Racing Love – Boxenstop für einen Kuss

Prolog

Freitag, 20. Juli 2012

Dieses Mädchen besaß das schönste Lachen, das er jemals gehört und gesehen hatte. Das glucksende Geräusch, das aus der Tiefe ihrer Seele zu kommen schien, und die Unbeschwertheit, mit der sie den Kopf in den Nacken legte, berührten etwas in seinem Inneren. Er wurde an eine Zeit erinnert, in der er genauso sorglos gewesen war, bevor das Leben kompliziert geworden war.

Außerdem erfüllte es ihn auf gewisse Weise mit Stolz, dieses Lachen durch etwas verursacht zu wissen, was er gesagt hatte.

Die Musikkapelle stimmte das nächste Lied an. Die blechernen Blasinstrumente würden ein weiteres Gespräch in dem riesigen Plastikzelt schwierig machen. Musste er tatsächlich wieder mehrere Minuten warten, bevor er sich weiter mit ihr unterhalten konnte?

Sie deutete auf sein leeres Glas und sah ihn fragend an. Er nickte, woraufhin sie aufstand und zur Bar ging, um Nachschub zu holen. Thimo sah ihr nach. Das grau-rosafarbene Dirndl umschmeichelte ihre Figur. Ihre brünetten Haare waren zu einem Knoten geflochten. Wie es wohl aussehen würde, wenn sie ihr offen über den Rücken flossen?

Thimo spürte die Blicke der Gruppe von Männern in der Nähe. Einer von ihnen wirkte besonders wütend. Ob er mal mit der jungen Frau zusammen gewesen war? Seit ein paar Minuten war sie ganz offensichtlich an Thimo interessiert. Sollten die Kerle also ruhig überlegen, wie er es geschafft hatte, ihnen dieses wundervolle Mädchen vor der Nase wegzuschnappen.

Auf den Heurigenbänken um ihn herum saßen Gäste des Kirchtags unterschiedlichen Alters. Es wurde gelacht und über die Tische hinweg gerufen, um die Musik zu übertönen. Eine Welt, die ihm als waschechtem Wiener völlig fremd war. Doch er war froh, an diesem Freitagabend nicht mit seinem Bruder und ihren Kumpels in die zwielichtige Bar gefahren zu sein. Und noch glücklicher schätzte er sich, weil das wunderschönste Mädchen hier, das mit einem Tablett voller Biergläser bei ihm vorbeigekommen war, ihn mit einem Schwall Bier übergossen hatte.

Sein Shirt klebte an seinem Oberkörper. Der Geruch hatte sich bis in sein Gehirn vorgekämpft. Die Feuchtigkeit ließ ihn trotz der Wärme hier drinnen frösteln. Doch das Missgeschick hatte die hübsche Kellnerin dazu gebracht, zu ihm zurückzukehren und sich einfach neben ihn zu setzen.

Sie kam mit zwei Gläsern gespritztem Almdudler zurück und ließ sich wieder neben ihn fallen.

„Danke dir.“ Er lächelte ihr zu, griff nach einem Glas und prostete ihr zu. „Wie heißt du eigentlich?“, erkundigte er sich nach einem großen Schluck.

„Greta. Und du?“

„Thimo. Sehr erfreut, Greta. Wohnst du hier in Neunbach?“

Sie nickte. „Und du bist wohl nur auf der Durchreise …“

„Mit meinem Bruder und ein paar Freunden, ja. Wir wollen morgen rauf auf den Neunbachpass.“

„Da habt ihr euch aber was vorgenommen. Seid ihr für so einen Anstieg ausgerüstet?“ Das Glas in ihren Händen drehend, sah sie ihn mit einem ernsten Ausdruck in den Augen an.

„Machst du dir etwa Sorgen um mich?“, fragte er grinsend.

