Wie erstelle ich eine Rezension?

Welche Bücher kann ich rezensieren?

Wir schicken regelmäßig Rezensions-Angebote zu unseren Neuerscheinungen raus. Falls du in Mitglied in unserem Rezensenten-Team bist, bekommst du Angebote zu den jeweiligen Genres, die dich interessieren. Falls du noch kein Mitglied bist, dann kannst du dich gerne hier anmelden.

Du interessierst dich für ein E-Book, zu dem du kein Rezensions-Angebot erhalten hast? Dann wende dich an rezensionen@digitalpublishers.de

 

Wie ausführlich sollte meine Rezension sein?

Idealerweise besteht eine Rezension aus einer kurzen Zusammenfassung des Buches – ohne dabei zu viel zu verraten – und deiner persönlichen Meinung. Wie hat dir das Buch gefallen? Warum hat es dir gefallen bzw. warum hat es dir nicht gefallen? Was war das Besondere?

Bitte belege deine persönliche Wertung mit nachvollziehbaren Argumenten und runde deine Rezension mit einem zusammenfassenden Fazit ab.

Natürlich kannst du auch kreative Ideen und dein Hintergrundwissen in deine Rezension miteinfließen lassen. 😉

 

Wo bekomme ich passendes Grafikmaterial für meinen Blog her?

Die Cover kannst du über unsere Webseite herunterladen oder per Mail an rezensionen@digitalpublishers.de anfragen. Wichtig ist, dass du uns in deinem Beitrag verlinkst.

 

In welchem Zeitraum sollte ich meine Rezension verfassen?

Bitte schicke uns deine(n) Beleglink(s) zu deiner Rezension möglichst innerhalb von 5-8 Wochen. Verwende hierfür unser Rezensions-Formular. Alle 4 Wochen versenden wir einen Reminder, um dich daran zu erinnern, dass deine Rezension noch offen ist.

 

Auf welchen Plattformen sollte ich meine Rezension veröffentlichen?

Deine Rezension kannst du auf deinem Blog veröffentlichen. Darüberhinaus auf weiteren Plattformen wie Amazon, Lovelybooks, Facebook, wasliestdu etc.

 

Was macht der Verlag mit meiner Buchbesprechung?

Mit der Zusendung des Beleglinks erklärst du dich damit einverstanden, dass wir für für Marketing-Zwecke aus deiner Rezension zitieren dürfen (natürlich unter Angabe der Quelle). Falls du deine Rezension auf Facebook & Co. veröffentlichst, kannst du uns gerne verlinken – manchmal teilen wir Rezensionen, die uns gut gefallen haben. 😉

Du findest uns hier: Facebook – @digitalpublishers, Twitter – @DP_Verlag, Instagram @digitalpublishers

 

Kann ich mehr als ein Buch gleichzeitig rezensieren?

Wenn dich mehrere unserer Bücher interessieren und du genügend Zeit zur Verfügung hast, zeitnahe Rezensionen zu verfassen, dann spricht nichts dagegen.

 

Ich habe eine Rezensionsanfrage geschickt. Wie lange dauert es, bis ich das E-Book zugeschickt bekomme?

Wir kümmern uns zeitnah um deine Anfrage. In der Regel dauert es bei Neuerscheinungen 1-2 Wochen bis du das E-Book zugesendet bekommst. Bei äteren backlist-Titeln maximal eine Woche.

 

Ich bekomme Reminder, obwohl ich meine Rezension schon veröffentlicht habe.

Falls du uns deine(n) Beleglink(s) schon zugesendet hast, aber immer noch Reminder bekommst, dann schreibe uns eine kurze Nachricht an rezensionen@digitalpublishers.de. Manchmal gehen Emails unter oder verschwinden in den Untiefen des Internets. 😉

 

Ich habe mich um ein Rezi-Exemplar beworben, aber keins erhalten.

Manchmal kommt es vor, dass unsere Mails mit den Downloadlinks für das E-Book im Spam-Ordner verschwinden. Hast du dort schon nachgeschaut? Ansonsten schreib uns einfach unter rezensionen@digitalpublishers.de und wir senden dir ein neues Rezi-Exemplar zu.

 

Ich brauche doch länger für meine Rezension – an wen kann ich mich wenden?

