Lia Bergman über ihren neuen Erotikroman

Lia BergmanWorum geht es in deinem Buch Heiße Nächte in Valencia?

Es geht um das Gefühl, an einem Punkt im Leben angekommen zu sein, an dem alles bereits festgelegt ist. Meine Protagonistin Nicole hat Angst, dass das Leben für sie nichts Neues, Aufregendes mehr bereithält. Ihre Ehe ist zwar gut, doch ihr fehlt der Zauber der frühen Jahre. Nicole fürchtet, dass sie und ihr Mann diesen Funken für immer verloren haben und nur noch nebeneinander her leben. Aus der gefühlten Enge bricht sie aus und reist nach Valencia, um sich klar zu werden, was sie im Leben will, und ihre verloren geglaubte Leidenschaft wiederzuentdecken. Mit allen Sinnen stürzt sie sich ins Leben und in ein erotisches Abenteuer. Dabei lernt sie viel über sich selbst und wird vom Leben tatsächlich noch einmal vollkommen überrascht.

Wie lange hast du daran gearbeitet?

Da es sich um einen Kurzroman handelt, war ich hier sehr schnell unterwegs und habe ungefähr zwei Wochen reine Schreibzeit gehabt. Die erste vage Idee hat sich im Kopf sehr schnell zu einer Geschichte entwickelt.

 

Wie kamst du dazu, Erotikromane zu schreiben?

Ich habe schon früher erotische Geschichten geschrieben, aber eher privat für mich oder auch schon mal für sehr gute Freundinnen. Ich habe nie daran gedacht, sie zu veröffentlichen. Man mag von Shades of Grey halten, was man möchte, aber der große Erfolg hat dazu beigetragen, das Genre aus der Schmuddelecke zu holen. Erotik ist salonfähiger geworden. Das war sicher auch ein Faktor. Ich habe es irgendwann einfach probiert. Dabei habe ich festgestellt, dass mir das Genre mehr liegt, als ich gedacht hätte. Dennoch habe ich mich für ein Pseudonym entschieden. Auch bei meinen anderen Romanen haben Menschen in meinem Umfeld manchmal Schwierigkeiten, zwischen mir als Autorin und den Romanfiguren zu unterscheiden. Viele nehmen an, letztlich sei alles, was man schreibt, zumindest im Kern irgendwie autobiografisch. Diese Vermischung im Kopf möchte ich im privaten und beruflichen Umfeld vermeiden.

Das Reizvolle an Erotik ist für mich unter anderem, dass man auch bei einer Länge um hundert Seiten eine schöne, runde Geschichte hinbekommt. Es müssen ja nicht immer dreihundert oder vierhundert Seiten sein.

 

Was macht für dich einen guten Erotikroman aus?

Im Prinzip das, was auch sonst einen guten Roman ausmacht. Er muss mich berühren und die Figuren müssen Identifikationsfläche bieten. Mir ist wichtig, dass die Handlung nicht Kulisse oder Alibi bleibt, frei nach dem Motto: „Warum liegt hier überhaupt Stroh rum?“. Die Handlung und die Gefühlswelt der Protagonisten stehen für mich im Zentrum. Dabei sind knackige und realistische Dialoge das A und O. Andeutungen, Schlagabtausch, Kokettieren und Spannung zwischen den Charakteren. Wenn Handlung und Figuren mich nicht packen, können die Protagonisten das Kamasutra vorwärts und rückwärts turnen, dann kommt keine Erotik und kein Prickeln auf. Eigentlich ist ein guter Erotikroman für mich ein Genreroman (Liebesroman, Thriller, Krimi, Fantasy, etc.), in dem die Liebesszenen etwas expliziter und ausführlicher geraten sind und vielleicht auch ein bisschen zahlreicher.

 

Wie kamst du dazu, die Geschichte in Spanien spielen zu lassen?

