realität immer ein wenig zurechtbiegen, biege ich sie mit meinen Kommentaren wieder zurück.

       Die Bemerkung zu meiner Pommesvorliebe stimmt allerdings, jedenfalls, wenn es die eigenen sind. Es ist nämlich ein Einfaches, ein Neun-Gänge-Menü für irgendwelche dahergelaufenen Gourmets zusammenzukloppen, jedoch eine große Kunst, die perfekten Pommes zu kredenzen.

       Das fängt mit der idealen Kartoffelsorte an, geht weiter mit dem eigens dafür komponierten Fett, das natürlich exakt auf die Edelstahl-Fritteuse abgestimmt sein muss und endet noch lange nicht beim handgeschöpften Meersalz. Und von der obligatorischen Rot-Weiß-Soße will ich gar nicht erst reden. Und wenn dann noch ein ordentlicher Apachenpimmel* dazukommt, ist der kulinarische Hochgenuss perfekt.

       *Für alle, die nicht im Ruhrpott sozialisiert wurden, ein Apachenpimmel ist eine Currywurst, natürlich mit roter Haut. Und ja, der Begriff ist nicht politisch korrekt. Aber wenn ich mir in meiner Pommesbude vor jeder Bestellung erst das Parteibuch hätte zeigen lassen, wäre ich schon vor drei Jahren Pleite gegangen.

—–

Christian und ich hatten uns vor Jahren aus den Augen verloren. Jetzt rief er mich an, und stürzte mich in eine Finanzkrise, die ich nicht wie ein Politiker bis zur nächsten Wahl aussitzen konnte.

Doch als Erstes musste ich den Kontakt wiederherstellen. Ich nahm mein Mobiltelefon, ein Prepaidhandy. Damit steht man in der Mobilfunkhierarchie auf der Stufe, bei der nicht mehr von Kunden gesprochen wird, sondern von Umsatzverhinderern. Diese bedrängt man so lange mit Vertragsangeboten, bis sie entweder entnervt eines unterschreiben oder zum nächsten Anbieter wechseln, um dort exakt das Gleiche zu erleben.

Im Menü meines Handys stand, um im Ausland mein Konto wieder aufzuladen, müsse ich nur meinen Provider anrufen oder ihm eine SMS schicken.

Nur wie sollte ich das ohne Guthaben machen?

Also blieb mir nichts anderes übrig, als das zu tun, was in den letzten fünf Jahren wahrscheinlich kein einziger Hotelgast weltweit mehr getan hatte: Ich schnappte mir das Zimmertelefon und wählte eine Nummer außerhalb des Hotels.

Zu meiner Überraschung tutete es und Christian nahm ab.

 

Ich schreibe gerade ein Buch.

Die Seitennummerierung habe ich schon fertig.

Steven Wright, amerikanischer Comedian

3. Dalaas, Dienstag, 21.06., 03:06

Leider kann ich mich an den Inhalt des Telefonats nur noch bruchstückhaft erinnern, da es

  1. a) mitten in der Nacht war,
  2. b) eine Kakerlakenfamilie auf mein Bett stieg, und ich
  3. c) sofort nach dem Telefonat zwischen der Panik vor einer Privatpleite und diesem Millionen-Dollar-Traum schwankte, der einem Geld, Gold und ein sorgenfreies Leben verspricht. Ein toller Traum! Nur leider führt er nach dem Aufwachen wegen dieser blöden Sache namens Realität zu einer schockbedingten partiellen Amnesie.

Dennoch versuche ich hier, das Telefonat zu rekonstruieren*:

—–

*Auf Anfrage kann eine Abschrift beim deutschen Innenminister angefordert werden, der den ganzen Scheiß, den die Leute so von sich geben, aus unerfindlichen Gründen auch noch speichert.

—–

»Du hast einen Plan?«, fragte ich. Wahrscheinlich war das Telefonat mit dem Hoteltelefon noch teurer als mit dem Handy und so versuchte ich, mich kurzzufassen.

