D. B. Blettenberg

D. B. Blettenberg

D. B. Blettenberg, geboren 1949, lebte mehr als 20 Jahre in Übersee — u.a. in Ecuador, Thailand, Nicaragua, Ghana – und bereiste weitere Länder in Lateinamerika, der Karibik, Südost-Asien, Arabien und Afrika. Er schrieb bislang 11 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Für seine Thriller erhielt er bereits vier Mal den Deutschen Krimipreis: 1989 für Farang, 1995 für Blauer Rum, 2004 für Berlin Fidschitown und 2011 für Murnaus Vermächtnis.

Sein Roman Siamesische Hunde wurde mit Heiner Lauterbach, Rolf Hoppe und Günther Maria Halmer in der Produktion von Oscar-Preisträger Manfred Durniok (Mephisto) fürs Kino verfilmt. Außerdem schreibt er Drehbücher für Kino und Fernsehen und veröffentlichte Reiseberichte, Reportagen und Essays in Magazinen wie TransAtlantik, Merian und Cosmopolitan.

E-Books des Autors

D. B. Blettenberg – Victoria Falls

Victoria Falls

Robert Stein, mit seiner Frau Lisa auf den Spuren von Richard Burton und Elizabeth Taylor zwischen Sambesi und Okawango unterwegs, kämpft eine ganze Reise lang um diese Unabhängigkeit. Gehorsam treibt er inmitten einer Schar von Luxustouristen durch die Tropen und beobachtet wilde Tiere. Man nächtigt in noblen Safariherbergen, genießt Haute Cuisine mitten im Busch, und nachts lauscht man dem Husten der Hippos vor der klimatisierten Camphütte. Noch nie hat Robert sich so gefangen gefühlt, gekettet an eine gnadenlos perfekte Frau.

Vielleicht ist es die Weite und Großartigkeit Afrikas, die Steins Sehnsucht nach Freiheit schürt. Vielleicht liegt es aber auch an Rachel, der vermeintlichen Seelenverwandten. Leider ist sie mit einem bornierten britischen Investor verheiratet, der wie ein verspäteter Kolonialherr durch dieses grade von der Herrschaft des weißen Mannes genesende Land trampelt. An den Viktoriafällen greift Robert nach der Unabhängigkeit …

D. B. Blettenberg – Bis zum späten Morgen

Bis zum späten Morgen

Es ist später Nachmittag in Managua – und die La Cita Bar ist noch fast leer. Antonio, der Barkeeper, steht am altvertrauten Platz und poliert Gläser. Man bestellt sich einen Flor de Cana und betrachtet die weiteren Gäste.

Den einsamen Amerikaner am Ende der Theke und die anderen, die sich nach und nach einfinden. Und man hört sich ihre Geschichten an: Es sind Geschichten von Gestrandeten, Ver- und Getriebenen, Weltenbummlern und Reisenden, von Cops und Killern, Abenteurern und zwielichtigen Existenzen. In der La Cita Bar halten die Gäste bis zum Morgen aus und hören Geschichten aus vier Kontinenten.