Die ursprüngliche Idee war das Bild von einer Frau, die mit einem Fremden tanzt, und der diese Begegnung nicht mehr aus dem Sinn geht. Zunächst hatte ich ein anderes Land im Kopf, aber eine gute Freundin und Kollegin hat vor Jahren eine Kurzgeschichte geschrieben, die dort spielt und auch Tanz zum Thema hatte. Daher habe ich überlegt, die Handlung in ein anderes Land zu verlegen. Es geht auch viel um sinnliches Erleben: riechen, schmecken, Musik, Geräusche, gutes Essen, Wein, das Schwelgen im vollen Leben. Da liegt der Mittelmeerraum für mich nahe. So kam ich auf Valencia, wo ich – wenn auch nur sehr kurz – selbst gewesen bin.

 

In deinem Buch lernt Nicole Joan beim Tanzen kennen. Tanzt du selbst gerne?

Das ist wie mit dem Singen. Ich halte mich nicht für besonders gut, aber ich tue es leidenschaftlich gern.

 

Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Ich schreibe derzeit an einer Gay Romance, in der es um einen jungen Politiker geht. Ansonsten plane ich noch einige Projekte unter meinem eigentlichen Autorennamen. Da schreibe ich unter anderem auch für Kinder und Jugendliche (ein weiterer Grund für ein Pseudonym im Erotikbereich).

 

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Es gibt vermutlich keinen Autor, der nicht selbst auch leidenschaftlicher Leser wäre. Daher lese ich gern die Bücher meiner Kolleginnen und Kollegen, wenn ich Zeit dazu finde. Schlecht aber laut singen und tanzen als ob niemand zusieht, geht wie gesagt auch immer. Ansonsten habe ich noch einen „Brötchenjob“, schreibe also nicht hauptberuflich, und meine Familie hält mich auf Trab. Über Langeweile kann ich mich da nicht beklagen.

 

Wie versetzt du dich am besten in Schreib-Stimmung?

Wenn ich nicht recht in den Text hineinkomme, mache ich Recherche. Ich schaue mir Bilder an, sammle Informationen. Bei der Valencia-Geschichte zum Beispiel habe ich Reiseberichte gelesen und Videos angeschaut.

Ansonsten hilft mir gute Vorarbeit beim Skizzieren der Geschichte. Je genauer ich mir vorher den Handlungsverlauf und andere Details überlegt habe, desto leichter geht mir das Schreiben von der Hand.

Es gibt Leute, die machen sich Soundtracks zum Schreiben. Ich brauche eher Ruhe. Trubel habe ich so schon genug. Beim Schreiben habe ich lieber Stille. Aber eine Tasse Kaffee oder Tee kann nie schaden.

 

Welches Genre liest du selbst gerne?

So ziemlich alle. Ich bin Querbeetleserin. Ganz klassische High Fantasy, Western und Horror sind Genres, die ich eher nicht lese, aber sonst bin ich für alles offen. Besonders gern Liebesgeschichten, Mystery, klassische Krimis (Whodunnit) und Urban Fantasy.

 

Hast du eine Buchempfehlung für uns?

Das Schöne als Autorin ist, dass man von befreundeten Kolleginnen gut mit Leseexemplaren versorgt wird. Leider stapelt es sich dann auch bei mir und ich komme gar nicht dazu, die Bücher, die ich gerne lesen möchte, auch wirklich alle zu lesen. Eines der letzten Bücher, die ich sehr gern gelesen habe, war sogar eines aus dem dp-Programm, nämlich Bettina Kiralys Ich träumte von deiner Liebe. Die Grundidee hinter der Geschichte hat mich fasziniert und ich finde, dass der Twist in der Geschichte es noch einmal spannender macht. Wer ungewöhnliche Liebesgeschichten mag, dem würde ich auf jeden Fall empfehlen, zuzugreifen.

9783960872405

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Lia Bergman lebt und arbeitet in einer kleinen Stadt im Münsterland und schreibt Romane über Liebe, Lust und Leidenschaft. Lia ist ausgebildete kaufmännische Assistentin für Fremdsprachen, hat Anglistik und Germanistik studiert und arbeitet als Autorin, Übersetzerin, Lektorin und Sprachlehrerin.