»Wo bist du eigentlich?«, gegenfragte Christian.

»Am anderen Ende der Welt«, antwortete ich.

»Wo denn? Australien, Neuseeland, Hawaii?«

»Nicht mal in der Nähe davon«, seufzte ich. »Kennst du Dalaas?«

»Dallas? Was machst du denn in Texas?«

»Nicht Dallas, sondern Dalaas. Das liegt bei Bludenz.«

»Hä? Wo ist das? Irgendwo in Indien? Bangladesch? Burma?«

»Viel schlimmer«, stöhnte ich auf. »Österreich.«

Christian lachte. »Und was machst du da?«

»Ich bin momentan der Stadtschreiber von Dalaas.« Ich seufzte erneut. »Auch wenn es hier absolut nichts aufzuschreiben gibt.«

»Na umso besser.«

»Umso besser? Ich dachte, ich könnte mit dem Job meiner Schreibblockade entkommen. Aber die war schneller als ich und ist schon hier.« Ich stöhnte wieder auf und seufzte gleich noch mal. »Meine Schreibblockade ist inzwischen höher als der Hoover-Staudamm. Ich bin jetzt drei Wochen in Dalaas und hab nur einen einzigen Satz aufs Papier gebracht.«

»Und wie heißt der?«

»Mir fällt nichts ein.«

Christian schluckte. »Österreich ist ja auch viel zu langweilig. Und nicht weit genug weg.«

»Nicht weit genug weg?«, wiederholte ich. »Das sind dreihundertvierundneunzig Kilometer und achthundertdreiundachtzig Meter von daheim. Und die Zentimeter nicht mal mitgerechnet!«

In diesem Moment überlegte sich Christian wahrscheinlich aufzulegen, doch die Drohungen der Hells Angels hielten ihn davon ab. Oder war es dieser Traum von Geld, Gold und dem faltenfreien Leben? »Also, ich hab da eine geile Idee, die kann gar nicht schiefgehen«, sagte er stattdessen.

Er wusste eben noch immer, wie ich zu überreden war.

Christian sagte nur ein einziges Wort, doch ich konnte seine Begeisterung durch das Telefon spüren. »Rehberg.«

In dem Moment wusste ich, was er wollte.

Denn ich wollte es auch.

Nein, das ist keine Geschichte über ein frühes, spätes oder verspätetes Coming-out. Zumal ich ebenfalls Purwien heißen würde, wenn meine Urgroßmutter nach der Geburt meines Großvaters nicht den Namen ihres zweiten Mannes angenommen hätte, weil der erste keinen Job und nur ein Hobby hatte: Saufen*.

—–

*In meiner Familie wird die Geschichte übrigens genau umgekehrt erzählt. Wahrscheinlich kippten sich beide Familienteile damals gerne einen hinter die Binde, natürlich nur aus Trost, weil es damals keine Demokratie gab, keine Gewaltenteilung und keine selbstklebenden Briefmarken.

—–

Christian und ich sind also quasi miteinander verwandt. Doch das hier ist kein monumentales Familienepos, sondern eine Geschichte über Jungs, die durch Vortäuschung von Kunst Plattenfirmen dazu bringen wollen, ihnen Geld für das zu bezahlen, was man so Leben nennt.

Bisher waren wir damit nur mittelmäßig erfolgreich gewesen. Wobei man das Wörtchen mittelmäßig auch durch mäßigwenig oder gar nicht ersetzen könnte. Wie auch immer man das Debakel nennen wollte, wir konnten uns dadurch immerhin als verkannte Künstler fühlen.

Leider wurde mir die Gnade der frühen Geburt nicht zuteil, stattdessen bin ich ein Kind der Computergeneration. Meine größte Leistung auf der Bühne ist es daher, mich an einem Keyboard festzuhalten und ein paar Knöpfe zu drehen, ohne umzufallen.

