Zwei weihnachtliche Romane in unserem Adventskalender!

Stuttgart, November 2017. Mit guter Laune in die Tage der Adventszeit – das Versprechen halten gleich zwei neue Adventskalender, die heiter, locker und entspannt schon morgens beim Türchen Öffnen mit einem unterhaltsamen Kapitel aus dem vorweihnachtlichen Alltag entführen.

Drei Dates mit Santa ist das Gemeinschaftswerk von vier Autorinnen. Saskia Louis, Julia Bohndorf, Julia Lalena Stöcken und Marie Weißdorn haben ihre verschiedenen Schreibstile aufeinander abgestimmt, jede hat einen Charakter zugeteilt bekommen und diesen geschrieben – bei Dialogen auch gleich live im Facebookchat. Im Interview erzählen sie, dass sie sich mit Weihnachtssocken, Spekulatius, Gin Tonic und Stollen in weihnachtliche Stimmung für die Story gebracht haben – passend zum Inhalt eben: CJ, Weihnachtsmann auf Probe muss sich allen möglichen Herausforderungen stellen und möchte keine Fehler machen. Allerdings hat ihn Amor im Visir … und Noelle, die Weihnachten mehr verabscheut als Schneematsch, ist ohnehin die vollkommen Falsche für ihn. Oder?

Besinnlich, romantisch und arschkalt geht es in Thomas Kowas Weihnachten mit Anna von IKEA zu. Hier werden die LeserInnen nach Schweden eingeladen, ins Bed & Breakfast von Matthias Käfer, dem Protagonisten aus Mein Leben mit Anna von IKEA. Kaum ist Matthias zu seiner schwedischen Freundin Anna gezogen, merkt er schnell, dass im Land der Elche und Billy-Regale einiges anders ist, als daheim. Vor allem im Advent. Das wäre eigentlich eine Zeit trauter Zweisamkeit, doch der ex-porschefahrende Ex-Freund von Anna hat es sich in den Kopf gesetzt, seine „große Liebe“ zurückzuerobern. Doch er wäre nicht Matthias Käfer, wenn er nicht eine ungewöhnliche Idee hätte, den nervigen Ex-Freund wieder loszuwerden …

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Post_Advent

Den Job von Santa Claus übernehmen und als Weihnachtsmann auf Probe keine Fehler machen – eine Herausforderung, wenn plötzlich die Weihnachtsbriefe aus Deutschland nicht mehr auffindbar sind. Aber auch die Antwort auf die Frage, was man am besten macht, wenn der nervige Ex- Freund ausgerechnet an Weihnachten seine „große Liebe“ zurückerobern will, verspricht kurzweilige Stunden. Die beiden Romane Drei Dates mit Santa und Weihnachten mit Anna von IKEA erscheinen bei dp DIGITAL PUBLISHERS und lassen sich als komplettes E-Book erwerben oder kostenlos als Adventskalender unter booksnacks.de abonnieren.

Weihnachten mit Anna von IKEA

Weihnachten ist ein Fest der Freude.

Leider wird dabei zu wenig gelacht.

Jean-Paul Sartre, französischer Schriftsteller

 

Freitag, 01. Dezember

 Da hängt er nun. Und verhöhnt mich mit seiner ganzen unerbittlichen Pracht. Anna steht daneben und lächelt erwartungsvoll.

   Und was hab ich? Nichts. Nada. Oder inget, wie man auf Schwedisch sagt.

   Klar, ich hatte eine Menge zu tun, erst mein Umzug aus Deutschland nach Göteborg, dann die Eröffnung unseres kleinen Bed & Breakfasts und schließlich habe ich ja noch einen Job bei Kemal Industries, dem Klempner-Fliesenleger-Dachdecker-Konglomerat meines Freundes Kemal, der ständig neue Geschäftsideen hat, für die er Werbekampagnen benötigt.

   Andererseits hatte Anna die letzten Tage auch sehr viel um ihre hübschen Ohren, irgendeine Projektwoche in ihrer Schule für irgendeine Klimakonferenz, die wahrscheinlich irgendetwas beschließt, das am Anfang alle ganz toll finden und an das sich am Ende trotzdem niemand hält.

   »Gefällt er dir nicht?«, fragt Anna und schaut mich immer noch lächelnd, aber mit einer Spur von Skepsis an.