„Jedes Jahr gibt es Touristen, die glauben, diese Tour mit Sneakers und Ausrüstung aus dem Discounter durchzustehen. Mein Vater arbeitet bei der Bergrettung. Er setzt sein Leben aufs Spiel, weil diese ahnungslosen …“ Sie stockte und holte tief Luft. „Tut mir leid, ist ja deine Entscheidung.“

„Mein Bruder ist Profisportler. Wir wissen, was wir tun. Keine Sorge. Aber wenn du möchtest, komme ich am Sonntag vor unserer Abreise noch einmal hier vorbei, damit du dich davon überzeugen kannst, dass ich wohlauf bin.“

Endlich kehrte ihr Lächeln zurück. „Nur zu meiner Beruhigung besuchst du mich noch einmal?“

Er nickte. „Klar. Ich kann doch nicht zulassen, dass du Albträume von Unfällen hast, die uns zugestoßen sein könnten.“

„Um sechs Uhr endet das Fest. Wenn ihr es vorher schafft …“

Dass sie den Vorschlag nicht rundheraus ablehnte, schenkte ihm Hoffnung, sie könne ihn ganz nett finden. Mit ihr schien das Flirten viel einfacher als sonst zu sein. Sein Bruder war der Aufreißer in der Familie. Thimo dagegen brachte in der Gegenwart von hübschen Frauen selten einen flotten Spruch über die Lippen.

„Perfekt. Ich werde dafür sorgen“, versprach er.

Sie schien erfreut. „Nur damit ich sicher sein kann, dass ihr okay seid.“

„Ja, klar. Du kannst ruhig zugeben, wenn du mich wiedersehen willst.“

„Ich …“ Ihre Wangen röteten sich.

Wie süß! Hatte er sie etwa sprachlos gemacht? Er gefiel ihr wohl tatsächlich. Er konnte sein Glück kaum fassen. „Bist du hin und wieder in Wien?“

Bedauern zeigte sich auf ihrem Gesicht. „Ich komme nicht besonders oft dazu. Eine Cousine von mir wohnt dort. Ich besuche sie alle paar Monate. Aber ich habe mehrere Jobs, damit ich mir bald eine Wohnung leisten kann.“

Er hatte ihr quirliges Auftreten gesehen und gedacht, ihr Leben wäre einfach. Sie wirkte dennoch nicht unzufrieden. „Ich könnte dir meine Adresse geben, damit du …“

„Ich finde dich nett, aber ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist.“

„Wieso nicht? Hast du einen Freund?“

Sie lachte auf. „Nein. Denkst du, sonst würde ich hier mit dir sitzen und flirten?“

„Du flirtest mit mir? Dann bist du ganz offensichtlich genauso schlecht darin wie ich“, zog er sie auf.

Ihre Augen funkelten. „Ist es zu spät, es besser zu machen?“

„Ich habe den Rest des Abends Zeit. Vielleicht üben wir zusammen.“ Er konnte den Blick nicht von ihr wenden. Eigentlich glaubte er nicht an Liebe auf den ersten Blick. Aber so wie sein Herz gerade schlug …

„Eine tolle Idee. Eigentlich. Aber ich sollte zurück auf meinen Posten.“ Sie deutete rüber zur Getränkeausgabe. Zwei Tabletts warteten darauf, von einer der Kellnerinnen verteilt zu werden.

„Bestimmt hast du das Recht, kurz Pause zu machen.“

„Ich sitze schon eine Weile hier bei dir. Ich sollte den anderen jetzt wirklich wieder helfen.“

„Kommst du später noch einmal vorbei?“

Sie knabberte an ihrer Unterlippe. „Kannst du bis Mitternacht warten?“

„Für dich würde ich mich auch noch länger gedulden.“ Er versuchte sich an einem frechen Grinsen.

„Dann sehen wir uns später.“ Sie legte ihre Hand auf seine Schulter, als sie aufstand. Die Wärme ihrer Finger brannte sich durch den Stoff seines Shirts.

Gott, diese Frau war heiß. Irgendwie musste es ihm gelingen, sie näher kennenzulernen.

Es war ihm egal, wenn er morgen früh nicht aus dem Bett kommen sollte und ihm freche Kommentare von seinen Freunden drohten. Er würde ausharren, bis sie wieder Zeit für ihn hatte.

Die nächsten zwei Stunden beobachtete er, wie sie sich zwischen den Tischen hin und her bewegte, wie sie mit den Menschen plauderte und lachte. Immer, wenn sie zufällig in seine Richtung sah, machte sein Herz einen Hüpfer.