Christian hingegen ist der geborene Performer und reißt jedes Publikum mit. Wenn es sein muss, auch in den Abgrund. Doch auch seine Fähigkeiten am Keyboard sind denen einer Bisamratte, die sich aus Versehen auf eine Bühne verlaufen hat, nur marginal überlegen.

Wir waren also Musiker, ohne Musiker zu sein.

Irgendwie hatten wir es in den 90ern trotzdem geschafft, ein paar Songs zu schreiben und eine Plattenfirma zu finden, die das alles auch noch bezahlte.

Oder zumindest anfangs so tat.

Um das Album aufzunehmen, fuhren wir damals fünfundzwanzig Stunden nonstop nach Südfrankreich und zwar in ein Kaff, das so abgelegen war, dass der nächste Supermarkt eine Dreiviertelstunde entfernt lag.

Wie wir schnell feststellten, unterscheidet sich das Supermarktsortiment in Frankreich grundsätzlich von dem in Deutschland. So ist die Käseauswahl in Frankreich ungefähr vierzigmal so groß, stinkt aber achttausendmal schlimmer. Gesundes, nahrhaftes Roggenbrot sucht man dort vergebens, aber Baguettes gibt es dort in so vielen Varianten, dass man glatt glauben könnte, die Franzosen hätten das Zeug erfunden.

Außerdem gab es einen ganzen Trakt, in dem als Wein getarnter Essig rumstand, doch vernünftiges Bier suchte man vergebens. Es gab nur alkoholfreies, aber dazu später* mehr.

—–

*Ich finde, das kann man sofort erzählen: Thomas hat damals nämlich in völliger Unkenntnis der französischen Sprache alkoholfreies Bier gekauft, weil er dachte, ’sans alcohol‘ hieße, das Bier enthalte ‚heiligen‘ Alkohol. Er behauptete, es würde so genannt, weil es in einem Kloster gebraut würde, aber nicht von faltigen Mönchen, sondern von unbefleckten Nonnen. Als ich ihn über den Fehler aufklärte, beteuerte er, das Zeug habe ihn besoffen gemacht. Aber man muss im Leben auch verzeihen können und so wärme ich die Geschichte nur noch jedes zweite Mal auf, wenn wir uns sehen.

—–

Abgesehen davon, dass Christian damals beinahe verhaftet worden wäre, als er in dem Supermarkt nach Kippen fragte, verlief der Einkauf erfolgreich. Doch wir waren ja keine Frauen, ergo nicht zum Shoppen nach Frankreich gekommen, sondern um mit unserer musikalischen Karriere durchzustarten.

Okay, vielleicht wäre es zielführender gewesen zu shoppen, doch das konnten wir damals ja nicht wissen, jung und unbedarft wie wir waren. Und so nahmen wir aus völliger Selbstüberschätzung unserer beschränkten Möglichkeiten innerhalb nur einer Woche ein ganzes Album auf.

Das auch noch geil klang.

Jedenfalls für unsere Verhältnisse.

Christian steuerte die Texte bei*, ich die Songs und unser gemeinsamer Freund René die gute Laune.

—–

*Außerdem ging eine Ameisenstraße mitten über mein Bett, weswegen ich die meiste Zeit damit beschäftigt war, Verkehrspolizist für die Kerle zu spielen, beziehungsweise, sie zu überreden, einen anderen Weg einzuschlagen.

Wenn andere Leute Flöhe dressieren, wäre es ja wohl ein Witz, wenn das nicht auch mit Ameisen funktioniert, dachte ich mir, und irrte mich.

—–

Andy, der vierte Mann im Bunde, der Einzige von uns, der wirklich Keyboard spielen konnte, hatte überraschend daheim bleiben müssen, weil er Menstruationsbeschwerden hatte, oder einer seiner Synthesizer, so genau weiß ich das nach all den Jahren nicht mehr.

