Anne Lay über ihren neuen Liebesroman

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Worum geht es in deinem Buch Win my Heart – Spiel um die Liebe?

Sonja steht vor den Scherben ihres bisherigen Lebens. Zwischen der Zwangsversteigerung ihrer Wohnung und der Scheidung bricht sie aus und nimmt an einem Blackjack-Turnier teil, bei dem ein großer Geldgewinn lockt.

Dort trifft sie auf Hassan. Was hält Fortuna für sie bereit: Glück im Spiel oder Glück in der Liebe?

 

Wie kamst du auf die Idee für deine Geschichte?

Bei der Suche nach einem neuen Setting erschien mir die Welt des Casinos spannend, hinzu kam der Wunsch nach interessanten Charakteren, einer Begegnung der Kulturen.

Ich habe das erste Aufeinandertreffen von Sonja und Hassan genau vor mir gesehen und davon ausgehend die Geschichte um dieses ungleiche Paar entworfen.

 

Wie würdest du Sonja und Hassan in je einem Satz beschreiben?

Sonja ist zunächst an den falschen Mann geraten, aber jetzt beginnt sie mit viel Mut und Elan, ihr Leben neu zu gestalten.

Hassan ist ein Selfmademan, Franzose mit marokkanischen Wurzeln, der sein Leben zu genießen weiß.

 

Wenn Win my Heart – Spiel um die Liebe verfilmt werden würde, welche Schauspieler(innen) sollten die Hauptcharaktere spielen?

Meine Figuren verschmelzen aus Menschen, denen ich im realen Leben begegnet bin. So habe ich bei einer Fortbildung zufällig neben einer Frau gesessen, bei der ich zum ersten Mal graue Augen gesehen habe, dunkelgrau, dazu hatte sie dunkelblondes Haar.

Bei der Suche nach einer Schauspielerin, die diesem Bild nahekommt, bin ich auf Inez Björg David gekommen, sie könnte ich mir als Sonja vorstellen.

Zu Hassan habe ich noch keinen Schauspieler gefunden.

 

Was macht für dich eine gute Lovestory aus?

Ich möchte interessanten Menschen begegnen, sie kennenlernen und ihnen durch die Verwicklungen und Schwierigkeiten folgen, möchte miterleben, wie sich die zwei annähern und die Hindernisse meistern.

 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Einen Liebesroman: Verdächtig vertraut, der in Münster spielt, mit einer schüchternen Protagonistin Sandra, einem schokoladenbraunen Labrador und dessen Herrchen, dem Saxophonisten Tobias. Außerdem gibt es einige Kurzgeschichten.

 

Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Der nächste Liebesroman steht bereits in den Startlöchern. Dieses Mal geht es nach Norddeutschland: Schauplätze sind Husum und Norderstedt.

Auch für Sonjas beste Freundin Marie habe ich inzwischen einige Ideen …

 

Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen?

Seit meiner Kindheit, denke ich mir Geschichten aus. Bücher, deren Figuren mich gepackt hatten, mochte ich nicht zuschlagen und einfach beenden. Also dachte mir neue Abenteuer für meine Helden aus. Nach und nach kamen immer mehr eigene Ideen hinzu.

Einen ersten Text habe ich vor einigen Jahren einer befreundeten Journalistin zum Lesen gegeben. Sie hat mich ermutigt, weiterzumachen. Den daraus entstandenen historischen Liebesroman muss ich allerdings gründlich überarbeiten.

 

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Ich bin glücklich verheiratet, habe zwei fast erwachsene Söhne und arbeite als Lehrerin. Ich bin gern draußen und liebe es, im Garten tätig zu sein.

 

Welches Buch liegt momentan auf deinem Nachttisch?

Brombeerblut von Cornelia Briend, ein historischer Roman aus der Wikingerzeit in Irland.

  

Was ist das Wichtigste, das man über dich wissen sollte?

Mir ist es wichtig, Familie, Beruf und meine Interessen unter einen Hut zu bekommen, was nicht immer einfach ist.

Den größten Rückhalt finde ich bei meinem Mann, mit dem ich über alles spreche, was ihn oder mich bewegt. So haben wir schon manche turbulente Zeit in unserem Leben gemeinsam durchgestanden.

Das Schreiben hilft mir, Abstand zum oft anstrengenden Alltag zu gewinnen und meinen Akku wieder aufzuladen.