Das Herz der reiselustigen Autorin schlägt vor allem für die britischen Inseln und Skandinavien und eine sinnliche Atmosphäre und interessante Kulisse sind für sie wichtige Bestandteile einer fesselnden Geschichte.

Mehr zur Secret-Desires-Reihe.

Mats Federberg über seinen humorvollen Roman über das Vatersein

Bild mit SchriftzugWorum geht es in deinem Buch Chef, ich bin dann mal Windeln wechseln?

Um den Vater einer kleinen Tochter, der nicht glücklich damit ist, den ganzen Tag im Büro zu verbringen. Er beneidet seine Frau, die sich mit anderen Müttern und ihren Babys im Park trifft oder durch die Stadt bummelt. Mutter-Kind-Decken-Partys, so was will er auch. Zur Not auch mit Vätern.

Dann wird seine Frau mit dem zweiten Kind schwanger, doch es verläuft nicht normal. Sie muss die ganze Schwangerschaft über liegen, damit sie das Baby nicht verliert. Plötzlich ist der Protagonist für seine Tochter alleinerziehend. Und sie will alles, nur nicht auf Decken in Parks liegen. Was dann passiert ist eine Schussfahrt in immer tiefere Abgründe des Vaterdaseins.

Wie lange hast du daran gearbeitet?

Schon ziemlich lange. Allerdings nie am Stück sondern es gab Monate, da habe ich etwas geschrieben und Monate, da bin ich gar nicht zum Schreiben gekommen, weil mich das, über was ich geschrieben habe, in der Realität zu sehr in Atem gehalten hat.

Wie kamst du auf die Idee einen Roman über das Vatersein zu schreiben?

Wie bei vielen Autoren denke ich: Therapie. Das Ventil muss ab und zu geöffnet werden, die Eindrücke verarbeitet. Und auch wenn das Leben stressig ist, ich neige dazu es von der humorvollen Seite zu betrachten und hoffe mit dem Buch die ein oder andere herzhafte Lachsalve zünden zu lassen.

Wer sollte dein Buch unbedingt lesen?

Zunächst mal alle die gern lachen. Ob mit oder ohne Kinder. Die Eltern, die kleine Kinder haben, können erkennen, dass es bei anderen keineswegs besser zugeht, im Gegenteil. Die, die keine Kinder haben oder haben wollen, können sich beim Lesen entspannt zurücklehnen und sich bestätigt fühlen. Und die, die schon größere Kinder haben oder Großeltern sind, können sich erinnern und ebenfalls entspannt zurück lehnen, da sie das schlimmste überstanden haben. Also Entspannung in allen Schichten. Außerdem gibt es am Ende des Buches eine kleine humorvolle Väterkunde, in der der Leser erfährt, warum es trotz allen Stresses ein riesen Vorteil ist Vater zu sein, was man als Papa immer in der Nähe haben sollte, sowie einen kurzen Praxis-Check von Elternratgebern.

Ist alles, was in deinem Buch beschrieben wird, real passiert?

Ziemlich viel davon ist mir tatsächlich so oder ähnlich passiert, einiges haben mir Freunde oder Bekannte zugetragen und wie es bei einem Roman üblich ist, ist einiges –  inklusive einiger Figuren – weitergesponnen oder erfunden.

Was war dein erster Gedanke, als du erfahren hast, dass du Vater wirst?

Jedenfalls nicht, ob ich noch genügend Gipskartondübel für die Montage einer Wärmelampe habe, wie man nach dem Buch meinen könnte. Nein, ich war einfach glücklich, dass die Natur es gut mit mir meint. Übertroffen wurde es nur vom Tag der Geburt selbst. Das war Hormonexplosion pur. Dagegen war die Pubertät wie Kaffeekränzchen im Keller vom Altersheim.

Was bedeutet es für dich, Vater zu sein?

Enorm viel, ich bin ja den ganzen Tag Vater. Sogar nachts. Das ändert natürlich einiges.

Welchen Rat gibst du einem Freund, wenn er dir erzählt, dass er Papa wird?