Falls du gerade viel um die Ohren hast und es doch länger dauert als geplant, das Buch zu lesen und rezensieren, dann gib uns bitte kurz Bescheid unter rezensionen@digitalpublishers.de, damit wir uns das notieren können.

 

Was passiert, wenn ich die Rezension nicht veröffentliche?

Wenn du deine Rezension im Zeitraum von 16 Wochen noch nicht veröffentlicht hast und uns kein Feedback dazu gibst, gehen wir davon aus, dass du kein Interesse mehr hast, unsere E-Books zu rezensieren. Wir senden dir keine weiteren Rezensionsexemplare zu.

 

Was passiert, wenn mir das Buch nicht gefällt?

Falls dir das Buch nicht gefällt und du nicht mehr weiterlesen möchtest, dann gib uns bitte kurz Bescheid unter rezensionen@digitalpublishers.de, damit wir dich aus dem Reminder-Verteiler für das rezensierte Buch nehmen können.

 

Wie kann ich einen Nachfolgeband einer Reihe rezensieren?

Schicke uns deine Rezi-Anfrage an rezensionen@digitalpublishers.de

 

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen habe?

Falls du Fragen oder Feedback für uns hast, dann kannst du uns jederzeit unter rezensionen@digitalpublishers.de schreiben.

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Anna Jane Greenville über ihren historischen Liebesroman

Worum geht es in deinem Buch Das Herz eines Gentleman?

Autorenfoto_InterviewEs ist eine humorvolle Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau, Joanna Ryde, die sich den gesellschaftlichen Konventionen widersetzt, und einem angehenden Arzt. Die beiden lernen sich auf dem Kenwood-Internat kennen und entdecken nach und nach, wie sie gemeinsam ihre Ziele verwirklichen können.
Mir war es sehr wichtig, die Geschichte unterhaltsam zu schreiben, damit der Leser auch lachen kann. Dennoch habe ich versucht auch Themen wie die Armut im London der 1870er Jahre oder den rabiaten Umgang am viktorianischen Internat realistisch und fesselnd darzustellen.

Ein Teil deines Romans entstand in London. Wie viel von der Atmosphäre dieser Großstadt ist in deinem Roman zu spüren?

London ist überwältigend. Ich denke nicht, dass sich an der Atmosphäre über die Jahrhunderte sehr viel geändert hat, auch wenn die Stadt immer größer geworden ist, daher hoffe ich, dass es mir gelungen ist, das Gefühl einzufangen und wiederzugeben. Wenn man abends über die Waterloo Bridge geht und die weitläufige Themse darunter Wellen schlägt, drum herum Lichter bis in die Ferne strahlen und der Wind um die Ohren saust, oder wenn man sich in eine Seitenstraße verläuft und alles herum ganz still wird, obwohl man noch eben inmitten einer lebhaften Hauptstraße war, dann merkt man den Zauber ganz besonders. Was mich immer wieder fasziniert, ist, wie sich oft plötzlich Gespräche unter Fremden entwickeln, weil man sich doch irgendwie vertraut ist, da man eines gemeinsam hat: London.

Woher kommt deine Faszination für das viktorianische England?

Das weiß ich gar nicht, um ehrlich zu sein. Ich mochte das 19. Jahrhundert schon immer – die Romantik dieser Zeit und auch die Gegensätze und stellenweise auch das Düstere. Im viktorianischen London sind diese Elemente ganz stark vertreten und dazu kommt außerdem ein unverwechselbarer Humor und Erfindungsreichtum der Menschen, die in dieser faszinierenden Stadt damals wie auch heute zu Hause sind.

Wie viel Recherche musstest du betreiben, damit der viktorianische Alltag glaubwürdig klingt?