 

Anna Lay – Win my Heart

Anne Lay ist verheiratet und Mutter zweier Söhne. Sie arbeitet als Lehrerin im Bergischen Land. Die Begeisterung für Geschichten begleitete Anne Lay schon früh durchs Leben. Seit 2006 widmet sie sich dem Schreiben.

Thomas Kowa über seinen neuen humorvollen Roman

Schon damals wusste ich, der vierzigste Geburtstag wird gaaanz schwer …

Worum geht es in Lügen haben Männerbeine?

Uli Abus ist Experte für Bürokratieabbau, doch ausgerechnet sein Job soll abgebaut werden und das an seinem vierzigsten Geburtstag. Als er sich in die attraktive Amelie verguckt, gibt er sich kurzerhand als Dreißigjähriger aus. Während er seinen Job retten muss, hat er seinen Freunden versprochen, nach Lloret de Mar zu fahren, doch dort muss er feststellen, dass selbst ein Dreißigjähriger steinalt ist …

 

Wie kamst du auf die Idee für dein Buch?

Die Idee hatte ich am Vorabend meines vierzigsten Geburtstags. Was wäre, wenn ich einfach behaupten würde, dreißig zu sein? Der Arbeitstitel des Buches war daher auch lange Vierzig ist das neue dreißig, bis der Verlag mich überzeugt hat, dass der Titel mehr nach Sachbuch klingt.

 

Wir würdest du Uli und Amelie in jeweils einem Satz beschreiben?

Uli ist ein Findelkind, eingewickelt im Trikot eines gewissen Uli Hoeneß, der seine jugendliche Unbekümmertheit und Lebensfreude im Alltagstrott verloren hat und sie sich nun zurückholen will. Amelie ist eine junggebliebene Psychologin, die es überhaupt nicht mag, angelogen zu werden, doch genau das tut Uli bei ihrem ersten Treffen.

 

Haben deine Figuren reale oder fiktive Vorbilder?

In diesem Buch habe ich tatsächlich einige ehemalige Arbeitskollegen als Vorbild für die Freunde von Uli genommen, natürlich nur einzelne Aspekte, wie den sehr speziellen Klingelton von Costa beispielsweise oder den eher schweigsamen Typen, der dann wenn er etwas sagt, voll ins Schwarze trifft. Ansonsten baue ich mir die Charaktere aber immer selbst und ohne Vorbilder sondern nach dem, was die Geschichte braucht.

 

Wie hast du deinen 40. Geburtstag gefeiert?

Wir haben mit mehreren Betroffenen eine Selbsthilfegruppe gebildet, ein Haus im Schwarzwald gemietet und zusammen mit unseren Freunden gefeiert. Dann war das halb so schlimm :-).

 

Hast du schon mal bei deinem Alter geschwindelt?

Ja, als Jugendlicher, um in die Disko zu kommen, hat aber nicht geklappt. Ich bin ohnehin kein so guter Lügner, zumindest mündlich nicht, schriftlich geht das viel besser, weil da sieht man nicht, wie ich beim Schreiben rot werde :-). Mein Vater hat sich aber tatsächlich beim Kennenlernen meiner Mutter um einige Jahre jünger gemacht. Das ist natürlich aufgeflogen, wenn auch erst nach einigen Monaten. Denn er hatte gleichzeitig wahrheitsgemäß angegeben, gleichalt zu sein, wie ein Freund und an dessen Geburtstag kam es dann raus. Tja, eine Lüge zieht eben immer noch andere nach sich und so ist meine Erfahrung: Es ist besser, gleich ehrlich zu sein. Oder wie der Schweiger aus Lügen haben Männerbeine gar nix zu sagen.

 

Welchen Tipp möchtest du Leuten mit auf den Weg geben, die Angst vor der 40 haben?

Willy Millowitsch hat mal gesagt: „Irgendwann kommt für jeden die Stunde der Wahrheit, und dann heißt es: Lügen, lügen, lügen.“ Das ist der Weg, den mein Protagonist Uli Abus im Buch geht, ob das der richtige ist, kann jeder Leser am Ende selbst feststellen. Ich persönlich fand den 30. Geburtstag härter, weil der im Grunde Ende der Jugend bedeutet. Insofern kann ich jeden trösten: Der 40. ist nicht halb so schlimm. Außerdem habe ich seitdem die Tendenz, mein Alter zu vergessen – manche sagen auch verdrängen – das hilft ungemein. Ich weiß nur, da vorne steht die böse 4 und der Rest ist sekundär. Bis dann irgendwann die schlimme 5 vor der Tür steht … aber das ist eine andere Geschichte …

 

Du schreibst Thriller, humorvolle Liebesromane, Sci-Fi, Kurzgeschichten etc. – an welches Genre würdest du dich niemals herantrauen?

