dp DIGITAL PUBLISHERS Autoren-Lesung

Zwei Stunden Liebe, Mittelalter, Abenteuer, fremde, neue Welten und ganz viel Phantasie

Lesung der dp-Autorinnen Nadin Hardwiger, Susanne Keil, Claudia Zentgraf und Susanne Ferolla

Das Café Babel in Stuttgart ist bereits gut gefüllt. Auf der Suche nach den angenehmsten Plätzen ist Bewegung im Raum. Ob die gemütlichen Sessel gleich vorne oder doch der lange Tisch, an dem man mit vielen anderen Gästen an diesem Sonntag die nächsten 2 Stunden verbringen wird – Neugier bestimmt die Atmosphäre. Die Autorinnen, die gleich zu hören sein werden, kommen aus Berlin, Heidelberg oder Freiburg. Eine lange Anreise für ihre erste Lesung, ihr erstes Buch. Unter dem gemütlichen Licht einer altmodischen Stehlampe beginnen sich als erstes die Geschichten von Nadin Hardwiger über Weingüter, böse Stiefschwestern und die einzige, tiefe Liebe vor dem Publikum zu entfalten. Märchen neu erzählt haben eben ihre ganz eigene Faszination. Wie auch das Mittelalter. Susanne Keil, zweite Autorin an diesem Nachmittag, klärt über den schwarzen Ritter auf – der zwar auf dem Tischchen vor ihr steht – den es aber in Wirklichkeit nie gab. Ein Mythos also, genutzt für eine verwicklungsreiche, romantische Geschichte. Und ein richtiges, echtes Abenteuer? Fremde Länder, Völker, Tiere und Pflanzen, die noch keine Namen haben – kaum zu glauben, das Alexander von Humboldt mit Frack und Zylinder im Dschungel oder auf einem Vulkan unterwegs war? Über seine „Entdeckung der neuen Welt“ und die aufwendige Recherche dazu erzählt die dritte Autorin des Nachmittags, Claudia Zentgraf. Geschrieben für Kinder, Jugendliche – und doch Faszination für jedes Alter. Was passiert, wenn man abseits der Fakten der Phantasie freien Lauf lässt und einfach mal beginnt zu schreiben, wenn plötzlich eine ganz eigene, spektakuläre Welt mit einer Wasserfallstadt, Wolfselben und Kriegern entsteht, skizziert und liest Susanne Ferolla zum Schluss und nimmt die Zuhörer mit in eine fremde Zeit mit Trinkbeuteln aus Leder, Pfeil und Bogen und dem Beruf des Heilers.

Am Ende – nach all den Fragen, einem Espresso nach dem anderen, viel Kuchen als Nervennahrung und Schokolade als Dankeschön zum Schluss, ist Erleichterung und Freude über den gelungenen, schönen Nachmittag in den Gesichtern der Autorinnen zu sehen. Das erste Mal sind sie vor Publikum aufgetreten und wissen schon jetzt: Das werden sie wieder tun, die nächsten Buch-Projekte warten schon.

 

 

 

 

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Fantasy-Genre – Neu im Verlagsprogramm

Mit der High-Fantasy-Trilogie Die Wolfselbin von Susanne Ferolla erweitert der Verlag dp DIGITAL PUBLISHERS sein E-Book-Portfolio um das Genre Fantasy. Nach modernen Märchen, Humor, Krimi und Thriller ergänzt das Angebot nun Spannung einer geheimnisvollen, ganz besonderen Art.