IMG_6622Recherche trifft die Intensität nicht ganz. Ich habe alles Viktorianische regelrecht gestalkt! London hat wahnsinnig viele großartige Museen, von denen die meisten keinen Eintritt verlangen. Besonders empfehlen kann ich zu Recherchezwecken das Geffrey Museum und das Charles Dickens Museum. Beide zeigen, wie Häuser zu der Zeit eingerichtet waren, und man hat das Gefühl, durch ein Kaninchenloch im Wunderland gelandet zu sein.
Ganz klassisch habe ich auch Sachbücher gesammelt und durchforstet und dabei Stunden und Tage in der Bücherei und den Buchhandlungen Foyles und Waterstones zugebracht.
Besonders schön war auch, dass das Royal National Theater mir erlaubt hat, einen ganzen Nachmittag in deren Kostümfundus zuzubringen. Das ist eine riesige Lagerhalle gefüllt mit Kostümen, die nach Jahrzehnten sortiert sind – die Kleider durfte ich sogar anprobieren. Man denkt gar nicht, wie schwer allein so ein Unterrock ist!
Darüber hinaus habe ich auch Fechtunterricht genommen, um diesen im Buch authentisch darstellen zu können (und weil es sehr viel Spaß gemacht hat). Vor allem der Muskelkater an den Tagen nach jedem Training ist mir sehr lebhaft in Erinnerung geblieben.

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Wie lange hast du an dem Manuskript gearbeitet?

Zweieinhalb Jahre neben Studium und Beruf. Das ist mein erster Roman und ich denke, das ist eine gute Zeit, um die Geschichte und die Charaktere bei einem Erstlingswerk reifen zu lassen. Ich bin auch sehr froh, Freunde zu haben, die mich bei dem Projekt unterstützt und sich mit Kritik nicht zurückgehalten haben. Das hat mir sehr geholfen. Besonders meine Redakteurin im Verlag hat mir mit ihrer Begeisterung für meine Hirngespinste den Mut gegeben, die Geschichte nach zweieinhalb Jahren abzuschließen!

Welche Bücher haben dich beim Schreiben am meisten beeinflusst?

An allererster Stelle kommen unangefochten die Romane von Charles Dickens, allen voran Little Dorrit. Aber auch The Mask of Zorro von Johnston McCulley, Little Women von Louisa M. Alcott, North and South von Elizabeth Gaskell, Little Princess von Frances Hodgson Burnett und allgemein Nick Hornby und Rainbow Rowell und natürlich Jane Austen. Ich habe auch kleine Referenzen und Anspielungen im Buch versteckt, die auf diese großartigen Werke und Autoren verweisen – das hat besonders viel Spaß gemacht!

Welchen Rat würdest du Jo, deiner Protagonistin, gerne geben?

In Jo steckt wirklich eine Menge von mir – vor allem, wenn es um ihre Schwächen geht, deswegen läuft bei der Armen so viel schief. Allerdings kommt sie oft besser aus den Situationen wieder raus als ich. Ich müsste eher sie um Rat fragen.

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Anna Jane Greenville faszinierte das Erzählen von Geschichten schon immer. Sie liebt romantische, abenteuerliche, moderne und klassische Romane und kann ganze Tage in Buchläden verbringen. Ihre literarischen Einflüsse sind unter anderem ihre Lieblingsautoren Charles Dickens, Jane Austen, Johnston McCulley, Rainbow Rowell und Nick Hornby.

Vier Pfoten für ein Wunder

„Was schenken wir James und Bethanys Kindern?“ Catlin griff zu einem Buch und blätterte es durch. Es handelte sich um eine Geschichte über einen Schneemann namens Freddy Frosty. Heutzutage gab es richtig schöne Kinderbücher. Mit bunten Illustrationen und farblich abgestimmt auf die jeweilige Zielgruppe. Sie konnte sich nicht daran erinnern, in ihrer Zeit im Heim je ein so schön gestaltetes Werk in den Händen gehalten zu haben. Wenn sie ein Kind haben sollte, würde sie sich mit ihr oder ihm zusammen ins Bett kuscheln und gemeinsam genau solche Bücher lesen.

Hastig schlug sie das Buch zu, stellte es zurück ins Regal zu den anderen und ignorierte den Stich in ihrer Herzgegend. Vermutlich würde daraus ja nichts werden. Ob Dog es mochte, wenn sie ihm vorlas?

„Was hältst du von Barbies?“ Nick hielt zwei Pappkartons hoch, in denen sich die perfekt geformten Plastikpuppennachbildungen einer Eiskunstläuferin und einer Winterelfe befanden. Er bewegte erst den einen dann den anderen in die Höhe, so als wolle er sie auffordern, sich für eine von beiden zu entscheiden.