Ich habe großen Respekt vor Kinderbüchern, gerade da ich zwei kleine Töchter habe. Ich vermute aber, wenn sie lesen können, werde ich nicht umhinkommen, Kindergeschichten zu schreiben. Also schauen wir mal, ob ich den Geschmack des gnadenlosen Publikums in diesem Fall treffen werde…

 

Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Momentan schreibe ich gerade am dritten Teil von Mein Leben mit Anna von IKEA, außerdem wird im Sommer die Fortsetzung von Pommes! Porno! Popstar! erscheinen, die ich mit Christian Purwien zusammen geschrieben habe und die gerade im Lektorat ist.

 

Welches Buch liegt derzeit auf deinem Nachttisch?

Da ich Juryvorsitzender des Kurt Marti Preises des Berner Schriftstellerverbandes bin, lese ich momentan viele eingereichte Bücher aus dem Jahr 2017, da ist einiges sehr Gutes dabei, aber Namen darf ich jetzt natürlich nicht nennen…

 

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Arbeiten, Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen, Musikmachen, in der Weltgeschichte herumreisen, Joggen, Lesen, ich könnte die Liste noch ewig fortsetzen, also vielleicht ist es einfacher zu sagen, was ich nicht tue: Ich besitze keinen Fernseher, habe kein Auto um von A nach B zu kommen und mache keine Computerspiele, das gibt mir genügend Zeit, das zu tun, was mir wirklich Spaß macht.

 

Gibt es am Schluss noch etwas, was man über dich wissen sollte?

Wenn ich das dringende Bedürfnis hätte, etwas über mich mitzuteilen, würde ich wahrscheinlich in die Dschungelshow gehen :-). So aber bin ich zufrieden, Bücher schreiben zu können und damit eher indirekt etwas über mich preiszugeben.

Lügen haben Männerbeine

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Thomas Kowa ist Autor, Poetry-Slammer, Musikproduzent und manchmal Weltreisender. Während in seinen Thrillern fleißig gestorben werden darf, ist es ihm in seinen absurd-komischen Romanen trotz mehrfacher Versuche noch nicht gelungen, jemanden umzubringen.

Patricia Walter über ihren neuen Thriller

© Heike Ulrich Fotowork

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Worum geht es in deinem Buch Schwarzer Abgrund?

Es geht um eine Gruppe Jugendlicher, die ihre Ferien auf einer einsamen Berghütte verbringen will. Doch auf dem Weg dorthin verlaufen sie sich und müssen die Nacht im Freien ausharren. Als am nächsten Morgen einer von ihnen tot aufgefunden wird und sie von der Außenwelt abgeschnitten werden, wird ihnen schnell klar: Ein Mörder hat es auf sie abgesehen. Oder ist es einer von ihnen?

 

Wie kamst du auf die Idee für dein Buch?

Die war – wie die meisten Ideen – plötzlich in meinem Kopf. Außerdem wollte ich schon länger mal einen Thriller schreiben, der zum größten Teil im Wald und abgeschnitten von der Außenwelt spielt.

 

Wie lange hast du daran gearbeitet?

Alles in allem – also Ideensammlung, Storyplanung, Schreiben und Überarbeitung – etwa ein Jahr.

 

Wie kamst du dazu einen Jugendthriller zu schreiben?

Ich hatte die Grundidee mit den Jugendlichen, die sich im Wald verlaufen und mit einem Mörder konfrontiert werden. Damit war klar, dass es ein Jugendthriller werden wird. Zudem war es für mich eine gute Möglichkeit, mein Schreibrepertoire zu erweitern, weil ich einerseits den Stil an die jugendlichen Hauptfiguren anpassen musste, es andererseits jedoch auch so schreiben wollte, dass es ebenfalls für erwachsene Leser spannend ist.

 

Wie sah die Recherchearbeit zu Schwarzer Abgrund aus?

Die hat sich sehr in Grenzen gehalten, weil sich viel im Wald abspielt und ich diesbezüglich auf eigene Erlebnisse und Eindrücke zurückgreifen konnte. Am schwierigsten war es, eine geeignete Umgebung zu finden, wo die Geschichte spielt. Die Wahl fiel schließlich auf Oberammergau.