Deshalb frag ich mich auch heute immer noch, wie ich die Songs komponiert habe, denn unser damaliger Computer, ein Atari ST, hatte weniger Rechenpower, als eine dieser Glückwunschkarten, die beim Öffnen ‚Happy Birthday‘ tröten. Ein Megabyte Arbeitsspeicher, damals unvorstellbar und heute nur noch drei Stellen hinter dem Komma. Trotzdem half mir der Computer, all die Töne in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen.

Damals, nach dem ersten Anhören wussten wir sofort, es war ein Geniestreich! Die Krönung unseres Werkes! Die Songs lagen vor uns wie pures Gold. Uns war sofort klar, es würde eines der am meist unterschätzten Alben der Popgeschichte werden.

So kam es auch.

Oder hat hier jemand schon mal von Rehberg* gehört?

—–

*Damit sich das ändert, haben wir einen Track von Rehberg neu aufgenommen, mit dem unschuldigen Titel ‚Blut‘. Tja, damals waren wir eben noch ein wenig düsterer drauf.

Neugierig geworden? Dann wirf einen Blick auf weitere Titel aus unserem Programm.

Du liest gerne und sagst geradeheraus deine Meinung zur Lektüre? Werde Rezensent/in und trag dich in unsere Rezensentendatenbank ein!

 

9783960872313

Thomas Kowa ist Autor, Poetry-Slammer und Musikproduzent. Während in seinen Thrillern fleißig gestorben werden darf, ist Pommes! Porno! Popstar! der zweite Roman, für den er niemanden umgebracht hat.

Christian Purwien veröffentlichte unzählige Alben und Beitrage auf mehr als hundert CDs, seine Coverversion des 80er Klassikers „Send me an angel“ enterte die deutschen Single-Charts. Für seine letzte CD arbeitete er mit Joachim Witt und Andreas Fröhlich zusammen, letzterer besser bekannt als Bob Andrews von den Drei Fragezeichen.

Thomas Kowa über sein neues E-Book – mit Kommentaren von Christian Purwien

Worum geht es in eurem neuen Buch Pommes! Porno! Popstar!?

Thomas: Es geht um zwei erfolglose Musiker, die innerhalb von nur einer Woche ein Hitalbum aufnehmen müssen, weil sie ansonsten von den Hells Angels in die Ruhr zum Baden geschickt werden, mit Beton an den Füßen*.

*Christian: Und was die Deutsche Bank uns angedroht hat, verschweige ich besser.

 

Wie ist die Idee zu eurem Buch entstanden? Gab es eine Art Initialerlebnis?

Thomas: Ja, ich war gerade in Urlaub, als Christian mich mitten in der Nacht angerufen hat, weil er eine neue CD aufnehmen wollte. Ich hab erst mal ausgeschlafen und ihn dann dazu überredet, gleich noch ein Buch dazu zu schreiben. Da Christian schon auf seiner Solo-CD „Eins“ von Andreas Fröhlich (Die Drei ???) gesprochene Texte darauf integriert hatte, lag das nahe.

Christian: Kurz darauf sind wir nach Ibiza geflogen und haben uns – das erste mal nach über zehn Jahren am Flughafen von Ibiza wieder gesehen. Dort wurden wir von Ibiza-Paul abgeholt und die Geschichte nahm ihren Lauf…

 

Wie kann man sich eure Zusammenarbeit für das Buch vorstellen?

Thomas: Ich hab einfach aufgeschrieben*, was in Ibiza passiert ist und Christian hat die allzu offensichtlichen Lügen mit seinen Kommentaren wieder geradegerückt.

*Christian: In Wirklichkeit hab ich alles geschrieben und Thomas war nur für die Rechtschreibfehler zuständig, quasi als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Lektorin.

 

Ihr seid gemeinsam nach Ibiza gereist – was war das lustigste/spannendste/merkwürdigste Erlebnis eurer Recherchereise?

Christian: Besonders beeindruckend fand ich den Sonnenuntergang am Cafe del Mar. Tausende Besucher, alle stehen am steinigen Strand, aber niemand sitzt im weltberühmten Cafe del Mar. Bis auf uns…Warum das so war und warum wir es bereut haben, erfahrt ihr in Pommes! Porno! Popstar!