Zum Einen: Genieß nochmal deine freien Abende! Geh weg, mach Party. Schnapp dir deine Partnerin und genieß die Zeit zu zweit. Ist das Baby da, ist das auch für dich wie eine Neugeburt. Und kauf dir reichlich Ohrstöpsel. Zum Anderen: Freu dich auf das größte Abenteuer deines Erwachsenenlebens. Da brauchst du jetzt keine Gutscheine mehr für Extremsportarten.

Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Ich bin ein ziemlich neugieriger Mensch, habe beispielsweise nach einigen Jahren in der Forschung nochmal die Pultseite der Uni gewechselt und ein Zweitstudium aufgenommen. Ich finde es einfach spannend, neue Dinge zu entdecken und auszuprobieren. Mal schauen, wohin es mich noch zieht.

Was das Schreiben betrifft, so möchte ich weiter gern vor allem Humorvolles aufs Papier bringen, da ich es liebe und in unserem Leben mit viel Stress und Ernst für wichtig halte, die humorvollen Dinge, die sich überall verstecken zu entdecken, aufzuarbeiten und sie mit anderen Menschen zu teilen.

9783960872344

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Mats Federberg arbeitete neben dem Biologiestudium u.a. als freier Journalist für die sächsische Zeitung. Als Wissenschaftler verfasste er zahlreiche internationale Publikationen, bevor es ihn 2012 zum literarischen Schreiben zog. Er verfasste Kurzgeschichten und Gedichte, die er in Anthologien veröffentlichte. Derzeit ist er Lehrer, Autor und Familienvater in Leipzig, wo er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt.

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Saskia Louis über ihren neuen Fantasy-Roman

 

Autorenbild7Worum geht es in deinem Buch Funke des Erwachens?

Nym wacht auf und weiß nicht, wer sie ist.

Sie kennt die Geschichte der zwei verfeindeten Länder, dem göttlichen Bistaye und dem gottlosen Asavez. Sie weiß, dass das Mädchen, das ihr das Leben gerettet hat, eine Wahrheitsleserin ist. Sie weiß, dass der Bruder des Mädchens ein notorischer Frauenheld, Offizier in der asavezischen Garde und ein Ikano der Luft ist. Doch sie hat keine Ahnung, wer sie umbringen will, warum sie eine so gute Kämpferin ist und wie ihr richtiger Name lautet. Und es gibt da anscheinend Einiges, das sie lieber nicht hätte vergessen sollen …

 

Wie lange hast du daran gearbeitet?

Das müssten etwa sechs Wochen gewesen sein. Ich habe die Idee damals sehr flott entwickelt und wenn ich richtig Feuer für eine Story gefangen haben, kann man mich nicht mehr aufhalten! Aber mir persönlich geht der erste Band einer Reihe auch immer am leichtesten von den Fingern – weil da auf noch nicht so viel geachtet werden muss.

  

Wie kamst du auf die Idee für dein Buch?

Wenn ich das verraten würde, würde ich euch leider ordentlich spoilern. Ich habe die ganze Geschichte nämlich von hinten aufgerollt und alles vom Ende aus entwickelt. Was vielleicht witzig zu erwähnen ist: Ich hatte die Idee auf einer Achterbahn.

 

Inwieweit unterscheidet sich die Arbeit an einem Fantasy-Roman von einem Liebesroman?

Der größte Unterschied ist wohl das Plotten, die Vorbereitung und die Herangehensweise im Allgemeinen. Bei einem Liebesroman erstelle ich nur grobe Umrisse, die zwei Hauptcharaktere und fülle die Lücken dann intuitiv. Ein Liebesroman, bei dem das Ende schon relativ klar ist, ist nicht so sehr auf den Spannungsbogen ausgelegt wie ein Fantasyroman, von dem man das Ende im Idealfall nicht erahnen kann.

Bei dem Geheimnis der Götter zum Beispiel habe ich hunderte von kleinen Bausteinen, die ich so setzen muss, dass sie am Ende ein Bild ergeben, nicht zu vergessen mehr als nur zwei Hauptcharaktere. Da kann ich nicht einfach drauf losschreiben und darauf vertrauen, dass das am Ende schon passen wird. Das heißt, bevor ich anfange, zu schreiben, habe ich schon ein halbes Notizbuch gefüllt, verschiedene Plotstränge aufgemalt und geplant, wie und wo sie sich treffen. Das ist um einiges aufwändiger und war für mich noch einmal eine schöne neue Herausforderung – leider hat man aber auch andauernd Panik, dass man irgendetwas vergessen hat!