 

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Zwei Psychothriller: Kalte Erinnerung und Dunkle Vergangenheit.

 

Wie kamst du überhaupt zum Schreiben?

Ich war sieben, als ich mit dem Schreiben angefangen hab. Da war einfach die Geschichte in meinem Kopf, also hab ich mich hingesetzt und sie aufgeschrieben.

 

Welche anderen Autoren liest du gerne?

Andreas Gruber, Wulf Dorn, Chris Carter, Ursula Poznanski, Sebastian Fitzek.

 

Welches Buch liegt zurzeit auf deinem Nachttisch?

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte von Jorge Bucay.

 

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Ich lese viel und treibe gerne Sport, insbesondere Judo, Kung Fu und Calligraphy Health, was eine Mischung aus Qi Gong, Yoga und Tai Chi ist.

 

Auf welche zukünftigen Projekte von dir können wir uns freuen?

Ich sitze bereits an meinem nächsten Psychothriller. Das Thriller-Genre macht mir total viel Spaß, und dem werde ich auch in Zukunft treu bleiben.

 

Gibt es etwas, was man über dich wissen sollte?

Die Schriftstellerei ist mein absoluter Traumberuf, ich brenne förmlich dafür. Außerdem setzte ich mich für den Tier- und Umweltschutz ein und würde wahnsinnig gerne mal zum Mond fliegen.

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Patricia Walter studierte in München Statistik und arbeitet in der Versicherungsbranche. In ihrer Freizeit betreibt sie neben dem Schreiben Kampfsport, insbesondere Judo und Kung Fu. In Judo hat sie den zweiten Schwarzgurt und ist ehrenamtlich als Trainerin tätig. 2016 erschien ihr Psychothriller Kalte Erinnerung, ein Jahr später folgte Dunkle Vergangenheit. Schwarzer Abgrund ist ihr erster Jugendthriller.

Julia Lalena Stöcken über ihren historischen Abenteuerroman

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Worum geht es in deinem Buch Ljuba und der Reiter der Steppe?

3000 v. Chr. – Die Kupferzeit in Osteuropa
Die Menschen der Ebene leben friedlich in Stammesverbänden zusammen und betreiben Ackerbau und Pferdezucht, doch immer wieder kommt es zwischen den Clans zu blutigen Kämpfen.
Bei einem solchen Überfall auf den Graslandclan geraten die junge Ljuba und ihre Schwester in die Gefangenschaft des Schwarzen Fürsten Karan, der mithilfe seines Hauptmanns Cuska und dessen gefürchteten Kriegern die anderen Stämme in Angst und Schrecken versetzt. Um ihre Schwester zu schützen, geht Ljuba notgedrungen einen Handel mit Karan ein. Demütigung und Schmerz erwarten sie daraufhin beim Schwarzen Clan – bis sie plötzlich Hilfe von dem schweigsamen Hauptmann erhält. Und die Distanz zwischen den beiden reißt bald ein …

Der Roman besitzt ein historisches Setting und enthält Fantasy-Elemente.

 

Wie lange hast du daran gearbeitet?

Es gab eine sehr alte unfertige Version, von der später bloß die Grundpfeiler übriggeblieben sind. Wenn ich von dem Zeitpunkt ausgehe, an dem ich mich ernsthaft an die Recherche- und Schreibarbeit gemacht habe, waren es bis zur Beendigung inklusive Überarbeitung acht Monate. Das ist ziemlich schnell für mich.

 

Wie kamst du auf die Idee für deine Geschichte?

Ganz einfach. Ich wollte unbedingt eine Geschichte schreiben, in der ein Hauptcharakter tätowiert ist 😉

Die ausführlichere Antwort ist diese: Ursprünglich gab es eine Fassung, die ich irgendwann vor dem Erreichen der Volljährigkeit und bloß zu einem Drittel geschrieben habe – ein High Fantasy Roman, der in einer eigenen Welt spielen sollte. Als ich meinen Debütroman Bluthund beendet hatte, konnte ich nicht direkt an der Fortsetzung weiterschreiben. Ich brauchte Abwechslung. Deswegen durchforstete ich meine Schreibordner und stieß auf Ljuba (die damals noch ganz anders hieß). Erneut gefiel mir die Idee mit den Stammesverbänden, den Fehden und vor allen Dingen den Schwarzen Kriegern. Alles Weitere war dann eher Zufall. Für die Recherche zu einer Kurzgeschichte war ich in der Heide unterwegs und habe mir Hügelgräber und das Archäologische Museum in Oldendorf/Luhe angesehen. Dort gab es ein Foto von der Höhlenmalerei aus der Grotte Les Trois Fréres, Dordogne. Das dargestellte Wesen wird unter anderem als „gehörnter Gott“ gedeutet. Das war wie ein Impuls – über diese Hirschgottheit wollte ich schreiben und plötzlich wurde mir bewusst, wie gut Ljuba in die Kupferzeit passte. Es gab all die Dinge, die ich dafür brauchte: Pferde, Stammesverbände, Krieger, eine tiefe religiöse Einstellung. Und Tätowierungen 😉