   »Doch, doch«, sage ich. »Er ist super.«

   Genaugenommen ist er viel zu super, ihr Adventskalender. Eine mit grünem Flies bezogene, s-förmige Stange, an der vierundzwanzig kleine Geschenke hängen und wie es sich in Schweden bei Weihnachtsgeschenken gehört, alle mit einem persönlichen Wachssiegel verschlossen.

   Und ich hab inget.

   Aber vielleicht stelle ich uns erst einmal vor. Ich bin Matthias Käfer, Mitte dreißig, ehemaliger Bankkaufmann, ehemaliger Single und ehemaliger Oggersheimer.

   Anna habe ich in Deutschland bei IKEA kennengelernt – sowohl virtuell wie auch in echt – und als sie nach Schweden zurückgezogen ist, weil sie dort als Deutschlehrerin arbeiten konnte, bin ich einfach mitgegangen.

   Okay, ganz so schnell und unkompliziert lief es nicht, aber inzwischen sind wir – Matthias Käfer und Anna Svenson – ein glückliches Paar.

   Bis eben.

   Denn jetzt steht sie mit diesem perfekten Adventskalender vor mir und mein schlechtes Gewissen frisst mich auf.

   Schließlich hatte Anna mir mehrere Winke mit dem Zaunpfahl, dem Gartentor und der Garage gegeben, dass sie sich einen Adventskalender wünscht. Und ich hab das erstens verstanden – aus meiner Sicht eine beachtliche Leistung für einen Mann – und es mir zweitens aufgeschrieben, hab sogar drittens drei Kringel darum gemacht und es viertens dann wieder vergessen.

   Das liegt daran, dass ich mich voll auf Annas Weihnachtsgeschenk konzentriert habe. Aber das kann ich jetzt schlecht als Ersatz oder Ausrede verwenden.

   Außerdem gab es, als ich noch ein Kind war, bei uns daheim in Ludwigshafen-Oggersheim immer nur die Adventskalender aus dem Aldi für 89 Pfennige. Deren einziger Reiz bestand darin, herauszufinden, welches Motiv sich heute hinter dem Türchen versteckt. Klar, da war auch Schokolade drinnen, aber die schmeckte wie aus hinterrücks eingeschmolzenen Osterhasen hergestellt. Was wahrscheinlich auch so war. Hätte man so einen 89-Pfennig-Adventskalender damals seiner Freundin geschenkt, hätte die einen sofort vor den Europäischen Gerichtshof für Frauenrechte geschleppt und dann Schluss gemacht.

   Deswegen war von Anfang an klar, dass ich Anna keinen Adventskalender kaufen kann. Dummerweise bin ich in diesem Stadium der Problemlösung steckengeblieben und hab mich neuen Aufgaben gewidmet.

   Ich blicke wieder auf ihren Adventskalender für mich und versuche, dankbar zu lächeln.

   »Willst du nicht das erste Türchen öffnen?«, fragt Anna.

   Ich nicke, nehme das Päckchen mit der Nummer eins, es ist flach und groß wie ein Teller. Das Wachssiegel darauf besteht aus einem Geschirrspüler, der von einem Herzchen umrahmt ist.

   »Das ist ja kreativ«, sage ich und fühle mich gleich noch schlechter.

   Anna hat sich trotz all ihrem Stress Zeit für mich genommen.

   Ich löse das Siegel ab, öffne die Geschenkverpackung und halte eine Vinyl-Platte von Boney M. in den Händen, das Christmas Album in der schwedischen Ausgabe.

   »Und was hast du für mich?«, fragt Anna und blickt mich so erwartungsvoll wie ahnungslos an. Ich liebe diesen Blick eigentlich, doch nur dann, wenn ich auch etwas anzubieten habe.

   Aber ich habe ja nur inget.

   In meiner Panik reiche ich Anna einen Umschlag.

   Schon im nächsten Moment ahne ich, dass es ein Fehler ist.

   »Ist das ein Gutschein?«, fragt Anna.