 

Was fasziniert dich als Autorin am Genre Fantasy?

Fantasy bietet einfach eine unglaublich große Bandbreite an Möglichkeiten. Man baut ein Universum auf, verliert sich in fremden Welten, kämpft, liebt, löst Geheimnisse und das alles in einem Atemzug. Manchmal wünsche ich mir nach einem Feel-Good-Liebesroman einfach etwas mehr Dramatik und … Verderben. In Liebesromanen träumt man vom echten Leben. In Fantasygenre träumt man von dem, was nie passieren wird – aber umso fantastischer ist.

 

Wie würdest du deine Protagonistin Nym in einem Satz beschreiben?

Nym ist die mutige, talentierte Bad-Ass Heldin, die ich immer schon schreiben wollte – und gleichzeitig eine junge Frau, die ihr Ich verloren hat und in einer wirklich tragischen Identitätskrise steckt.

 

Welche Rolle spielen die vier Elemente in Geheimnis der Götter?

Jeweils Feuer, Erde, Luft oder Wasser beschreiben die Fähigkeiten von sogenannten Ikanos, die eine besondere Stellung innerhalb der jeweiligen Armeen einnehmen. Einerseits sind die vier Elemente also einfach Waffen in Geheimnis der Götter andererseits reflektieren sie auch oft ein wenig die jeweiligen Persönlichkeiten wider … aber inwiefern das zutrifft, muss wohl jeder selbst entscheiden, nachdem er es gelesen hat!

  

Wenn du in die Rolle einer deiner Figuren schlüpfen könntest – wen würdest du wählen?

Ich glaube, ich würde gerne mal in Levis Haut stecken. Ich wollte einfach schon immer mal ein Frauenheld sein …

 

Hast du von Anfang an geplant, dass sich die Geschichte über vier Bände erstreckt?

Nein, das hatte ich tatsächlich nicht. Ich habe mich ja immer über die Autoren aufgeregt, die eine Trilogie ankündigen und dann doch noch ein viertes Buch hinten anhängen – bis ich selbst zu seiner geworden bin. Ich wollte wirklich nur drei Bücher schreiben … wirklich!

Aber ich bekomme nicht immer, was ich will.

 

Hast du eine Fantasy-Buchempfehlung für uns?

Meine absolute Fantasy-Lieblingsreihe (Harry Potter mal außen vor gelassen) ist Die Gilde der schwarzen Magier von Trudi Canavan. Sie war einer der Gründe, warum ich ins Fantasygenre abgewandelt bin.

 

Was erwartet uns im zweiten Band Flammen der Befreiung? 

Eine Menge Überraschungen, wie ich hoffe 😊

9783960872818

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Saskia Louis lernte durch ihre älteren Brüder bereits früh, dass es sich gegen körperlich Stärkere meistens nur lohnt, mit Worten zu kämpfen. Auch wenn eine gut gesetzte Faust hier und da nicht zu unterschätzen ist … Seit der vierten Klasse nutzt sie jedoch ihre Bücher, um sich Freiräume zu schaffen, Tagträumen nachzuhängen und den Alltag ihres Medienmanagementstudiums in Köln einfach mal zu vergessen.

Erfahre mehr über Geheimnis der Götter.

Saskia Louis über ihren neuen Baseball-Love-Roman

 

Autorenbild7Worum geht es in deinem Buch Der große Fang?

 Es geht um Freundschaft und Liebe, darum, ob sich Menschen ändern können und darum, ob man sich von seiner Vergangenheit einholen lassen muss, um über sie hinwegzukommen.

 

Wie kam dein Interesse an Baseball zustande?