Nur einmal verlor sie ihre Fröhlichkeit. Sie unterhielt sich mit einem Mann, der während des Gesprächs am Band ihrer Schürze zog. Ihre Schleife befand sich links, was dieser Kerl als Aufforderung zu verstehen schien, sie belästigen zu dürfen. Nach einem finsteren Blick wandte sie sich einfach um und ging davon.

Als sie kurze Zeit später endlich an Thimos Tisch zurückkehrte, erkundigte er sich nach dem Vorfall. Zuerst wiegelte sie ab, bevor sie schließlich doch von den mehrdeutigen Angeboten des Mannes berichtete.

„Und zum Schluss sagt der Frechdachs, wenn ich mich auf seinen Schoß setzen würde, bekäme ich extra viel Trinkgeld“, schloss sie mit einem Lachen.

Ärger wallte in ihm hoch. „Wie unverschämt. Ich gehe gleich rüber zu ihm und werde ihm mal …“

Greta legte eine Hand auf seinen Unterarm. Sie kannten sich erst seit ein paar Stunden, aber es fühlte sich richtig an, dass sie ihm so nahe kam. „Schon okay. Das war noch einer der harmloseren Kommentare, die ich heute Abend gehört habe.“

„Männer sind Schweine“, sagte Thimo.

„Manchmal“, antwortete sie. „Aber ich bin froh, einem netten Kerl gegenüberzusitzen.“

„Du hast das Recht, mit Respekt behandelt zu werden. Es gibt nur Typen, die das gerne vergessen.“

„Vielleicht sind wir Frauen zum Teil selbst schuld. Schließlich können wir unsere Finger nicht von den bösen Jungs lassen. Wir sollten uns nicht wundern, wenn sie sich uns gegenüber manchmal grob verhalten.“

Er wusste nur zu genau, wovon sie sprach. Sein Bruder war einer dieser schlimmen Jungs. Marc war der Meinung, Frauen seien nur zu seinem Vergnügen auf dieser Welt. Er nahm sich, was er wollte und verschwand danach einfach wieder. Und dennoch waren die Frauen von seiner raubeinigen Art hin und weg.

Thimo hingegen wurde neben seinem Bruder kaum bemerkt. Dabei würde er sich selbst als einen der Guten bezeichnen. Der richtigen Frau würde er niemals einen Grund geben, an seiner Liebe zu zweifeln. Die richtige Frau …

„Ich bin ein Netter“, stellte er klar und suchte Gretas Blick. „Brav, aber nicht langweilig. Die ideale Mischung.“

„Soso. Vielleicht auch noch statistisch bewiesen? Hast du dafür extra Daten zusammengetragen?“

Er nickte und bemühte sich um eine ernste Miene. „Ich habe unzählige Frauen befragt. Deine Meinung werde ich auch auswerten. Das geht allerdings erst nach einem richtigen Date.“

„Solange will ich nicht warten.“

„Aber …“

Sie beugte sich zu ihm und küsste ihn. Ihre Lippen berührten seine mit sanftem Druck. Dann lehnte sie sich wieder zurück, um ihm in die Augen zu schauen.

Perplex starrte er sie an. Der Kuss hatte ihn überrumpelt. Er war zu schnell vorbeigewesen. Gerade deshalb hatte Thimo noch nicht genug. Er legte ihr die Hände ums Gesicht, doch sie stand auf.

„Nicht hier.“ Sie zog ihn hoch.

Er hatte die Menschen vergessen, die mit ihnen im Zelt saßen. Sein Gesicht wurde heiß. Perplex stolperte er hinter ihr her.

„Ich habe unsere letzten Getränke noch nicht bezahlt“, erinnerte er sie.

„Darum kümmere ich mich morgen bei der Nachbesprechung. Jetzt komm mit.“

Sie verließen das Zelt und liefen dann ein paar Meter die Straße entlang, bis der Lärm nicht mehr zu ihnen drang. Im Schatten einer Wand blieb sie schließlich stehen. Links und rechts von der Straße parkten Autos, doch im Augenblick waren sie alleine. Das Licht der Straßenlaternen erfasste sie nicht, weshalb er hoffte, dass sie eine Zeit lang ungestört blieben.