Thomas: Also ich fand am interessantesten, wie viele Eiswürfel man benötigt, um eine Badewanne zu füllen. Und dann die Blicke der Kassiererin im Supermarkt, weil wir ständig welches nachkaufen mussten. Wahrscheinlich dachte sie, wir möchten eine Leiche damit konservieren…

Christian: Bemerkenswert fand ich auch unsere Putzfrau, Frau Hola Quetal, die egal, was wir auch angestellt haben, unser Zimmer immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht betreten und auch wieder verlassen hat.

 

Habt ihr einen Ibiza-Insider-Tipp für uns? 😉

Thomas: Mir hat am besten Es Cubells gefallen, eines der schönsten Dörfer der Insel, eine Kirche, zwei Bars, fertig. Das Ganze liegt auf einer Anhöhe und man hat einen wunderschönen Blick auf das Meer*.

*Christian: Sieht man übrigens im Musikvideo zu „Du“. Genau wie den Mehari, den man nur auf Ibiza mieten kann. Das ist eine Art Buggy aus Kunststoff, basierend auf einer Ente. Und es macht tierisch Spaß, damit über die Insel zu kurven.

 

Als Purwien & Kowa macht ihr zusammen Musik –  könnt ihr etwas darüber erzählen?

Thomas: Wir waren Anfang der 90er an dieselbe Plattenfirma in Dortmund gekettet und weil die kein Geld für ein Hotel bezahlen wollte, wurden wir bei Christian einquartiert. Das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft*.

*Christian: Und langer Putzsessions, als die Jungs wieder abgereist waren. In den 90ern hatten wir schon mal zusammen eine CD aufgenommen, die unter dem Namen „Rehberg“ erschienen ist und sämtliche internationalen Charts verpasst hat. Da dachten wir, scheitere erneut, scheitere besser und so ist die CD „Zwei“ entstanden.

Thomas: Vorher hatten wir in verschiedenen Bands unser Glück versucht, eine meiner Produktionen lief bei Desperate Housewives und wurde von dreihundert Millionen Zuschauern gesehen … und kurz darauf wieder vergessen.

Christian: Musikalisch würde ich uns dem Synthie-Pop zuordnen, also im Grunde die Musik der 80er. Einflüsse waren für mich John Foxx, John Bender, Kissing the Pink **

**Thomas: Die kennt doch kein Mensch! Also meine Einflüsse sind Depeche Mode, Kraftwerk und die Wildecker Herzbuben. Letztere aber nur, weil ich jemals weder so klingen noch so aussehen will wie die.

 

Christian, manche kennen dich bereits als Sänger der deutschen Wave-Band Second Decay. Als Purwien warst du danach kurz solo unterwegs, später zusammen mit Steffen Neuhaus und Marcel Schlepp – was war der schönste/lustigste/seltsamste Moment deiner Musikerkarriere?

Christian: Der schönste Moment war unser Köttbullar Essen vor einem Konzert in Schweden, mit anschließender Party auf der wir unseren Wodka selbst bezahlen mussten (den Kleinkredit bezahle ich immer noch ab).

Der lustigste Moment war das Labskaus-Essen, der gemeinsame Auftritt mit Joachim Witt in Hamburg, und der anschließenden Nacht im Reeperbahnhotel indem sich auch schon die Beatles wohlgefühlt haben. (allerdings 40 Jahre zuvor und ohne Renovierungsarbeiten bis zum heutigen Tag).

Der seltsamste Moment war unser Alcatra (geschmorter Rinderbraten) Essen vor einem Konzert in Portugal und die anschließende Nacht im Siebenbettzimmer mit sprechendem Schimmelpilz an der Wand.

 

Thomas, wie kommt ein Thriller-Autor dazu, eine Musikkomödie zu schreiben? 