Stuttgart, März 2016. Die Neuerscheinung entführt den Leser auf eine fantastische Reise in die Wasserfallstadt Thoran, in der das Schicksal der jungen Wolfselbin Jerelin auf dem Spiel steht. Sie gerät mitten in eine uralte Fehde, die über das Schicksal ihrer Welt entscheiden wird. Helfen kann ihr nur ihr Menschenbruder Florin, ein Außenseiter – wie Jerelin. Doch Jerelin umgibt ein schreckliches Geheimnis. Als Florin es entdeckt, verschweigt er Jerelin die Wahrheit aus Angst, sie würde daraufhin ihre gemeinsame Heimat verlassen. Genau diese Angst muss er aber überwinden, als ein zum Dämon gewordener Kriegsherr hinter ihrer Seele her ist, um wieder zum Menschen werden zu können – oder Jerelin ist verloren …

Susanne Ferolla gelingt mit der High-Fantasy-Trilogie Die Wolfselbin eine bewegende Geschichte über innere Stärke und Sehnsüchte, Wünsche und Ängste. Für die studierte Biologin ist Fantasy das erklärte Lieblingsgenre, ermöglicht es ihr doch wie kein anderes, menschliche und nicht-menschliche Psyche in all ihrer Vielfalt darzustellen.

Um einen ersten anregenden Einblick in diesen Fantasy-Roman zu bekommen, kann beim Stuttgarter Digitalverlag dp DIGITAL PUBLISHERS ein kostenloser Appetizer angefordert werden.

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Autorenprofil Susanne Ferolla

Susanne Ferolla – Die Wolfselbin Teil 1

Susanne Ferolla ist studierte Biologin und wurde 1968 in Freiburg im Breisgau geboren. Zurzeit lebt sie mit ihrer Familie im Markgräflerland. Fantasy ist ihr Lieblingsgenre. Dieses ermöglicht ihr wie kein anderes, (nicht-)menschliche Abgründe darzustellen – was ihr in ihrer Trilogie Die Wolfelbin wunderbar gelungen ist.

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Susanne Ferolla im Interview

Susanne FerollaWas bedeutet dein Buch für dich?

Ein Buch zu schreiben bedeutet für mich, die Geschichte, die schon lange in meinem Kopf herumspukt, schwarz auf weiß verewigt zu wissen. Die größte Freude ist es, meine Welten mit anderen zu teilen — wobei das Kopfkino ja bei jedem Leser anders aussieht.

Wie lange hast du an deinem Buch gearbeitet?

Für die Erstfassung, die ich komplett auf Papier geschrieben habe (was ich nie mehr tun werde), benötigte ich ungefähr ein halbes Jahr — zum Überarbeiten doppelt so lang. Schuld daran war meine Unzufriedenheit, die mich gezwungen hat, das meiste komplett umzuschreiben. Das kommt davon, wenn man ohne Plot arbeitet.

Wie sah der Plot denn vorher aus – was hast du verändert?

Mir war zum Beispiel lange nicht klar, wer der tote Schatten eigentlich ist. Zu Schluss brauchte ich eine Überraschung, die alles über den Haufen wirft. Also wurde aus dem Dämon gleich mal der Kriegsherr Xeres höchtspersönlich — der natürlich nicht so einfach zu töten ist. Ein weiteres Beispiel ist Prinz Hurim. Anfangs schrieb ich ihm mehr Machtgier und Bösartigkeit zu, was dazu geführt hätte, dass er zum Tode verurteilt worden wäre. Aber das habe ich nicht übers Herz gebracht. Das hat er einfach nicht verdient. Als ehrlicher, wenngleich nicht immer rational handelnder, Wolfselb hat er mir viel besser gefallen.

Wie kamst du auf die Idee?

Die ersten Ideen kamen mir beim Eislaufen auf dem See. Ein paar Tage zuvor besuchte ich ein Keltenmuseum und war von einem Gürtel fasziniert, auf dem Wesen aus der Mythologie abgebildet waren, halb Mensch, halb Wolf. Und schon war Wolfselbin Jerelin geboren, eine von Menschen großgezogene Außenseiterin mit einer verzauberten Seele.

Worum geht es in deinem Buch?

Um einen größenwahnsinnigen Kriegsherren, der sich nicht davor gescheut hat, ein Dämon zu werden, um Zeit und Tod zu überwinden. Leider fühlt er sich nicht sonderlich wohl in seiner Haut. Um wieder der gute, alte Tyrann zu werden, braucht er die Seele der Wolfselbin Jerelin. Doch gestohlene Träume und Sehnsüchte werden niemals seine eigenen sein. Er kapiert es leider nicht und versucht es dennoch.