Er drängte sie rückwärts, bis sie gegen die Mauer stieß, legte seine Hände um ihr Gesicht und knabberte an ihrer Unterlippe. Seine Zunge bahnte sich den Weg zwischen ihre Lippen. Sein Körper jubilierte, als sie den Mund leicht öffnete. Er genoss es, wie sie leise stöhnte, als ihre Zungen sich berührten, wie sie sich an ihn presste, um ihm noch näher zu sein.

Als ihre Hände über seinen Oberkörper strichen und alles in ihm darauf drängte, sie aus diesem verführerischen Dirndl zu bekommen, machte er einen Schritt zurück. Immer schön langsam. Er war schließlich ein Gentleman.

„Sag, dass du mich in Wien besuchen wirst. Vielleicht kannst du nächstes Wochenende kommen. Neunbach ist nur zwei Stunden von Wien entfernt. Wir könnten einen Tag zusammen verbringen, und ich zeige dir die Stadt. Wenn du magst, kann ich mich auch ins Auto setzen und herkommen.“

„Wir werden sehen.“ Sie zog seinen Kopf zu sich, um ihn zu küssen.

Seine Hände verselbstständigten sich und fuhren von ihrer Taille hoch. Knapp unter ihren Brüsten hielt er inne. Der Ausschnitt der Dirndlbluse hatte ihn bereits zuvor in Versuchung geführt. Er konnte das schnelle Klopfen ihres Herzens spüren, als er einen Arm hob und mit den Knöcheln über die zarte, entblößte Haut strich. Ihr Kuss wurde stürmischer.

„Warte, Greta“, bat er außer Atem, legte seine Wange an ihre. „Vielleicht sollten wir das nicht überhasten …“

Sie lachte. „Gott, bist du süß. Es ist in Ordnung. Ich will dich. Du scheinst mich auch zu wollen … oder täusche ich mich?“

Er starrte sie an und schüttelte den Kopf. Sollte sie wirklich vorschlagen, dass sie beide …? Ging das nicht zu schnell? Normalerweise führte er Frauen mehrmals aus, begnügte sich mit einem Gute-Nacht-Kuss zum Abschied, nahm sich Zeit, sein Gegenüber näher kennenzulernen. Bisher hatte er Zeit gebraucht, um eine Verbindung zu seinem Gegenüber aufzubauen. Aber Greta hatte ihn vom ersten Augenblick an in ihren Bann gezogen.

„Natürlich“, antwortete er schließlich. „Aber bist du dir wirklich sicher?“

Mit einem frechen Grinsen nickte sie. „Ich glaube, dass das zwischen uns nichts Fixes werden kann. Eine Fernbeziehung ist nicht mein Ding. Trotzdem fühle ich mich zu dir hingezogen. Warum also nicht ein wenig unbeschwert sein?“

„Warum sollten wir nicht zusammen sein, wenn wir uns mögen? Die Entfernung stellt kein echtes Problem dar. Ich kann dich besuchen. Und wenn wir merken, dass es nicht reicht, uns in unregelmäßigen Abständen zu sehen, könnte einer von uns umziehen. Lass uns doch einfach sehen, was passiert.“

Sie schüttelte den Kopf. Ihr Körper presste sich immer noch an ihn. „Ich bin nicht auf der Suche nach einer Beziehung. Ich bin zwanzig, versuche mir gerade den Traum von einem eigenen Laden zu verwirklichen. Keine Ahnung, wohin mich der Wind treibt. Erst mal kann ich dir lediglich diese eine Nacht anbieten.“

Er wollte widersprechen, ihr sagen, dass es ihm nicht reichte, dass er sich Hals über Kopf in sie verliebt hatte, dass sie die Richtige sein könnte. Stattdessen beugte er sich vor und küsste sie, versuchte ihr seine Gefühle mit einer sanften Berührung seiner Lippen mitzuteilen.

Greta vertiefte den Kuss viel zu schnell. Das Begehren ließ ihn seine Gegenargumente vergessen. Schließlich sah sie keuchend zu ihm auf. Ihre Pupillen geweitet, die Wangen gerötet.

„Wir haben nur ein wenig Spaß, okay? Keine Komplikationen, keine Ansprüche.“ Forschend betrachtete sie sein Gesicht.