Thomas: Ich schreibe ja ohnehin nicht die brutalsten Thriller und es ist in manchen Szenen auch ein Augenzwinkern dabei. Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass ich lieber jemanden zum Lachen bringe, als ihn um die Ecke. Dann habe ich Mein Leben mit Anna von Ikea geschrieben, mit dem Poetry Slam angefangen und jetzt ist es eben Zeit für Pommes! Porno! Popstar!

Musik habe ich schon seit den 80ern gemacht, ich sollte also wissen, wovon ich schreibe. Und den einen oder anderen Mord gibt es ja immer noch von mir. Wie es eben mit den Serienkillern so ist, ich kann das halt doch nicht lassen…

 

Christian, wie kommt ein Musiker dazu, ein Buch zu schreiben?

Christian: Ich dachte ich könnte meine Lese-Rechtschreibschwäche endlich mal pädagogisch aufarbeiten.

Außerdem hat mir Thomas versprochen, dass wir nun beide endlich mal beweisen können, dass wir sehr wohl lesen können und verstanden haben was damals in unserem ersten Plattenvertrag stand.

Die Seite auf der geschrieben stand, dass wir unsere Seele verkaufen und niemals einen Cent bekommen werden, muss also nach der Unterzeichnung dazu geschummelt worden sein.

 

Wie viel „wahres Leben“ steckt in Pommes! Porno! Popstar!?

Thomas: Sehr, sehr viel. Denn wir waren in Ibiza wirklich im günstigsten Hotel der Insel und haben dort sowohl an Buch als auch an der CD gearbeitet*.

*Christian: Du nennst das Arbeiten, den ganzen Tag faul am Pool rumzuhängen?**

**Thomas: Das kann ganz schön anstrengend sein, alle Poolliegen mit Handtüchern zu reservieren. Nein, im Ernst, ich gebe zu, auch am Pool an unserem Buch geschrieben zu haben und wir haben sogar Musik mit einem Arcade-Automaten gemacht. Einfach, weil es Spaß gemacht hat. Natürlich haben wir ein paar Dinge um der Spannung willen übertrieben, aber ich sag mal so: Jeder Tweet des amerikanischen Präsidenten hat definitiv weniger Wahrheitsgehalt als Pommes! Porno! Popstar!

 

Welche Projekte plant ihr für die Zukunft?

Thomas: Tja, man glaubt es kaum, aber wir waren in der Höhle des Löwen. In Las Vegas. Und dort ist wieder so viel passiert, dass es bald schon eine Fortsetzung von Pommes! Porno! Popstar! geben wird, als Buch und als CD.

*Christian: Ich habe mich auch gefreut, das Thomas in Las Vegas wieder den ganzen Tag am Pool liegen konnte, er sah nach der Reise aus als hätte er die ganze Zeit in einem Solarium übernachtet.

 

Welche Musik hört ihr am liebsten?

Thomas: Die eigene. Im Radio. Oder besser gleich auf allen Kanälen*.

*Christian: Hab ich schon erwähnt, dass sich Thomas vor allem durch seine Bescheidenheit auszeichnet?

**Thomas: Oder durch meine Ehrlichkeit. Im Grunde würden die meisten Musiker doch genau das antworten, aber sie nennen dann stattdessen drei Bands, denen sie nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen***.

***Christian: Also gut: Modern Talking, Kanye West, Justin Bieber.

 

3 Dinge, die ihr auf eine einsame Insel mitnehmen würdet:

 Thomas: Eine Eiswürfelmaschine, einen bis auf das letzte Bit vollgepackten E-Book-Reader und Christian. Oder nee, doch lieber eine intelligente Strandschönheit, die gut kochen kann und der ich als Dankeschön abends ein paar Cocktails mixen würde*.

*Christian: Und wie willst du die servieren, ohne Gläser**?