„Herrgott Thornton, hast du mal in das Zimmer der Mädels geguckt? Das besteht quasi nur aus Barbies.“ Catlin schüttelte energisch den Kopf. Die Kinder von ihren besten Freunden James und Bethany sollten sicher nicht lernen, dass eine hübsche Figur und lange Haare alles im Leben war. Schönheit brachte einige Vorteile, aber auch jede Menge Risiken mit sich. Wie sie selbst am eigenen Leibe hatte erfahren müssen. Bei ihrem Heimleiter Hamesworth war ihr ihr Aussehen zum Verhängnis geworden, während sie es die Jahre danach benutzt hatte, um sich erfolgreich als Beischlafdiebin über Wasser zu halten. Aber auch das hatte irgendwann seinen Tribut gezollt. Sie war an den falschen Typen geraten und beinahe im Gefängnis gelandet.

Sie ließ ihren Blick über die Regale in der Spielwarenabteilung gleiten, der an einem großen Werbeschild hängenblieb. Ja das wäre doch was!

„Was hältst du hiervon? Ein elektronischer Lernstift für beide und passend dazu zwei Bücher über Elfen oder Pferde.“

Nick runzelte die Stirn. „Lernstift?“

Sie nickte. „Er liest den Kindern vor oder erzählt ihnen Geschichten.“ Vorsichtig nahm sie den Teststift in die Hand und drückte auf den On-Knopf. Er piepte und begrüßte sie mit einem: Schön, dass du da bist.

Nick verzog das Gesicht. „Dafür gibt es doch Eltern. Also wenn wir irgendwann mal ein Kind haben, erzähle ich ihm lieber selbst Geschichten.“

Catlin tippte auf einige Symbole in dem Buch. Der Stift erkannte jedes davon und erklärte, was genau sich dahinter verbarg. Faszinierend.

„Ihm?“, entfuhr es ihr, als ihr klar wurde, was Nick da gerade gesagt hatte.

Er grinste. „Es wird natürlich ein Junge, ist doch klar. Ein Mädchen wird nicht freiwillig mit mir an Autos herumschrauben.“

Sie dachte kurz nach. „Aber dann wird unser Sohn mehr Zeit mit dir verbringen, als mit mir und ich muss immer alleine shoppen oder zum Friseur gehen.“ Unweigerlich flammte der negative Schwangerschaftstest in ihr auf und Catlin spürte, wie ihre Wangen warm wurden.

Nick lachte. „Okay ich sehe schon, wir brauchen auf jeden Fall mindestens zwei Kinder. Ein Mädchen für dich und einen Jungen für mich.“ Er trat neben sie und nahm ihr den Stift aus der Hand, um ihn selbst auszuprobieren.

In diesem Moment konnte sie nicht anders. Sie musste wissen, wie Nick über eine kinderlose Beziehung dachte. Was wenn er unbedingt welche wollte und sie ihm keine schenken konnte?

„Und was wenn uns gar keine Kinder gegönnt sind?“

Sie sah Nick angespannt dabei zu, wie er wahllos auf dem Buch herumtippte. Plötzlich machte der Stift nur noch Geräusche. Grunzen, Muhen, Miauen, Bellen. Catlin hätte am liebsten vor Anspannung gejault.

„Warum sollten uns keine Kinder vergönnt sein?“, gab er beiläufig zurück.

Sie zögerte kurz. „Vielleicht weil es immer noch nicht geklappt hat.“

Nick sah sie an. Er wurde umgehend ernst und legte den Stift weg. „Cat, bitte. Ich finde, du machst dir viel zu viele Gedanken. Wir probieren es erst seit einem halben Jahr. Ich habe von Paaren gehört, bei denen der Klapperstorch erst Jahre später an die Tür geklopft hat.“ Spontan zog er sie in seine Arme. Catlin schluckte schwer. Plötzlich hatte sie einen Kloß in ihrem Hals, der so groß wie ein Tennisball zu sein schien. „Und zu viel Gegrübel macht es auch nicht besser. Im Gegenteil. Es erhöht nur den Stresspegel. Was passieren soll, passiert. Lass es doch einfach geschehen.“ Sie schmiegte sich an ihn. Mit der Hand strich er ihr beruhigend über den Rücken.