Er nickte. Wenn es das war, was sie wollte, sollte sie es bekommen. Erst mal.

Sie küsste ihn neuerlich, drückte sich noch enger an ihn. „Dann lass uns von hier verschwinden“, murmelte sie atemlos an seinen Lippen.

„Ich wohne in einem Hotel hier ganz in der Nähe“, bot er schnell an.

„Wir sollen zu dir? Bedeutet das nicht schon mehr Komplikationen als es sollte?“

„Das ist in Ordnung für mich … Verdammt! Meine Freunde könnten schon zurück in unserem gemeinsamen Zimmer sein.“ Gott sei Dank hatte er rechtzeitig daran gedacht.

Ihre Hand schob sich an seinem Rücken hinunter. Sie kniff ihn in den Po. „Zu schade. Was dann? Rückbank deines Autos?“

Sein Gehirn funktionierte offensichtlich nicht mehr so tadellos, wie es sollte. Es fiel ihm schwer, vernünftige Argumente zu finden, wenn das Blut in seinem Körper mit etwas anderem beschäftigt war. „Nein, ich bin zu Fuß hergekommen.“

„Du kannst nicht mit zu mir. Meine Familie hört, wenn ich nach Hause komme.“

Vielleicht wollte ihnen das Schicksal einen Wink geben. Möglicherweise sollten sie der Anziehungskraft zwischen sich eine Chance geben und sich mit ihrem spontan geplanten Vorhaben noch etwas Zeit lassen.

„Unter Umständen ist das …“, begann er.

„Ich habe eine Idee!“, unterbrach sie ihn und zog ihn mit sich. „Du nimmst einfach ein zweites Zimmer in dem Hotel.“

Er hatte keine Ahnung, weshalb er ihr nicht Einhalt gebot oder wieso er nicht in der Lage war, ihr zu widersprechen. Sie hatte irgendetwas an sich, das ihn willenlos machte. Vermutlich war ihr Zauber ihm direkt ins Gehirn gekrochen. Anders konnte er sich nicht erklären, warum er kurz darauf an der Rezeption stand und um ein Zimmer bat, das im Erdgeschoss lag.

Es war nur eines mit einfacher Ausstattung verfügbar, aber das spielte für ihn keine Rolle. Die neugierigen Blicke des Rezeptionisten ignorierte er.

Sobald er das Zimmer gefunden hatte, öffnete er die Terrassentür und lauschte in den Garten. Die Geräusche des Festes drangen zu ihm, doch es schien sich sonst niemand in der Nähe zu befinden. In der Nacht zuvor war Vollmond gewesen, weshalb er draußen keine Details erkennen konnte. Ob es Greta gelungen war, sich auf das Grundstück des Hotels zu schleichen?

In einem Busch ganz in der Nähe raschelte es. Er hielt den Atem an und trat nah an das Geländer.

„Greta?“, flüsterte er.

Ein leiser Fluch war zu hören. Das Rascheln verstärkte sich. Dann drängte sich Greta durch die Zweige des Busches.

„Alles in Ordnung?“, erkundigte er sich besorgt.

„Ja, klar. Ich habe bloß vergessen, dass dieses Dirndl sich nicht für Abenteuer eignet.“

Sie grinste übermütig, als er ihr über das Geländer half. Ihre Augen blitzten. Ihre Wangen hatten sich gerötet. Sie schien diese Heimlichkeit von ganzem Herzen zu genießen.

In diesem Moment eroberte sie einen Teil von ihm. Sie war eine lebenslustige, herzliche, selbstbewusste junge Frau. Er hoffte, dass das Schicksal ihr niemals Steine in den Weg legte, um ihren Geist zu brechen. Er würde sie niemals bremsen. Er wünschte, sie ließe zu, dass er sie in Zukunft vor den dunklen Seiten des Lebens beschützte.

Sie schlang ihm die Arme um den Hals. „Wo waren wir stehengeblieben?“, fragte sie.

Dann küsste sie ihn und drängte ihn ins Zimmer zurück. Er wurde von ihrer stürmischen Eile förmlich überrollt. Jeder Gedanke an die Zukunft wurde von Verlangen ausgelöscht.