**Thomas: Natürlich in einer eigenhändig aufgeschlagenen Kokosnuss mit einem gerollten Babypalmenblatt als Röhrchen***.

***Christian: Angeber. Außerdem solltest du drei Dinge mitnehmen und eine Frau ist ja wohl kein Gegenstand, oder?

Thomas: Mist, da hast du mal wieder Recht. Also würde ich neben der Eiswürfelmaschine und dem E-Book-Reader notgedrungen mein Laptop mitnehmen, um neue E-Books zu schreiben, wenn alle ausgelesen sind. Und was würdest du mitnehmen?

Christian: Eine Wunderlampe mit einem Geist ohne Kurzzeitgedächtnis. Dann hätte ich bei jedem Reiben stets drei Wünsche frei. Die anderen beiden Wünsche würde ich der intelligenten Strandschönheit überlassen, die von deiner Insel ja wieder verschwinden musste, weil du lieber den Laptop …

 

Noch sind wir aber nicht auf einer einsamen Insel und deswegen haben alle Vorbesteller von Pommes! Porno! Popstar! einen Wunsch frei. Oder genau genommen einen Song. Oder sagen wir zwei. Wer uns über www.purwienundkowa.com als Zugangscode das letzte Wort von Kapitel 19 sendet, erhält von uns kostenlos zwei exklusive Maxi-Versionen der Singles „Du“ und „Alte Hits“ unserer aktuellen CD „Zwei“.

Kowa live

Thomas Kowa ist Autor, Poetry-Slammer und Musikproduzent. Während in seinen Thrillern fleißig gestorben werden darf, ist Pommes! Porno! Popstar! der zweite Roman, für den er niemanden umgebracht hat.

Ohrring

Christian Purwien veröffentlichte unzählige Alben und Beitrage auf mehr als hundert CDs, seine Coverversion des 80er Klassikers „Send me an angel“ enterte die deutschen Single-Charts. Für seine letzte CD arbeitete er mit Joachim Witt und Andreas Fröhlich zusammen, letzterer besser bekannt als Bob Andrews von den drei Fragezeichen.

Hier geht’s zur Leseprobe von Pommes! Porno! Popstar!

Der Pharmathriller Remexan – Der Mann ohne Schlaf jetzt als Editor’s Edition

Stuttgart, Juni 2017. Ein revolutionäres Medikament, ein Serienmörder, der seine Opfer verstümmelt wie Versuchsaffen und ein Wissenschaftler, der nicht die ganze Wahrheit erzählt – die Zutaten, aus denen Autor Thomas Kowa den ersten Fall für seinen Kommissar Erik Lindberg entstehen lässt. Im Thriller Remexan – Der Mann ohne Schlaf bringt der Pharmakonzern GENEKNOV das Medikament Remexan auf den Markt, das den täglichen Schlafbedarf auf eine einzige Stunde verkürzt. Als der CEO des Pharmakonzerns wie ein Versuchstier mit offenem Schädel und applizierten Elektroden aufgefunden wird, setzt Kommissar Erik Lindberg alles daran, die brutale Tat aufzuklären. Auch der Mord an einer Prostituierten landet auf seinem Schreibtisch. Als er herausfindet, dass sie an einer Remexan-Studie teilgenommen hat, gerät er auf eine neue Spur.

Remexan – Der Mann ohne Schlaf erscheint nun als Editor’s Edition bei dp DIGITAL PUBLISHERS und beinhaltet als umfangreiches Bonusmaterial die Kurzgeschichte Requiem, Steckbriefe des Ermittlerteams um Erik Lindberg, Original-Recherche-Files, einen Lageplan des Geschehens und ein akustisches Cover von „Enjoy the Silence“ von Depeche Mode, gesungen von Erik Lindberg.

Download Pressemitteilung: PM 06-2017_dp_Digital Publishers_EEREMTK

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Der erste Fall von Erik Lindberg jetzt als Editor’s Edition inklusive einer Extra-Kurzgeschichte, Steckbriefen des Ermittlerteams, Original-Recherche-Files, einem Lageplan des Geschehens sowie einem akustischen Cover-Song, gesungen von Erik Lindberg.