Ich habe eine Menge amerikanische Verwandten und als ich für einen Sommer bei meiner Tante und meinem Onkel in Philadelphia war, haben die mich prompt zu einem Baseballspiel mitgeschleppt. Ich war sehr fasziniert davon, was für eine ganze Kultur Baseball in Amerika darstellt, weshalb ich angefangen habe, mich mehr über den Sport zu informieren – und schon ist der Protagonist im nächsten Buch ein Baseballspieler geworden.

 

Haben deine Figuren reale Vorbilder?

Nein, nie. Das Tolle am Bücherschreiben ist doch gerade, dass man sich frei irgendwelche Menschen basteln kann. Mit Eigenschaften, die man gerne hätte, mit Eigenschaften, die man nie haben wollte. Die Menschen, die ich in meinem realen Leben kenne, habe ich doch schon. Warum sollte ich die nochmal in einem Buch verpacken, wo sie in der Realität doch schon so fantastisch sind?

 

Welcher deiner Protagonisten/Protagonistinnen wäre auch im realen Leben mit dir befreundet?

Alle. Ich schreibe doch nicht über Menschen, die ich scheiße finde!

 

Und mit welchem Charakter identifizierst du dich am meisten?

Das ist wirklich nicht leicht zu beantworten, weil ich mich mit jedem meiner Charaktere auf eine andere Art und Weise identifiziere, aber Emma ist mir wohl noch am ähnlichsten. In ihrem Biss und der gleichzeitigen Unsicherheit finde ich mich am meisten wieder.

 

Wenn Der große Fang verfilmt werden würde, welche Schauspieler(innen) sollten die Hauptcharaktere spielen?

Tatsächlich habe ich nie eine spezifische Vorstellung von meinen Charakteren. Ich möchte den Leserinnen immer die Möglichkeit geben, sich ihren Traummann selbst auszumalen, weswegen ich zumeist auch nur die groben Merkmale der Protagonisten beschreibe. Aber wenn das Buch verfilmt werden sollte, dann bitte mit Ricky Whittle. Meine Güte, der Typ ist einfach heiß.

 

Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Oh, die alle aufzuzählen, würde das Interview hier wohl sprengen. Sagen wir einfach, dass ich alle Reihen, die ich bereits habe, fortführen möchte und gleichzeitig meinen Horizont mit einem großen Fantasyprojekt erweitere 😉

 

Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen?

Ich weiß es schlichtweg nicht mehr, deswegen graut es mir auch immer vor dieser Frage. Ich habe in der Grundschule schreiben gelernt – und dann habe ich geschrieben und geschrieben und geschrieben. Das erste Buch habe ich mit Freundinnen zusammen für meine Grundschullehrerin zum Abschied geschrieben und danach hat mich die Faszination des Bücherschreibens nie wieder losgelassen. Es ist einfach eine tolle Art und Weise, seine kreative Energie zu bündeln und das Gefühl, das man hat, wenn ein vollendetes Werk vor einem liegt, ist unbeschreiblich.

 

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Singen, Serien suchten, Unordnung verbreiten, Medienmanagement studieren, Beiträge fürs Radio gestalten, zum Pubquiz gehen, Waffeln essen, schlafen, lesen, mich vor Sport drücken, in Bars herumhängen, mein Leben genießen.

 

Hast du eine Buchempfehlung für uns? 

Das letzte Buch, das mich richtig berührt hat, war Bevor ich sterbe von Jenny Downham. Ich nehme das jetzt mal, denn sonst sitze ich hier noch fünf Stunden, in denen ich tolle Bücher aufzähle.

 

Was ist das Wichtigste, das man über dich wissen sollte?

Ich bin nicht verrückt.

Der große Fang_klein

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Saskia Louis lernte durch ihre älteren Brüder bereits früh, dass es sich gegen körperlich Stärkere meistens nur lohnt, mit Worten zu kämpfen. Auch wenn eine gut gesetzte Faust hier und da nicht zu unterschätzen ist … Seit der vierten Klasse nutzt sie jedoch ihre Bücher, um sich Freiräume zu schaffen, Tagträumen nachzuhängen und den Alltag ihres Medienmanagementstudiums in Köln einfach mal zu vergessen.