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Als Teenager startete Bettina Kiraly mit Gedichten und kurzen Fragmenten von Geschichten. Zehn Jahre dauerte ihr erster Roman von der Idee zur Vollendung. Nun feiert sie demnächst ihr zehnjähriges Jubiläum als veröffentlichte Autorin und bald ihre dreißigste Veröffentlichung.

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Band 1: Poleposition für die Liebe

Racing Love – Poleposition für die Liebe

Stuttgart, November 2017. Formel 1 – das ist Perfektion und Kontrolle: In der Königsklasse des Motorsports verkörpern die Fahrer und ihre technisch (nahezu) vollkommenen Autos Erfolg, Sportlichkeit, Dynamik und Zuverlässigkeit – pure Faszination für die Zuschauer. Als die Autorin Bettina Kiraly 2014 in Spielberg das erste Formel-1-Rennen in Österreich erlebt, ist auch sie begeistert. Die Atmosphäre beschreibt sie im Interview als unvergleichlich und als sie auf der Suche nach einer Idee zu einer neuen Sports-Romance-Reihe war, gaben die Erinnerungen an damals den Ausschlag für ihre Entscheidung, die Reihe im Rennzirkus spielen zu lassen. Kiraly will mit Racing Love und den charismatischen Charakteren die Menschen für diesen Sport faszinieren – und wie in der Formel 1 selbst ist alles ein wenig rasanter und turbulenter.

So erzählt Poleposition für die Liebe von Frederick, dem Fahrer des neuen Formel-1-Teams Amber Heart Racing, dem nichts wichtiger ist als sein Erfolg und seine Wirkung nach außen. Mit gestellten Fotos, die ihn neben irgendwelchen Models zeigen, fühlt er sich am wohlsten. Ava hingegen ist eine bodenständige, starke Frau, die darum kämpft, in der Gärtnerei ihres Vaters mehr Verantwortung übertragen zu bekommen. Sie hasst es, wenn sie aufgrund ihrer sportlichen Art für jünger geschätzt wird, als sie in Wirklichkeit ist. Obwohl das erste Zusammentreffen der beiden mehr als unglücklich verläuft, freunden sie sich an. Frederick mag Avas Natürlichkeit. Ava verliebt sich in Fredericks Charme. Aber kann zusammenfinden, was sich nicht gesucht hat und allem Anschein nach auch nicht zusammenpasst?

Download Pressemitteilung: PM 11-2017_dp_Digital Publishers_Racing Love

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Jung, attraktiv, selbstbewusst – der Formel-1-Fahrer eines neuen Rennteams und eine starke junge Frau, die sich nicht von Äußerlichkeiten blenden oder von ihrem Weg abbringen lässt: Das sind die Protagonisten von Poleposition für die Liebe, Teil 1 der neuen Sports-Romance-Reihe Racing Love. Die Reihe erscheint bei dp DIGITAL PUBLISHERS ab November.

Bettina Kiraly über ihren Sports Romance Roman

DSC_1970Worum geht es in deinem Buch Poleposition für die Liebe?

Der Roman erzählt von Frederick und Ava. Frederick ist Fahrer eines neuen Formel-1-Teams, dem wichtig ist, welches Bild er in der Presse abgibt. Mit Fotos, die ihn neben geistlosen, ihm nichts bedeutenden Models zeigen, fühlt er sich am wohlsten. Ava hingegen ist eine bodenständige, burschikose Frau, die darum kämpft, in der Gärtnerei ihres Vaters Verantwortung übertragen zu bekommen. Sie ist ein Formel-1-Fan und ziemlich gut bei einem Formel-1-Spiel. Das erste Treffen der beiden verläuft voller Missverständnisse. Trotzdem werden sie Freunde. Ob das gut gehen kann? Das müsst ihr selbst nachlesen 😉

 

Wie lange hast du daran gearbeitet?

Das kann ich sogar ganz genau beantworten. Die grobe Idee zu der Reihe entstand auf der Buchmesse Leipzig im März 2017. Danach habe ich an Details gefeilt und konnte dp DIGITAL PUBLISHERS von meinem Konzept überzeugen. Die Rohfassung habe ich von 6.6. bis 5.7. geschrieben. Die Geschichte wollte endlich raus. Aber so schnell bin ich natürlich nicht immer.