   Bevor ich antworten kann, hat sie den Umschlag schon geöffnet. »Eine Rechnung?« Sie blickt mich konsterniert an. »Für Damenunterwäsche?« Sie deutet auf den Umschlag. »Hast du die gesammelt und ich bekomme jetzt jeden Tag eine? Und dann an Heiligabend einen Offenbarungseid?«

   »Du hast gefragt, ob ich was für dich habe«, antworte ich kleinlaut. »Und die Damenunterwäsche ist wohl kaum für mich.«

   »Die hab ja auch ich bestellt.« Sie schüttelt den Kopf. »Erinnerst du dich noch, als du mich vor ein paar Wochen gefragt hast, was ich mir zu Weihnachten wünsche?«

   Ich nicke und schaue sie zerknirscht an. »Du hast gesagt, du wünschst dir nichts, aber ein Adventskalender wäre schön.«

   »Daran erinnerst du dich also?«

   »Ja, aber ich hab glatt vergessen, dass schon Advent ist.« Ich zucke entschuldigend mit den Schultern. »Liegt ja hier schon seit September Schnee.«

   »Der war im Oktober wieder weg.«

   »Ja, aber nur für zwei Tage.« Ich mag Schweden wirklich, aber das Wetter ist echt eine Katastrophe, wenn man nicht auf Schneematsch, vereiste Autoscheiben und abgefrorene Zehen steht. Ich dürfte das Anna gegenüber ja nie sagen, aber im speziellen Fall von Schweden finde ich die globale Erwärmung gar nicht so schlimm.

   »Du hast also nichts für mich?«, fragt sie und zieht eine enttäuschte Schnute.

   »Ich schenke dir morgen einen Adventskalender«, sage ich und nehme sie in den Arm. »Und das Beste daran ist, dass du dann gleich zwei Türchen auf einmal aufmachen darfst.«

   Und dann endlich lächelt Anna zufrieden.


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Thomas Kowa ist Autor, Poetry-Slammer, Musikproduzent und manchmal Weltreisender. Während in seinen Thrillern fleißig gestorben werden darf, ist es ihm in seinen absurd-komischen Romanen trotz mehrfacher Versuche noch nicht gelungen, jemanden umzubringen.

Mehr zu Anna von IKEA:
Mein Leben mit Anna von IKEA

Drei Dates mit Santa

Elly

„Und lassen Sie mich mit ihrem Weihnachts-Gerede in Ruhe! Ich kann es nicht mehr hören. Als gäbe es im Dezember gar nichts anderes mehr! Weihnachtsmarkt, Weihnachtslieder, Weihnachtsgeschenke, Weihnachtswahn, Weihnachtsgans, Weihnachts…schaf!“ Aufgebracht warf sie die Arme in die Luft. „Was auch immer!“

***

CJ

Es schneite.

Natürlich schneite es. Er hatte ja nicht schon genug zu tun, ohne dass er den Schlitten freischaufeln oder sich von den Elfen vorhalten lassen musste, er würde ihnen die Drecksarbeit andrehen. CJ spürte seinen Stresslevel steigen und wandte hastig das Gesicht vom Fenster ab, an dem Eiskristalle ihm die Sicht auf die verdammte Winterwunderlandschaft da draußen verschleierten. Er atmete tief durch. Niemand hatte behauptet, es würde einfach werden. Weihnachten war eben kein Zuckerschlecken. Also, nicht nur.

***

Merry

Ohne mit der Wimper zu zucken, schnipste Amor der Weihnachtselfe gegen die Stirn, sodass sie in der Luft zehn Zentimeter nach hinten gestoßen wurde, ehe sie sich fing. „Vor dir hab ich keine Angst.“

„Solltest du aber!“, knurrte sie verärgert und rieb sich über die Stirn. Arroganter, aufgepumpter Robin Hood für verliebte Volltrottel.

Die Tür der Poststelle öffnete sich und Merry schaute nach unten. CJ trat mit einem merkwürdigen Grinsen im Gesicht auf den Bürgersteig und lief in die Richtung, wo sein Rentier Blitzen auf ihn wartete. Wenn in seinen Augen jetzt auch noch Herzchen aufploppen, raste ich aus.

„Du wirst verlieren!“, hörte sie Amor mit einem selbstgefälligen Unterton flöten.

Von wegen! Merry entfernte sich von Baum und Widersacher, rief: „Ich werde gewinnen!“, und zeigte Amor den Stinkefinger, der in ihrem grünen Glitzerhandschuh wunderbar zur Geltung kam.