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© Julia Lalena Stöcken

Wie kann man sich deine Recherchearbeit für Ljuba und der Reiter der Steppe vorstellen?

Ich habe das Glück, dass in der Lüneburger Heide (quasi vor meiner Haustür) viele Funde aus dieser Epoche gemacht worden sind. Dadurch konnte ich mir im Museum Schüsseln, Werkzeuge, Waffen genau ansehen, das hat die anschließende Beschreibung enorm erleichtert. Außerdem habe ich einige Hügelgräber besichtigt und auch einen kleinen Steinkreis. Solche Orte flößen mir immer einen Heidenrespekt ein, aber auch ein schaurig-schönes Gefühl.

Später musste ich dann zeitlich alles in Einklang bringen, da Ljuba und der Reiter der Steppe in Osteuropa spielen sollte und die Kupferzeit dort früher einsetzte als bei uns.

 Recherche_freigelegtes-Hügelgrab  Recherche_Steinkreis 

© Julia Lalena Stöcken

Wie würdest du Ljuba in einem Satz beschreiben?

Ljuba ist eine junge Frau, die behütet aufwächst, aber auch zu Gehorsamkeit und Loyalität gegenüber ihrer Familie und ihrem Stamm erzogen wurde – obwohl sie beim Schwarzen Clan um ihr eigenes Leben fürchten muss, kommt das Wohl ihrer Schwester für sie an erster Stelle.

 

Welche anderen Bücher, Autoren, Filme oder Ideen haben dich für dein Buch inspiriert?

Früher habe ich viele prähistorischen Romane gelesen. Zum Beispiel die Ayla-Reihe von Jean M. Auel, die Romane von Joan Wolf und von William Sarabande. Leider gibt es in diesem Bereich momentan nicht so viele Neuerscheinungen. Deswegen war ich geradezu gezwungen, selbst darüber zu schreiben – ich hoffe, dass andere Leser diese Thematik auch so sehr vermisst haben wie ich.

 

Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Zurzeit schreibe ich parallel am dritten Teil meiner Hlew-Reihe und an der Fortsetzung von Ljuba und der Reiter der Steppe. Und dann warten da noch so in etwa 15 andere Schreibideen darauf, in Angriff genommen zu werden …

 

Was tust du, wenn du nicht am Schreiben bist?

Nachdenken. Über das Schreiben.

Aber wenn ich damit fertig bin, habe ich tatsächlich auch Hobbys. Ich zeichne (im Moment erschöpft sich das allerdings aufgrund von Zeitmangel in Skizzen von Charakteren), backe und koche sehr gerne und kümmere mich um meinen Garten. Gartenarbeit lässt sich übrigens super mit dem Über-das Schreiben-nachdenken kombinieren! Ich habe beim Beschneiden von Blutberberitzen schon ganze Plotlöcher gestopft …

 

Welches Buch liegt derzeit auf deinem Nachttisch?

Keins. Aber ich habe mir gerade sehr viele neue Bücher von befreundeten Autoren gekauft und ich habe vor, sie alle zeitnah zu lesen. *Klopft auf Holz*

 

Was erwartet uns im zweiten Band der Reiter der Steppe-Reihe?

Ein neuer Stamm, neue Protagonisten und eine neue Gottheit. Ach und das Geheimnis um eine uralte Fehde. Mehr möchte ich lieber noch nicht verraten.

9783960872368

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Julia Lalena Stöcken, 1989 in Niedersachsen geboren, hat eine tiefe Leidenschaft für alles Vergangene und stöbert mit Vorliebe in Museen und alten Gemäuern. Die Begeisterung dafür hat sie ihrer Mutter zu verdanken, die ihr schon früh historische Romane nahegebracht hat – und der Wunsch, die Charaktere mögen nach ihrem Willen handeln, trieb sie dazu, selbst mit dem Schreiben anzufangen.