 

 Wie kamst du dazu, einen Roman mit dem Thema Formel-1 zu schreiben? Bist du selbst Formel-1-Fan?

Ich wollte eine Reihe schreiben, die Menschen faszinieren kann. Die Charaktere sollten jung, attraktiv, charismatisch sein. Ganz schnell kam ich auf das Thema Sport. Nachdem mir klar wurde, dass manche Sportler wie z.B. Golfspieler nicht im Ruf stehen, besonderes sexy zu sein, und ich eine Sportart wählen wollte, zu der ich schon ein wenig mitbekommen hatte, kam ich auf die Formel-1. Sie ist rasant und turbulent. Der Rennzirkus bietet jede Menge starker, selbstbewusster Charaktere. Und auch wenn ich kein riesiger Fan bin, war ich schon mal bei einem Rennen in Spielberg 2014, dem ersten Formel-1-Rennen zurück in Österreich. Die Atmosphäre war unvergleichlich toll!

 

Wie würdest du Ava und Frederik jeweils in einem Satz beschreiben?

Ava ist eine starke, junge Frau, die sich nicht von Äußerlichkeiten blenden oder von ihrem Weg abbringen lässt.

Frederick spielt gerne den Unerschütterlichen, den Frauenhelden ohne Herz, obwohl er tief im Inneren einen weichen Kern hat.

 

Haben deine Figuren reale Vorbilder?

Es gibt in meinem Bekanntenkreis keine Ava und keinen Frederick. Ich versuche, meine Charaktere auf den ersten Blick so unterschiedlich wie möglich zu zeichnen. Dabei helfen mir Begegnungen mit realen Menschen. Aber es wird sich niemand vollständig wiedererkennen.

 

Welche deiner Figuren wäre auch im echten Leben mit dir befreundet?

Auf jeden Fall Ava. Ich mag ihre offene, selbstbewusste und doch zurückhaltende Art. Mit Ava und ihren Freundinnen wäre ich jederzeit zu einem Mädelsabend bereit.

 

Wenn dein Buch verfilmt werden würde, welche Schauspieler sollten in die Rollen deiner Figuren schlüpfen?

Ich hatte den Countrysänger Kane Brown vor Augen, als ich Frederick erschaffen habe. Diese Rolle war also von Anfang an vergeben. Bei Ava ist es schon etwas schwieriger. Für sie stelle ich mir eine natürliche Schauspielerin wie Alissa Jung vor.

 

Gibt es einen Soundtrack zu Poleposition für die Liebe?

Ich mag es, beim Schreiben die richtige Musik zu hören. Darum gibt es zu jedem Teil der Reihe eine Playlist. Die zu Poleposition für die Liebe findet ihr hier.

 

Was erwartet uns im zweiten Band von Racing Love?

Im ersten Teil werdet ihr von Fredericks Kollegen Marc lesen. Dessen Bruder Thimo, Mechaniker bei Amber Heart Racing, ist seit Ewigkeiten in die Frau verliebt, mit der Marc eine lose Affäre hat. Da sind Probleme und Verwicklungen vorprogrammiert. Einfach mache ich es Thimo nicht, seine wahre Liebe zu finden.

 

Hast du eine Sports Romance-Buchempfehlung für uns?

Ich möchte euch die Baseball Love-Reihe von Saskia Louis ans Herz legen. Ich mag Saskias locker-humorvolle Art zu schreiben sehr gerne.

 

Was ist das Wichtigste, das man über dich wissen sollte?

Ich bin nicht perfekt und ich weiß es. Auch wenn ich immer versuche, für meine Geschichten mein Bestes zu geben, zweifle ich oft an mir. Das ist es, was mich antreibt. Deshalb kann man mir mit ehrlichen Rezensionen eine große Freude machen.

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Als Teenager startete Bettina Kiraly mit Gedichten und kurzen Fragmenten von Geschichten. Zehn Jahre dauerte ihr erster Roman von der Idee zur Vollendung. Nun feiert sie demnächst ihr zehnjähriges Jubiläum als veröffentlichte Autorin und bald ihre dreißigste Veröffentlichung.

Zur Leseprobe von Poleposition für die Liebe.

Racing Love

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