***

Elly & CJ

Er sprang als Erster aus dem Schlitten und hielt ihr die Tür auf, streckte ihr sogar wieder eine Hand entgegen. Sie griff danach und musste sich ganz darauf konzentrieren, auf den schmalen schneebedeckten Stufen nicht auszurutschen. Erst als sie den zentimeterhohen Schnee unter ihren Stiefeln knirschen hörte, wurde sie sich wieder seiner Nähe bewusst. Sie musste den Kopf leicht in den Nacken legen, um ihm in die Augen sehen zu können. Im schummrigen Licht der Straßenlaternen konnte sie deren Farbe kaum erkennen, doch die Erinnerungen an die Blicke, die er ihr gestern noch in der Post zugeworfen hatte, waren plötzlich allgegenwärtig. An das tiefe schimmernde Braun, das sie gefangen nahm und in seinen Bann zog.

„Danke … fürs Nach-Hause-Bringen.“ Sie hatte die Stimme gesenkt, und doch schien sie viel zu laut für diese Nacht.

„Gerne“, erwiderte er ebenso leise, ohne den Blickkontakt zu unterbrechen.

Dann legte sich Stille über sie. Ein eisiger Windhauch wehte Elly eine erste Schneeflocke auf die Wange, die zweite verfing sich in CJs Haaren. Dann folgten weitere, schmolzen auf ihrer Haut und legten sich auf den dicken Stoff ihrer Mäntel. Doch es kümmerte sie nicht. Sie standen einfach nur da und sahen sich an …

***

Amor

Abrupt blieb CJ stehen und starrte auf den Möchtegern-Ninja, der mit verschränkten Armen an einem Laternenmast lehnte. Wo war der denn plötzlich hergekommen?

„Scheint, als würde die Tarnung wirklich nur bei Menschen funktionieren. Das erklärt einiges“, murmelte der Fremde mit der Miene eines grimmigen Kriegsveteranen zu sich selbst, während CJ ihn musterte. Er trug eine graue Wollmütze, die seine blonden Engelslocken nicht ganz verstecken konnte, einen Camouflage-Anzug und Combat Boots. Das allein war schon verstörend genug, aber die Tatsache, dass er CJ nur bis zum Bauchnabel reichte, ließ ihn noch einmal zusätzlich stutzen.

Zuerst hielt er ihn für einen Elfen. Aber die waren vertraglich dazu verpflichtet, in seiner Gegenwart zu lächeln und Rot und Grün zu tragen. Merry hatte sich die Lächel-Klausel aus dem Vertrag streichen lassen, als sie nach dem Nussknackervorfall befördert worden war, aber die anderen …

„Du bist kein Elf“, stellte CJ überrascht fest.

Der Mundwinkel seines Gegenübers zuckte. „Richtig.“

CJ musterte ihn nochmals und hielt inne, als er ein Pistolenholster an dessen Hüfte entdeckte. „Hat Christy dich geschickt?“, wollte er misstrauisch wissen. „Sollst du mich abknallen? Denn wenn ja, dann ist das kein schlechter Moment.“

Sein Gegenüber stieß sich schweigend vom Laternenmast ab und sah ihn ernst an. „Hör zu. Wir haben nicht viel Zeit. Deswegen die Kurzfassung: Du bist der Weihnachtsmann, ich bin Amor. Klar soweit?“

„Wo ist deine Windel?“, wollte CJ skeptisch wissen.

„Wenn du deine große Liebe retten willst, solltest du dir deine Witze sparen. Ich habe ein paar Informationen für dich.“


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Vor etwas mehr als einem Jahr hat die kleine Autorenfamilie sich lesen und lieben gelernt. Unterschwellig war ein Gemeinschaftsprojekt schon immer ihr Traum, nur hat es nie jemand ausgesprochen. Da Weihnachten das Fest der Liebe ist – und die vier sich sehr lieben – war das Thema auch zügig gefunden. Die Rollen wurden nach wissenschaftlich akkuraten Kriterien verteilt:

Saskia war die Einzige, die eine annehmbar hohe Anzahl an Weihnachtssocken besaß, weshalb sie für die Rolle des Weihnachtsmannes wie geschaffen war. Aufgrund der Vorliebe für archaische Krieger aus vergangenen Zeiten hatte Julia Lalena gar keine andere Wahl, als Amor zu verkörpern. Marie hat zwar einen totalen Weihnachtsfimmel, wollte sich aber schon immer mal so richtig mit Saskia streiten, weshalb die Rolle der weihnachtshassenden Noelle auf sie fiel. Und Merry, die Julias Denken über den wohlverdienten Ruhestand eins zu eins widerspiegelt, war für diese dann doch eine Herausforderung. Denn sie beide unterscheiden sich total in der Organisation und dem Umsetzen von Plänen.