Wie geht man an den Entwurf einer ganzen Welt heran? Dazu reicht es wahrscheinlich nicht aus, gerne Fantasy-Romane zu lesen. 😉 Woher hast du deine Inspiration bezogen?

Ehrlich gesagt lese ich viel mehr Thriller als Fantasy. Beim Schreiben ist das genau umgekehrt. Ich denke, es steckt eine Sehnsucht dahinter, die Welt hinter der Welt zu erfassen. Das ist wohl auch der Grund, weshalb ich gerne in der Natur bin. Die Wärme der Sonne, der laue Wind auf verschwitzter Haut, der Blick vom Gipfel eines Berges … das gibt einem das Gefühl, dass da noch mehr ist als die Welt, wie wir sie kennen. Da kommt schnell der Gedanke auf, was wäre wenn …

Hattest du bestimmte Vorbilder für deine Fantasy-Saga?

Nicht direkt. Ein bisschen Herr der Ringe, aber ich wollte auf keinen Fall irgendwelche Orkhorden und dergleichen, die Töten als Hobby haben. Es gibt ein Werk von Stephen King, dass mich dazu inspiriert hat: In einer kleinen Stadt. Da eröffnet ein Teufel in Menschengestalt einen Laden, in dem er Dinge anbietet, für die die Kunden ihre Seele verkaufen würden. Das hat mich lange Zeit sehr beschäftigt und die Idee von einem Seelen fressenden Dämon war geboren.

Was reizt dich daran, Fantasy zu schreiben?

Dieses Genre ermöglicht mir wie kein anderes, menschliche Abgründe darzustellen.

Wie hast du die ganzen Namen entwickelt? Haben sie teilweise besondere Bedeutungen bzw. Ursprünge?

Oh je, die Namen finde ich immer das Schlimmste. Beim Googeln gibt es immer wieder Überraschungen, die dazu führen, den gewählten Namen nochmal zu überdenken. Der Name Xeres leitet sich vom Perserkönig Xerxes ab (die 300 lassen grüßen), der hat mir sehr gefallen. Aber bitte nicht googeln, was unter Xeres zu finden ist. Egal! Der Name bleibt. Atlanten, Karten, Namensduden sind eine wahre Fundgrube. Einfach ein bisschen abändern. Trotzdem habe ich immer Mühe, Namen zu finden, vor allem, da sie zueinander passen sollen.

Hast du weitere Projekte?

Es schwebt mir noch einiges im Kopf herum. Ich war wieder im Museum … Zur Zeit arbeite ich an einem weiteren Fantasy-Roman, der in derselben Welt spielt. Teils mit den gleichen Protagonisten, aber ein paar Jährchen jünger.

Was liest du selbst gerne?

Thriller, Krimis, historische Romane, Fantasy … ich bin eigentlich keinem Genre abgeneigt, wenn die Figuren gut ausgearbeitet sind. Ich liebe dicke Wälzer mit vielen Handlungssträngen.

Wo liest du am liebsten?

Im Bett und im Schwimmbad.

Wann liest du am liebsten?

Vor dem Einschlafen, weil ich tagsüber meistens kaum dazu komme. Oder im vollen Wartezimmer: keiner spricht dich an, keiner will was von dir …

Welche anderen Autoren magst Du?

Stephen King, Hakan Nesser, John Ajvide Lindqvist,  J.R.R. Tolkien, Michael Peinkofer, Christoph Hardebusch, Harald Parigger, Ingrid Noll …

Was ist dein Lieblingsbuch?

Krabat von Otfried Preußler.

Was tust Du, wenn Du nicht am Schreiben bist?

Ich wandere und tanze gerne.

Susanne Ferolla – Der tote Schatten – Die Wolfselbin – Band 1

Susanne Ferolla wurde 1968 in Freiburg im Breisgau geboren. Die Diplom-Biologin lebt und arbeitet mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und der Tochter zurzeit im Markgräflerland. Das Genre Fantasy ermöglicht ihr wie kein anderes, (nicht-)menschliche Abgründe darzustellen.

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