„Und wenn wir das Gefühl haben, es klappt nicht, dann sollten wir zwei doch wohl die Ersten sein, die darüber nachdenken, einem Kind aus einem Heim ein schönes zu Hause zu geben, oder?“ Er schob sie ein Stück von sich und sah sie an. Er lächelte. Und plötzlich löste sich der Kloß auf.

Vielleicht hatte Nick recht. Vielleicht verlangte sie einfach zu viel. Vielleicht war der Zeitpunkt noch nicht der richtige. Sie hatte gerade erst ihre Ausbildung zur Tierpflegerin beendet. Womöglich sollte sie sich zuerst um einen Studienplatz für Tiermedizin kümmern. Kinder konnte sie auch mit fünfunddreißig noch bekommen. Also hatte sie doch noch fünf Jahre Zeit. Zeit genug, ein Studium anzufangen und zu beenden.

Catlin nickte zustimmend, ließ die Sache vorerst auf sich beruhen und wandte sich wieder dem Spielzeug zu. „Dann eben kein Lernstift und keine Barbies. Was hältst du dann von Malen nach Zahlen?“ Die seltsame Grimasse, die Nick in diesem Moment zog, zeigte ihr, dass auch Malen nach Zahlen keine Option war. Seufzend griff sie zu seiner Hand und zog ihn weiter in Richtung der Gesellschaftsspiele. Kommt Zeit, kommt Rat.

***

Zurück in Anthem trat Catlin zuallererst auf die Terrasse, um nach Dog zu rufen. Doch er ließ sich einfach nicht blicken. Nick maß derweil den Zaun aus, um am nächsten Tag die neuen Elemente besorgen zu können. Um sich von ihrer Unruhe abzulenken, griff sie zu den Rollen Weihnachtspapier, die sie im Schreibwarenladen besorgt hatten, und begann die ersten Geschenke einzupacken.

Für die Kinder von James hatten sie sich nach langer Diskussion für zwei Gesellschaftsspiele entschieden, die sie dann mit ihnen gemeinsam spielen wollten. Bethany, James Frau, würde den neuen Roman von Ken Follett bekommen, sowie eine kleine Flasche Cashmere, ihr Lieblingsparfum, das perfekt zu der kalten Jahreszeit passte. Für James gab es nur eine Option – ein Gutschein eines Home Depots. Er brauchte immer neues Werkzeug und um ihm nicht etwas zu schenken, was er vielleicht schon hatte, konnte er sich für den Gutschein selbst etwas aussuchen.

Da fiel ihr ein, dass sie für Nick ja auch noch ein Geschenk brauchte. Sie wusste nur nicht recht was. Ihm etwas zu schenken, empfand sie als wirklich schwer. Zumal ihr Weihnachten nicht so lag. Vielleicht ein Buch über Autos? Oder ein Modellauto? Aber wäre das wirklich was für einen Automechaniker? Sie nahm sich vor, James um Rat zu fragen. Als Nicks bester Freund wusste er bestimmt, was Nick sich wünschte.


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Jennifer Wellen ist promovierte Biologin und arbeitet seit einigen Jahren als Dozentin in der Erwachsenenbildung. Wenn sie nicht gerade angehende Physio- und Ergotherapeuten unterrichtet, schreibt sie mit Wonne Kurzgeschichten oder Frauenromane. Zusammen mit ihrer Familie und den obligatorischen Schriftstellerkatzen lebt sie derzeit im Ruhrgebiet.

Monika Detering über ihren humorvollen Roman

Worum geht es in deinem Buch Ich bin Hermann?

Auch Männer werden alt. Sie fühlen sich einsam, sie wollen nicht allein sein. Deshalb habe ich das „Haus am Auenwald“ erfunden, in dem nur Männer wohnen. Und da Altwerden nix für Feiglinge ist, lasse ich ‚meine‘ Männer werkeln, Musik machen, lasse sie zanken, krank sein und gemeinsam lachen – da geht noch viel. Diese Lebensfreude holt Hermann wieder aus Trauer und Zurückgezogenheit heraus. Hermann ist kein Feigling, er beauftragt Amsel als Teilzeitbiograph, hat Humor, schräge Einfälle, ist manches Mal voller Wehmut und findet noch einmal sein Glück – Lila, die Märchenerzählerin.

 

Wie lange hast du daran gearbeitet?

 Hermanns Geschichte war so präsent in mir, dass ich in knapp drei Monaten das Manuskript fertig hatte

 

Wie kamst du auf die Idee für dein Buch?

Manchmal ist es nur ein Wort, ein Bild, das als Auslöser fungiert. Ich sah Bilder von alten, fröhlichen, tanzenden Paaren, von betagten Menschen, die sich an den Händen hielten, ich sah die alten Männer in meiner nahen Umgebung, kenne einige ihrer Geschichten, und da tauchte „Hermann“ auf , drängte mich sehr und wollte geschrieben werden. Außerdem fiel mir eine Reportage, die ich vor Jahren gemacht hatte, wieder in die Hände. Die zauberhafte Geschichte einer sehr späten Liebe. Zufall? Fügung?

 

Haben deine Figuren reale Vorbilder?

In weitestem Sinne ja.

 

Was reizte dich daran, die Geschichte von Hermann zu erzählen?

Mich fuchst es, wenn Menschen in Hermanns Alter auf ein negatives Alt-Bild reduziert werden. Ja, sie sind alt, na und? Sie haben so viel Erfahrung und Wissen, sie haben Träume wie Jüngere auch. Sie können eine Menge, aber sie müssen eine Menge nicht mehr tun. Das ist Freiheit! Außerdem ist kein Mensch zu alt für die Liebe. Sie kommt um die Ecke, wenn man sie am wenigsten erwartet.

 

Wie würdest du Hermann in drei Worten beschreiben?

Fantasievoll. Skeptisch. Begeisterungsfähig = eben Hermann.

 

Was hat es mit Hermanns rotem Trecker ‚Lilofee’ auf sich?

Kleine Jungs träumten vor weit über siebzig Jahren von Lokomotiven, Feuerwehren, Autos und manchmal von Treckern. Als Hermann vor seinem zukünftigen Zuhause diesen roten Trecker sieht, der einem Mitbewohner gehört, ist er hingerissen. Noch mehr, als er entdeckt, dass dieses Fahrzeug ein Porsche von 1962 ist. Das alte Schätzchen ist noch gut im Schuss. Als er es eines Tages erbt, ist er glücklich wie ein Junge, der er einmal war und tuckert damit durch die Gegend.

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Wir kennen dich vor allem durch deine Ostsee- und Nordsee-Krimis. Inwieweit unterscheidet sich die Arbeit an einem Krimi von einem humorvollen Roman?

Beim Krimi brauche ich Verwicklungen, falsche Fährten, eine gelungene raffinierte Lösung  – bei Romanen wie Hermann geht es nicht um die Lösung eines Verbrechens, sondern um die Entwicklung von Personen und was bei ihnen möglich sein könnte. Diese Geschichte zu schreiben, hat mir sehr viel Freude gemacht.

 

Welche Projekte planst du für die Zukunft?

Momentan denke ich an Hörspiele. Auch Hermann hätte dafür Potenzial. Außerdem drängt Hermanns letzte Liebe, die Lila, und möchte, dass ich auch von ihr erzähle. Ja, sie drängelt heftig. Und manche Projekte schweben wie Sterne am Himmel. Noch. Ich muss sie nur herunterholen.

 

Hast du eine Buchempfehlung für uns?

Genau, die habe ich. Auch wenn der Roman in einem anderen Verlag erschienen ist. Ich bin mir sehr sicher, dass Der Sommer des Raben viele Leser packt und berühren wird.

 

Gibt es etwas, was man über dich wissen sollte?

Och. Ich weiß selbst so vieles nicht über mich und bin erstaunt, was da immer noch kommt.

Übrigens, die alten Herren aus der Männer-WG machen auch Treckermusik. Wie das klingt, hört ihr hier.

 

 

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Monika Detering arbeitete als Puppenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, war als freie Journalistin tätig und entschied sich später für das belletristische Schreiben. Sie veröffentlicht Romane, Krimis und Kurzgeschichten, schreibt solo, aber auch im Team mit dem Autor Horst-Dieter Radke. Sie ist Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“ und den „42erAutoren“.